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Tesla-Fahrer steigt nach sechs Monaten wieder auf Verbrenner um: „Es geht um das Lächeln pro Meile“

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Von: Julian Baumann

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Ein Tesla Model Y fährt im Umland der Stadt Zürich (Schweiz) auf einer Straße.
Ein Tesla-Fahrer ist von einem Model Y wieder auf einen Verbrenner umgestiegen. In einem Forum schildert er seine Gründe (Symbolbild). © Andreas Haas/Imago

In einem Forum schildert ein Autofahrer, warum er nach nur sechs Monaten mit seinem E-Auto zurück auf ein Verbrenner-Modell gewechselt ist. Seine Erklärung klingt abenteuerlich.

Stuttgart/Austin - Die Nachfrage nach E-Autos steigt derzeit immer weiter an, da viele Autofahrer allmählich vom altgedienten Verbrenner auf ein batteriebetriebenes Modell umsteigen. Auch User „nashifiqbal“ war nach einer Probefahrt in einem Tesla Model Y Long Range begeistert und wechselte deshalb zum E-Auto des Unternehmens von Elon Musk, wie er im Reddit-Forum „Cars“ berichtet. Auch ein VW-Fahrer fuhr kürzlich erstmals Tesla und war von der Beschleunigung des E-Autos beeindruckt. Bei „nashifiqbal“ hielt die Freude über das E-Auto allerdings nicht lange an. Er tauschte das Tesla Model Y bereits nach sechs Monaten wieder gegen ein Verbrenner-Modell, wie bw24.de berichtet.

Im Reddit-Forum legt der ehemalige Tesla-Fahrer seine Beweggründe für den Wechsel zurück zum Benziner dar. Die Begründungen klingen zunächst arg fadenscheinig, da er hauptsächlich damit argumentiert, dass das E-Auto beim Fahren eben nicht so viel Spaß mache wie ein Verbrenner. Dass aber auch Modelle mit hoher Leistung als E-Auto funktionieren, hat Porsche eindrucksvoll mit dem elektrischen Sportwagen Taycan bewiesen und selbst Ferrari will bis 2025 bereit für das E-Auto-Zeitalter sein. Dem Reddit-Nutzer ging es beim Umstieg zurück zum Benziner aber letztendlich um eine andere Sache, wie er im Thread schließlich zugibt.

Tesla-Fahrer nach anfänglicher Begeisterung enttäuscht - „hat nicht so viel Spaß gemacht, wie erhofft“

Der US-Hersteller Tesla produziert seit Ende März auch in Deutschland und liefert die Model Y aus der „Giga Berlin“ in Brandenburg für den europäischen Markt aus. Der Reddit-User hatte sich nach einer Testfahrt ein Model Y Baujahr 2022 zugelegt, wie er erklärt. „Der Gedanke, nicht mehr für Benzin zahlen zu müssen und zugleich ein Hightech-Fahrzeug zu bekommen, klang faszinierend genug“, erklärt er. Für die sechs Monate hatte er bei seinem Tesla-Modell nach eigenen Angaben auch keine Qualitätsprobleme und auch der Autopilot, der mitunter deutlich kritisiert wird, gefiel ihm gerade bei längeren Autofahrten gut.

Ein anderer Tesla-Fahrer wechselte kürzlich auf ein deutsches E-Auto und bereute seine Entscheidung nicht. Der User „nashifiqbal“ wechselte jedoch gleich zurück auf einen anderen Antrieb. Für diesen Umstieg gibt er im Reddit-Forum drei Hauptgründe an. Mit dem E-Auto-Fahrgefühl kam er offenbar nicht zurecht. „Es hat nicht so viel Spaß gemacht, wie ich gehofft hatte“, berichtet er. „Versteht mich nicht falsch, sofortiges Drehmoment ist großartig, aber wenn man das mehrfach nacheinander macht, bekommt man massive Kopfschmerzen.“ Deshalb habe er sich bei der Beschleunigung etwas zurücknehmen müssen.

Da er nach eigenen Angaben einen Fahrstil bevorzugt, bei dem er stark Gas gebe, das Auto dann rollen lasse und dann wieder Gas gebe, sei er auch mit der Rekuperation des Tesla Model Y nicht klargekommen. „Das regenerative Bremsen führt dazu, dass man im Grunde den Fuß die ganze Zeit auf dem Pedal halten und sehr bewusst darauf achten muss, schnell zu fahren, was für mich einen Teil des Spaßes ruiniert hat“, führt er aus. „Das war bei weitem der wichtigste Grund.“ Als dritten Hauptpunkt führt er auf, dass er das E-Auto nach einem Umzug nicht mehr zu Hause laden konnte und die nächste Supercharger-Station rund 11 Kilometer entfernt war.

Reddit-User gibt plausibelsten Grund für Wechsel vom E-Auto auf Verbrenner zu

Die vom Reddit-User angegebenen Hauptgründe für seinen Umstieg vom E-Auto zurück auf ein Verbrenner-Modell klingen nicht wirklich einleuchtend. „Wenn ihr Gelegenheitsfahrer seid und Bequemlichkeit bevorzugt, ist der Tesla wahrscheinlich die beste Wahl“, lautet seine Meinung. „Aber wenn ihr Enthusiast seid oder einfach mehr Spaß am Fahren habt, würde ich es nicht empfehlen.“ Dann hätte man in einem Benzin-betriebenen Sportwagen mehr Spaß. Luxushersteller Bugatti will beispielsweise am Verbrenner festhalten, ein E-Auto ist derzeit nicht vorgesehen. „Sicher, ihr müsst viel für das Benzin bezahlen“, lautet das vorläufige Fazit des Reddit-Users. „Aber es geht um das Lächeln pro Meile.“

Da die anderen User in dem Reddit-Forum „Cars“ von den Beweggründen nicht überzeugt waren, legte der Ex-Tesla-Fahrer nach und gab letztendlich auch zu, was offenbar der Hauptgrund für seinen Umstieg vom E-Auto zurück auf einen Benziner war. „Ja, also ich habe vom Verkauf des Tesla profitiert“, schreibt er. Gekauft habe er das E-Auto für rund 54.500 Euro, weiterverkauft für 58.500 Euro. „Ich habe ihn für 34.500 Euro gegen einen zertifizierten gebrauchten Genesis G70 3.3T aus dem Jahr 2019 eingetauscht“, führt er aus. „Nach Abzug, von dem was ich noch für den Tesla schuldig bin, bekam ich rund 11.600 Euro für den Benziner.“

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