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Frau wirft Zigarettenstummel aus Auto – und wird angezeigt: Gerichtsurteil kommt sie teuer zu stehen

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Von: Jasmin Pospiech

Eine Frau hat einen Zigarettenstummel aus ihrem Auto geworfen. Ein Polizist zeigt sie deshalb an. Das Urteil ist jetzt gefällt – und kommt sie teuer zu stehen.

Gerasdorf (Wien) – Wer unbedingt auch im Auto rauchen muss, hat meist nach einer Weile ein Problem – wohin nur mit dem fertigen Zigarettenstummel? Viele entscheiden sich dann dafür, kurz das Autofenster runterzufahren und den Zigarettenstummel einfach rauszuschnippen. Problem erledigt! Aber eben ein ziemliche Umweltsauerei: So könne eine einzige Kippe mit ihrem Mix aus Schadstoffen zwischen 40 und 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen, erklärt der Naturschutzbund.

Frau wirft Zigarettenstummel aus Auto – Polizei zeigt sie an: Urteil fällt überraschend aus

Das dachte sich auch eine junge Frau namens Martina E., als sie Anfang Juni letzten Jahres mit ihrem Mazda 2 durch Gerasdorf bei Wien gefahren ist. Doch nur kurze Zeit später wird sie von der Polizei angehalten. Schuldbewusst will die 26-Jährige sofort Buße tun: „Mir war klar, dass ich etwas Falsches gemacht habe und wollte die Strafe gleich vor Ort bezahlen“, so die Floridsdorferin im Gespräch mit dem österreichischen News-Portal Heute. (Haben Sie im Ausland das Handy am Steuer, müssen Sie mit einer saftigen Strafe rechnen)

Eine Frau raucht am Steuer eines Autos. (Symbolbild)
Manche Raucher qualmen auch am Steuer – doch wohin mit dem Zigarettenstummel, wenn man fertig ist? (Symbolbild) © imago images / Westend61

Doch stattdessen zeigt der Polizeibeamte die junge Frau an. Nur zwei Wochen später erhält sie schon den Bescheid, in dem ein sattes Bußgeld über 450 Euro von der Angestellten gefordert wird. Zu hoch, zu unangemessen, findet die 26-Jährige und legt Einspruch gegen die Strafhöhe ein. In einem anderen Fall soll dagegen eine Frau ein Eis am Steuer ihres Wagens bei voller Fahrt gegessen haben und nun 300 Euro Strafe zahlen.

Frau wirft Zigarettenstummel aus Auto – und muss sattes Bußgeld zahlen

Nun ist das Urteil am Landesverwaltungsgericht Niederösterreich in St. Pölten gefällt – und es fällt ernüchternd aus: „Die Richterin war der Auffassung, ich hätte die Zigarette gelagert und für ein solches Vergehen wäre das bereits die Mindeststrafe. Jetzt kommen auf die 450 auch noch 90 Euro Verwaltungsgebühren obendrauf.“ Die Angestellte ist fassungslos und meint schließlich: „Für diese Verschmutzung so viel Geld bezahlen zu müssen, ist doch reinste Abzocke.“ Um solch einem unnötigen Bußgeld also zu entgehen, rät der ADAC auch, besser im Auto eine Raucherpause einzulegen.*

Doch interessanterweise sehen das die Leser des österreichischen News-Portals anders. Viele schreiben in den Kommentaren, dass sie das Strafmaß für angemessen halten, manche empfinden es sogar als zu gering! Demnach kommentiert ein User: „Das wird nicht die erste Zigarette gewesen sein. Die Strafe ist gerechtfertigt, der Tschick [Zigarettenstummel; Anm. d. Red.] ist sicher nicht versehentlich aus dem Fenster geflogen.“ Ein weiterer stimmt dem zu: „Man schmeißt auch nix aus dem Autofenster – egal ob Zigarette oder sonst was ...“ (Mann bekommt kurioses Knöllchen – nicht alle finden es lustig: „Ha ha ha! Das war sch***e!“) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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