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Frau reist extra 800 km zur „einfachsten“ Fahrprüfung – und fällt durch

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Von: Bjarne Kommnick

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Um eine angeblich „leichtere“ Fahrprüfung zu absolvieren, ist eine Frau rund 800 Kilometer zum Prüfungsort gereist. Bestanden hat sie dennoch nicht.

Die Fahrschülerin Costance Kampfer aus London hat ihre erste Fahrprüfung nicht bestanden. So weit nichts Ungewöhnliches, immerhin fallen rund 40 Prozent aller Fahrschülerinnen und Fahrschüler bei ihrem ersten Versuch durch. Doch für ihren zweiten Versuch ist sie mehr als 800 Kilometer gereist, wie die britische Times zuvor berichtet hatte, nur um dann erneut durchzufallen. Dabei habe sie sich eigentlich eine leichtere Prüfung erhofft, weiß kreiszeitung.de.

StadtLondon
Fläche1.572 km²
Höhe11 m
Gegründet47 n. Chr

Höhere Erfolgschancen: Frau fährt 800 Kilometer für Fahrprüfung

800 Kilometer Anreise zur Fahrprüfung – denn in Großbritannien haben einige Regionen den Ruf, höhere Erfolgsquoten bei Fahrprüfungen zu haben. Also habe die bereits einmal durchgefallene Führerschein-Anwärterin sich für einen Prüfungsort entschieden, von dem es laut Internet heißt, man bekäme den Führerschein, den man laut Experten übrigens im Ausland zu Hause lassen soll, so leicht wie nur möglich. Ihr Zielort also: Isle of Mill vor der Westküste Schottlands, denn dort sollen 90 Prozent aller Fahrschülerinnen und Fahrschüler bestehen. Zudem gibt es im ganzen Ort nur einen Kreisel – perfekt, denn Führerschein-Anwärterin Kampfer habe eine „Angst“ vor Kreisverkehren entwickelt.

Frauenhände am Lenkrad
Eine Frau aus London ist über 800 Kilometer zu ihrer Fahrprüfung gereist – ohne Erfolg. (Symbolbild) © Mint Images/Imago

Zehn Stunden Fahrt zur Isle of Mill

„Eine schnelle Google-Suche verriet mir, wo ich hin musste, die Isle of Mill. Ich habe für den frühestmöglichen Termin Mitte Dezember gebucht“, so Kampfer. Die Fahrt auf die Isle of Mill habe insgesamt rund zehn Stunden gedauert, eine Strecke mit der Fähre inklusive. Als sie angekommen war, habe es jedoch zunächst ein Problem gegeben. Kein Fahrlehrer, der für die Prüfung infrage gekommen wäre, hätte ihr ein Auto bereitstellen können.

„Keiner war begeistert“: Fahrprüfer warnt Fahrschülerin vor Prüfungsreise

Im letzten Moment habe sie eine Frau gefunden, die in der Region wohnt, die ihr Auto für die Fahrschülerin zur Verfügung stellte: „Ich habe auf Facebook um Hilfe gefragt, woraufhin sich die örtliche Sanitäterin Mairi erbarmte und ihren blauen Mini anbot“. Immerhin macht sie es nicht, wie ein Fahrschüler aus Bremen, der selbst mit dem Auto zu seiner Fahrprüfung gefahren ist.

Auch das launische Wetter auf der Insel habe mitgespielt – entgegen vorheriger Unkenrufe: „Keiner der Fahrprüfer war von der Reise begeistert und jeder warnte mich vor einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass meine Prüfung bei schlechtem Wetter abgesagt werden müsste“. Doch an diesem Tag habe das Wetter der Fahrt keinen Strich durch die Rechnung gemacht.

„War fest entschlossen“: Fahrschülerin fährt 800 Kilometer für „leichte“ Fahrprüfung – und fällt durch

Einer Prüfung stand also nichts mehr im Weg: „Ich war fest entschlossen, meine Fahrprüfung beim zweiten Mal zu bestehen – ich musste einfach meine Chancen optimieren“. Doch all der Aufwand sollte sich nicht lohnen: Wieder scheiterte Kampfer an der Prüfung. Immerhin gab ihr der Prüfer noch gute Worte zur Aufmunterung mit auf den langen Heimweg: „Ich nenne es nicht gerne durchfallen – sehen sie es eher als nicht bestanden.“

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