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ICE crasht in Auto: Fahrerin vertraut blind auf Navi

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Von: Simon Mones

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Eine Frau nahm in Niedersachsen die Ansage ihres Navis zu wörtlich und landete auf den Bahngleisen. Die Folge: Ein schwerer Unfall mit einem ICE.

Vechelde – Die Zeiten, in denen Autofahrer mit Hilfe von Straßenkarten von A nach B kamen, sind längst vorbei. Diese Aufgabe übernehmen inzwischen Navigationsgeräte oder Smartphone-Apps wie Google Maps, Apple Karten oder Waze. Doch mitunter können deren Ansagen verwirrend sein oder führen einen an Orte, an die man eigentlich gar nicht wollte.

Manchmal sollen Autofahrer auch Routen nehmen, die sie gar nicht befahren können. Diese Erfahrung machte am Wochenende auch eine Frau in Niedersachsen, die in Vechelde bei Peine auf einem Gleis landete. Ein Fehler mit drastischen Folgen, denn kurze Zeit später prallt ein ICE-Schnellzug mit dem Auto zusammenn.

ICE crasht in Auto: Fahrerin hört auf Navi

Wie viele Autofahrer nahm auch sie ihr Navigationssystem beim Wort und bog etwas zu früh links ab, wie ein Sprecher der Bundespolizei erklärte. Die Folge: Der Wagen der Frau stand auf Schienen der Deutschen Bahn. Als die Frau bemerkte, dass sie dort feststeckte, stieg sie aus und suchte nach Hilfe. 

Zugunglück im Landkreis Peine.
Das Auto hat sich unter dem ICE verkeilt. © Martin Dziadek/dpa

Diese Entscheidung dürfte ihr das Leben gerettet haben, denn kurz darauf erfasst ein heranfahrender ICE das Auto mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h. Dem Lokführer blieb wegen der Dunkelheit kaum Zeit zum Reagieren. Durch den Aufprall verkeilte sich das Auto unter der Lok.

ICE crasht in Auto: Rund 750.000 Euro Sachschaden

Wie die Bundespolizei mitteilte, blieben auch die 320 Fahrgäste an Bord des ICE unverletzt. Erst nach fast zehn Stunden waren die Bergungsarbeiten abgeschlossen. Auf der Bahnstrecke Braunschweig-Hildesheim kam es dadurch zu Verspätungen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Bundespolizei auf rund 750.000 Euro.

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Doch die Frau ist nicht die einzige, die wegen ihres Navigationssystems, in eine unangenehme Lage gekommen ist. So blieb beispielsweise ein Tesla Model X auf Sylt im Strand stecken, weil sich der Fahrer blind auf das Gerät verlassen hatte. In der Nähe von Krefeld landete ein betrunkener Opel-Fahrer in einem Beton-Graben – ob auch hier ein Navi Schuld hat, darf jedoch bezweifelt werden. (Mit Material der dpa)

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