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Mann findet über 20.000 Euro in Gebrauchtwagen – nach vier Jahren! Der Finderlohn überrascht

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Von: Christian Schulz

Ein R5-Fahrer macht einen irren Sensationsfund: In seinem gebrauchten Renault entdeckt er plötzlich über 20.000 Euro. Doch wie das? Er fährt das Auto schließlich seit vier Jahren.

Kassel – Der 50-jährige Uwe Chechowitz aus Kassel staunte Bauklötze, was er da auf einmal in Händen hielt. War das zu fassen? Wie konnte es sein, dass er in seinem gebrauchten Renault 5 Campus (Baujahr 1990) plötzlich mehr als 20.000 Euro fand? Das Auto hatte er vier Jahre zuvor gebraucht erstanden – und das Vermögen tatsächlich über Jahre unbemerkt herumkutschiert. Merkwürdigerweise schien auch niemand das Geld zu vermissen.

Mann findet über 20.000 Euro in Gebrauchtwagen – nach vier Jahren! Der Finderlohn überrascht

5.000 Euro in bar sowie ein Sparbuch mit einem Guthaben von mehr als 17.000 Euro waren es, die der Kasselaner in seinem Gebrauchtwagen vier Jahre lang durch die Gegend fuhr – ohne auch nur irgendwas zu ahnen. Dann half der Zufall: Denn es ist ausschließlich dem harschen Wintereinbruch, der in weiten Teilen Deutschlands mit Schnee-Chaos verbunden war, zu verdanken, dass der 50-Jährige auf die verschollenen Wertgegenstände stieß. (Kultauto kommt zurück: Renault zeigt R5 als Elektro-Version – Reaktionen sind überwältigend)

Uwe Cechowitz aus Kassel steht vor seinem Renault 5 Campus.

Hat 5.000 Euro und ein Sparbuch in seinem Renault 5 Campus gefunden: Uwe Cechowitz aus Kassel. © Ulrike Pflüger-Scherb

Der Baumarkt-Mitarbeiter legte vorsichtshalber einen Klappspaten hinter den Beifahrersitz, um seinen Renault bei Bedarf freischaufeln zu können. Nun, da witterungsbedingt klar ist, dass er den Spaten dieses Jahr nicht mehr benötigt wird, wollte er ihn wieder aus dem Auto holen. Dabei blieb der Hesse mit dem Werkzeug versehentlich an der Fußmatte hängen. Diese verrutschte – und zum Vorschein kam ein ihm vollkommen unbekannter Umschlag. (Autos für 33,3 Millionen Euro entdeckt – darum verstaubt die Mega-Sammlung)

Als der 50-Jährige das Kuvert neugierig öffnete, traute er seinen Augen kaum: Was machten denn derart viel Bargeld und ein fremdes Sparbuch in seinem gebrauchten R5? So ratlos er im ersten Moment war und so wenig er sich das erklären konnte – so sehr erwies sich der Kasselaner als ehrlicher Finder. Er zögerte keinen Moment und meldete den Fund der Polizei. „Meine Mutter hat immer gesagt: ‚Was dir nicht gehört, darfst du nicht behalten‘“, erklärte Uwe Chechowitz den erstaunten Polizisten, die nun vor der Aufgabe standen, den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln. (Renault renoviert sein Logo: Rhombus jetzt im Flat-Design – „Umbro lässt grüßen“)

Mann findet über 20.000 Euro in Gebrauchtwagen – so wird der rechtmäßige Besitzer ermittelt

Wie die HNA schreibt*, standen zum Glück sowohl der Name eines Mannes als auch eine Adresse auf dem Umschlag. Die Spur führte zunächst ins niedersächsische Göttingen. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Verlierer der Wertgegenstände dort nicht mehr wohnt – sondern umgezogen ist. Nun lebt er im Heidekreis zwischen Hannover und Hamburg. Als die Polizeibeamten den 69-Jährigen schließlich telefonisch erreichten, fiel der aus allen Wolken. Der Mann konnte gar nicht fassen, dass die 5.000 Euro und das Sparbuch wieder aufgetaucht waren. Er habe beides schon seit fünf Jahren vermisst – aber sich trotz verzweifelten Überlegens nicht erklären können, wo die Sachen hingekommen seien. (Tesla Model Y: Besitzer deckt neue Pfusch-Konstruktion mit Baumarktteilen auf)

Letztlich konnte der Fall aber rekonstruiert werden: Uwe Chechowitz hatte den alten Renault 5 Campus 2017 für 1.200 Euro bei einem Gebrauchtwagenhändler in Göttingen gekauft. Vormaliger Besitzer war der 69-Jährige aus dem Heidekreis. Wie der Mann erklärte, hätten seine Familie und er im Rahmen eines anderen Umzugs im Jahr 2016 mehrere gebrauchte Fahrzeuge verkauft, die in einer Scheune gelagert waren. Darunter war auch der R5 des jetzigen Geldfinders. Es seien jeden Tag so viele Interessenten da gewesen, berichtet der Vorbesitzer. Vermutlich habe man den Umschlag mit dem Sparbuch und dem Bargeld in der Hektik vor einer Probefahrt schnell hinter dem Beifahrersitz versteckt und später vergessen. (Datsun 280Z nach 44 Jahren in Scheune entdeckt: Unter der Schmutzschicht befand sich ...)

Nach Geldfund in Renault 5: Großzügige 2.210 Euro Finderlohn – Ehrlichkeit soll belohnt werden

Für den ehrlichen Finder zahlte sich sein vorbildliches Verhalten übrigens im wahrsten Sinne des Wortes aus: Uwe Chechowitz erhielt 2.210 Euro Finderlohn. Und das, obwohl ihm rein gesetzlich nur 160 Euro verpflichtend zugestanden wären. Der Gebrauchtwagenkauf dürfte sich gelohnt haben. Der glücklich Vorbesitzer entschied gemeinsam mit seiner 61-jährigen Ehefrau den Kasseler großzügiger zu belohnen: „Das soll ein Anreiz für andere Menschen sein, dass Ehrlichkeit belohnt wird“ *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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