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Trotz 1.000 Fahrstunden: Frau schafft Führerschein nicht – das steckt dahinter

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Von: Jasmin Pospiech

Es ist ihr großer Lebenstraum: Seit 30 Jahren versucht eine Frau, den Führerschein zu machen. Bis jetzt ohne Erfolg. Denn etwas macht ihr ständig einen Strich durch die Rechnung.

Ampthill (England) – Den Führerschein zu machen und endlich unabhängig zu sein, mit dem Auto fahren zu können, wann und wohin man will: Das ist das Ziel der meisten Volljährigen. Die Fahrprüfung gehört für sie so selbstverständlich zum Erwachsenenwerden wie das erste Auto, der Schulabschluss oder das Ausbildungsende. Doch nicht selten kommt es vor, dass manche mehrere Versuche brauchen, um die theoretische und/oder praktische Fahrprüfung zu bestehen.

Trotz 1.000 Fahrstunden: Frau schafft Führerschein nicht – das steckt dahinter

Isabelle S. versucht es schon seit 30 Jahren und scheitert jedes Mal wieder. Die 47-Jährige aus der Kleinstadt Ampthill in der englischen Grafschaft Bedfordshire hat für ihren großen Traum, den Führerschein zu machen, bereits eine stattliche Summe Geld hingeblättert. Das beweist wohl auch, wie ernst es der zweifachen Mutter ist, die in einem Supermarkt arbeitet.

Doch sie will einfach nicht aufgeben, schließlich hat sie den Wunsch, ihre Kinder eines Tages in die Uni fahren zu können oder Verwandte, die weiter entfernt wohnen, zu besuchen. Doch daraus wird wohl vorerst nichts, denn die Engländerin hat ein ernsthaftes Problem: Sie wird ständig am Steuer ohnmächtig! Angeblich soll S. bereits über 1.000 Fahrstunden absolviert und in den Jahren viele verschiedene Fahrlehrer gehabt haben. Doch ohne Erfolg. So wie bei diesem Mann aus Polen, der bereits 192-mal durch die Fahrprüfung gefallen ist und der nun keinen Fahrlehrer mehr findet, der ihn unterrichten will.

Ängstliche Frau am Steuer eines Autos (Symbolbild)
Eine Frau aus England hat trotz 1.000 Fahrstunden noch immer keinen Führerschein. (Symbolbild) © Andrey Popov/Imago

„Ich verstehe es nicht. Aber es ist wohl so, dass ich plötzlich so ängstlich und überwältigt von der Situation bin, dass mein Gehirn aussetzt und ich für ein paar Sekunden das Bewusstsein verliere“, erklärt die 47-Jährige gegenüber der britischen Boulevardzeitung „The Sun“. Besonders Kreisverkehre machen der zweifachen Mutter zu schaffen. „Immer wenn ich mich hinters Steuer setze, sage ich mir: Ich kann das. Aber ein paar Sekunden später könnte ich schon losheulen.“ (Studentin braucht mehrere Anläufe, um SUV auszuparken: „Bin ich dumm?“)

Trotz 1.000 Fahrstunden: Frau schafft Führerschein nicht – „verliere das Bewusstsein“

Angst vor dem Autofahren (Amaxophobie) betrifft mehr Menschen, als man denkt. Laut Forschern der Uni Würzburg soll Amaxophobie zu den drei am häufigsten vorkommenden Phobien zählen, gleich nach der Höhenangst (Akrophobie) und der Angst vor Spinnen (Arachnophobie). Betroffene berichten dann von Panikattacken, Herzrasen oder schwitzigen Händen, wenn sie am Steuer sitzen. In besonders schweren Fällen wird eine Psycho- bzw. Verhaltenstherapie empfohlen. Manchmal können schwere Unfall-Traumata die Ursache sein, doch oftmals bleiben die Gründe für die Fahrangst im Dunkeln.

Auch S. weiß nicht, warum sie solche Panik im Auto überfällt. Sie soll noch nie einen schlimmen Unfall gehabt haben, allerdings habe sie schon vieles versucht, auch eine Hypnose ausprobiert. Dort habe sie vom Hypnotiseur erfahren, dass sie in einem früheren Leben angeblich bei einem solchen Crash gestorben sein soll. Doch was es auch ist, die zweifache Mutter ist fest entschlossen, ihre Fahrangst zu überwinden und die Führerscheinprüfung eines Tages doch noch zu schaffen.

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