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Werkstatt: Frau soll für Reparatur 2.322 Euro zahlen – obwohl gar nichts defekt ist

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Von: Jasmin Pospiech

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Eine Frau lässt die Hauptuntersuchung an ihrem Auto in der Werkstatt machen. Am Ende soll sie 2.322 Euro zahlen – da holt sie sich eine zweite Meinung ein.

Wien – Normalerweise müssen Autos, Motorräder und Wohnmobile alle 2 Jahre zur Hauptuntersuchung. Das geht unter anderem bei Prüfstellen wie TÜV oder Dekra oder auch in zertifizierten Kfz-Werkstätten. Dort wird das Fahrzeug auf Mängel untersucht und einigen Tests unterzogen. Schätzt der Prüfer das Auto als verkehrssicher ein, erhalten Besitzer eine entsprechende Plakette, die gut sichtbar auf das Nummernschild hinten geklebt wird.

Diese Routine kennt auch eine Wienerin, als sie mit ihrem Wagen für die HU (in Österreich: „Wiederkehrende Begutachtung“) in die Werkstatt fährt. Sie ahnt nichts Böses, bis sie schließlich den Kostenvoranschlag erhält.

Werkstatt: Frau soll für Reparatur 2.322 Euro zahlen – obwohl gar nichts defekt ist

Für die technische Durchsicht zahlt die Wienerin 70 Euro, doch später soll es noch ein Vielfaches davon sein. Denn angeblich zeigt das Gutachten schwere Mängel an ihrem Pkw auf. „Ich konnte es nicht fassen. Im Kostenvoranschlag standen Reparaturkosten in Höhe von 2.322 Euro“, berichtet die Frau im Gespräch mit dem österreichischen Nachrichtenportal „Heute.at“. (Mercedes-Fahrer ohne Zulassung unterwegs – so frech will er die Polizei veralbern)

Ein Werkstattmitarbeiter klebt eine TÜV-Plakette aufs Nummernschild eines Wagens. (Symbolbild)
Eine Frau will in einer Werkstatt die Hauptuntersuchung für ihr Auto durchführen lassen – mit teurem Ende. (Symbolbild) © Eibner/Imago

Geschockt will sich die Wienerin eine zweite Meinung einholen und fährt ihr Auto zum ÖAMTC, einem österreichischen Automobilclub. „Ich habe dort noch eine Begutachtung machen lassen. Die hat ergeben, dass es nur vier leichte Mängel gibt, aber um das Pickerl [Plakette; Anm. d. Red.] zu bekommen, musste nichts repariert werden.“ (Dieser neue Autoreifen braucht wenig Luft – und Sie haben nie wieder einen Platten)

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Frau soll 2.322 Euro für TÜV zahlen – alles nur reine Abzock-Masche?

Wie die Autobesitzerin weiter berichtet, soll eine Werkstatt schon mal schwere Mängel entdeckt haben, wo gar keine waren: „Im Herbst 2019 hat mir eine Werkstatt 1.500 Euro Reparaturkosten veranschlagt. Das hat System“, ist sie sich sicher. Auch der ÖAMTC bestätigt über einen Pressesprecher gegenüber „Heute.at“, dass viele Mitglieder verunsichert sind, nachdem sie einen Kostenvoranschlag von ihrer Werkstatt erhalten und sich dann an den Autoclub wenden. (Polizei zieht Rostlaube aus dem Verkehr – Fahrer überrascht mit nagelneuer TÜV-Plakette)

Aus diesem Grund will sich die Wienerin nun das Geld zurückholen und schließt wütend: „Es ist wirklich eine Frechheit, dass man so versucht, die Leute abzuzocken. Laut Konsumentenschutz müsste mir die Werkstatt übrigens die 70 Euro für die technische Durchsicht zurückzahlen.“

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