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Hitzewelle: Was Autofahrer bei hohen Temperaturen beachten sollten

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Bei der Klimaanlage auf die Einstellung achten
Bei diesen Temperaturen freut man sich über jede Abkühlung. Autofahrer sollten ein paar Dinge bei diesem Wetter nicht vergessen. © Franziska Kraufmann/dpa (Archivbild)

Der Sommer wird jetzt richtig heiß und die Temperaturen steigen teils auf über 30 Grad. Es gibt ein paar Tipps, die Sie rund ums Auto unbedingt beachten sollten.

Im Sommer herrschen im Auto schnell saunaähnliche Temperaturen. "Wenn es draußen noch angenehme 25 Grad sind, kann im Auto das Thermometer schon mal auf über 60 Grad ansteigen, wenn der Wagen länger in der prallen Sonne steht", schilderte in einem früheren Bericht zum Thema Dietmar Clysters vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Vor allem durch die große Windschutzscheibe kommt viel Wärme ins Auto. Ratsam ist, sie bei einer Pause zum Beispiel mit einer Folie abzudecken, wie sie auch im Winter als Frostschutz verwendet wird.

Hitzewelle: Gute vorbereiten für längere Autofahrten

Längere Autofahrten im Sommer bedürfen guter Vorbereitung. Es gilt, sich nicht nur über die Route und eventuelle Beeinträchtigungen zu informieren, sondern auch den Wagen vorzubereiten, so Clysters. "Den Innenraum einmal gut durchzulüften hilft, um die aufgeheizte Luft herauszubekommen. Zudem sollte die Klimaanlage nicht zu lange auf Umluft eingestellt sein, denn das trocknet die Luft aus." Dies sorge für schlechte Luft beziehungsweise Sauerstoffmangel.

Autofahren bei Hitze: Überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck

Besonderes Augenmerk sollte dem Reifendruck gelten. "Reifenpannen sind die zweithäufigste Pannenursache im Sommer, meist aufgrund von einem zu niedrigen Reifendruck", schilderte zudem Philipp Sander vom Automobilclub Mobil in Deutschland in dem genannten Bericht. Gefährlich ist das Zusammenspiel von hohen Asphalttemperaturen und der größeren Auflagefläche des Reifens bei einem zu geringen Luftdruck: "Dann erwärmen sich auch die Reifen schneller, und es kann zu Schäden kommen", warnte Sander.

Auch am Fahrbahnbelag geht die Hitze nicht spurlos vorbei, weshalb es im Sommer auch immer wieder zu Straßensperrungen kommt. "Das Problem bei hoher Hitze sind sogenannte Blow-ups, die bei Betonfahrbahnen auftreten können", so Sander. Hierbei dehnt sich die Betondecke aus, bis sich Risse oder Löcher in der Fahrbahn bilden, weil sich die einzelnen Platten übereinander schieben. "Bei Asphaltfahrbahnen kann dieses Phänomen nicht auftreten, betroffen sind daher nur sehr alte Fahrbahnen." Für Auto- und Motorradfahrer aber könnten Blow-ups gefährlich werden, da Fahrbahnteile mitunter spitz in die Höhe ragen.

Auch die Auto-Batterie leidet unter der Hitze

Noch häufiger aber bleiben Autofahrer im Sommer wegen Batterieschäden liegen. "Der Wohlfühlbereich einer Batterie liegt bei 20 bis 35 Grad. Extreme Hitze führt dazu, dass sich auch die Batterie viel schneller entlädt", so Clysters. Wird der Wagen länger abgestellt, kann das Entladen zum Beispiel durch Abklemmen der Batterie verhindert werden.

Speziell E-Auto-Fahrer sollten sich im Sommer schattige Parkplätze aussuchen, um so den Akku zu schonen. "Auch wenn es die Alternative zwischen einer Wiese und dem Asphalt gibt, sollte lieber die Wiese gewählt werden, wo sich das Auto nicht so schnell aufheizt", riet Sander. Ein absoluter Akku-Killer: die Klimaanlage.

Autofahren bei Hitze: Ölverbrauch kann im Sommer steigen

Unproblematischer hingegen gehen Autos im Sommer mit Flüssigkeiten um. Vor einem dampfenden Kühler muss sich keiner mehr fürchten. "Die Kühlflüssigkeit befindet sich in einem geschlossenen Kreislauf und kann daher auch bei höheren Temperaturen nicht verdunsten oder verschwinden", so Clysters. Allerdings könne der Ölverbrauch im Sommer höher sein, da das Motoröl auch zum Kühlen verwendet werde.

An der Tankstelle sollten Autofahrer im Sommer nie ganz volltanken. "Der Kraftstoff kann sich bei hohen Temperaturen ausdehnen, womit auch die Brand- und Explosionsgefahr steigt", warnte Sander. Daher raten die Experten generell von der Mitnahme eines Reservekanisters ab. Das wichtigste Utensil im Sommer ist Wasser. Als Durstlöscher für Mensch und Tier, aber auch bei Bedarf für das Auto. "Daher sollte es stilles Wasser sein, denn damit kann man zur Not auch den Kühler nachfüllen oder das Wischwasser", so Clysters.

Sorgen Sie gut für Ihre Tiere, wenn sie im Auto mitfahren

Besonders stressig kann der Sommer für Tiere werden, wenn sie in überhitzen Autos mitfahren müssen. Hunde etwa können sich nicht durchs Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen, daher sind sie Hitze gegenüber besonders empfindlich. Tier-Experten raten zum Beispiel, längere Fahrten auf den Frühen Morgen oder späten Abend zu legen und alle zwei Stunden zu pausieren. (dpa/tmn/ahu)

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