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„Holländischer Griff“: Autofahrer können mit dieser Technik Leben retten

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Eine schnell aufgerissene Autotür kann für Fahrradfahrer zur tödlichen Gefahr werden. Der sogenannte „Holländer-Griff“ reduziert das Unfall-Risiko immens.

In der Stadt ist man bei Unfällen als Autofahrer in seinem Wagen aufgrund der relativ niedrigen Geschwindigkeiten in der Regel relativ gut geschützt. Andere Verkehrsteilnehmer wie Scooterfahrer oder Fußgänger können selbst bei langsamem Tempo von einem Fahrzeug schwer verletzt werden. Fahrradfahrer sind sogar gefährdet, wenn ein Auto steht. Die Rede ist von sogenannten „Dooring“-Unfällen. Also Unfälle, die passieren, wenn Autofahrer ihre Tür unachtsam öffnen und ein Radler dagegen prallt – ein Gericht sprach einem Autofahrer kürzlich dabei eine 100-prozentige Haftung für den Zusammenstoß mit einem Rennradfahrer zu. Dabei gibt es einen ziemlich simplen Trick, wie sich diese Art des Zusammenstosses vermeiden lässt.

Autofahrer sollten den „Holländer-Griff“ kennen – er kann Leben retten

Speziell Türen von Coupés und anderen zweitürigen Fahrzeugen können für Radler gefährlich sein, weil diese häufig besonders lang sind. „Holländer-Griff“ nennt sich die Technik, die Autofahrer anwenden können, um Fahrradfahrer zu schützen. Das Vorgehen ist so simpel, wie effektiv. Statt – wie gewohnt – mit der linken Hand, greift der Fahrer mit der rechten Hand an den Türöffner. Dabei dreht sich der Oberkörper automatisch nach links und ein herannahender Fahrradfahrer würde durch diesen Schulterblick. Empfohlen wird der holländische Griff unter anderem vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Ein Radfahrer, eine aufgerissene Autotuer
Eine schnell aufgerissene Autotür kann für Radfahrer zur Todesfalle werden – der „Holländer-Griff“ soll solche „Dooring“-Unfälle verhindern. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

„Holländer-Griff“ schützt Radfahrer – und wird nicht nur dem Fahrer eines Autos empfohlen

Natürlich lässt sich der „holländische Griff“ – auch Dutch Reach genannt – nicht nur vom Fahrer eines Autos anwenden: Auch dem Beifahrer und hinten sitzenden Personen wird er empfohlen, um „Dooring“-Unfälle zu vermeiden. Laut Wikipedia wird der Griff in den Niederlanden von einem großen Teil der Fahrlehrer unterrichtet – und auch die Kinder schauen ihn sich von ihren Eltern ab. Somit ist auch klar, woher der Name der Technik vermutlich stammt.

Eine Technik wie den „Holländer-Griff“ muss man sich allerdings antrainieren. Um beim Aussteigen daran erinnert zu werden, kann es helfen, beispielsweise ein farbiges Band am Türgriff zu befestigen.

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Der Holländer-Griff ist nicht der einzige Trick, mit dem Autofahrer anderen Verkehrsteilnehmern helfen können. Für die Bildung der Rettunggasse gibt es beispielsweise die Rechte-Hand-Regel, die zur Orientierung dient.

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