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„Gefühlsecht“: E-Autos kriegen Vibration – für Gefühl wie im Verbrenner

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Von: Ulrike Hagen

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Damit E-Autos nicht nur wie „echte“ Verbrenner klingen, sondern sich auch so anfühlen, entwickeln Forscher Vibration für den vollen Brumm-Brumm-Spaß.

Alexandria/USA – Der Abschied vom Verbrennungsmotor scheint nicht nur immer mehr E-Auto-Fahrern, die sich den Verbrenner-Sound für das Brumm-Brumm-Feeling einbauen lassen, schwer zu fallen. Auch die Autohersteller hängen offensichtlich am sinnlichen Erlebnis des „echten“ Benziners. Glaubt man einem neuen Papier, das zum Patent angemeldet wurde, lassen Kia und Hyundai ihre E-Fahrzeuge bald vibrieren, um „gefühlsecht“ das bebende Brumm-Brumm zu simulieren, das man am Steuer eines Wagens mit ordentlich Taktung unter der Haube hat.

Patentamt der Vereinigten Staaten:United States Patent and Trademark Office (USPTO)
Sitz:Alexandria, Virginia, Vereinigte Staaten
Gründung:1836
Mitarbeiter:12.000
Dachorganisation:Handelsministerium der Vereinigten Staaten

Hyundai und Kia entwickeln Vibration für E-Autos: Fahrgefühl wie im Verbrenner

Nachdem der koreanische Fahrzeugbauer Toyota bereits die Fake-Handschaltung für seine E-Autos plant und dementsprechende Patente angemeldet hat, zieht nun die Konkurrenz aus dem eigenen Land mit einem „virtuellen Verbrennungsmotormodell“ nach. Laut dem Entwurf, der beim Patent- und Markenamt USPTO eingereicht wurde, soll eine künstliche Vibration zukünftig für „harte und bebende Effekte“, statt „weiche“ Fahrgefühlen in E-Autos sorgen, wie das US-amerikanische Mobilitätsmagazin Jalopnik berichtet.

Ein Hyundai Nexo fährt auf einer Straße
E-Auto mit Brumm-Brumm-Faktor: Hyundai begnügt sich nicht mit Motorengeräuschen, sondern läßt seine Elektroautos jetzt wie Verbrennungsmotoren vibrieren. (Symbolbild) © Hyundai Motor Deutschland

E-Autos mit Verbrenner-Gefühl: „Harte und bebende Effekte“ durch künstliche Vibration

Die E-Mobilität hat schon länger mit dem Image zu kämpfen, das endgültige Aus des automobilen Fahrspaßes einzuläuten. Fahrzeugbauer wie BMW stemmen sich vehement gegen das Verbrenner-Aus, der Pierer Mobility Chef wettert gar, E-Mobilität sei „von der Politik gepushter Schwachsinn“. Und auch die stetig steigenden Energiepreise sowie die teils völlig willkürlichen, teilweise bis zu doppelt so hohen Strompreise an Ladestationen für E-Autos trüben die Freude am emissionsfreien Fahren.

Hyundai E-Autos: Virtuelle Vibration simuliert Motorbewegung im Verbrenner

Nun also der koreanische Vorstoß, um Verkehrsteilnehmer, die „gelangweilt“ vom weichen Fahrgefühl eines E-Autos sein könnten, weil sie das „pulsierende Herz“ ihres Autos während der Fahrt durch die Stadt nicht spüren können, abzuholen. Die Vibration solle das Gefühl erzeugen, das man bei einem herkömmlichen Verbrennungsmotor hat: Erzeugt wird durch verschiedenen Vibrationseffekte zum Beispiel, wie sich ein Motor im Leerlauf anfühlt und sogar die Empfindungen eines mehrstufigen Getriebes. In der Einreichung beim USPTO erklärten Hyundai und Kia laut Jalopnik: „Ein Elektrofahrzeug mit einer Charakteristik, die auf hohe Leistung abzielt, soll harte und bebende Effekte bieten, nicht nur ein weiches Gefühl.“

Hyundai investiert in E-Auto-Produktion: 17 neue Elektro-Modelle bis 2030 geplant

Trotz der zumindest bei einigen auftretenden Ermüdungserscheinungen in Bezug auf die E-Mobilität – immerhin äußerten in jüngsten Befragungen ein Drittel der Deutschen, mit Wasserstoff fahren zu wollen – setzt das koreanische Unternehmen klar auf die Stromer. Anfang März gab die Hyundai Motor Group im Rahmen eines virtuellen Investorentages bekannt, umgerechnet 14 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Technik und den Ausbau der Produktionskapazitäten zu investieren. Insgesamt 17 rein elektrische neue Modelle sollen bis 2030 vom Band laufen. Einige davon ja vielleicht schon mit dem „gefühlsechten“ Verbrenner-Wumms. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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