Tesla senkt Preise auch in Deutschland – um bis zu 9.100 Euro
Erst purzelten die Preise für Tesla-Modelle in USA und China, jetzt können sich deutsche Kunden darüber freuen – wenn sie nicht gerade ein Fahrzeug gekauft haben.
Update vom 16. Januar 2023, 09:50 Uhr: Teslas Preissenkung in den USA war nur der Anfang einer globalen Aktion. Kurz darauf wurden die begehrten Elektroautos auch in China über Nacht deutlich günstiger, was frühere Käufer zu empörten Protesten in die Stores trieb. In Deutschland blieben derartigen Wut-Aufmärsche bislang aus – obwohl nun auch in Europa die Preise kräftig purzeln.
Bislang konnten Kauf-Interessenten auch hierzulande zwar schon einige fertige Autos günstiger abstauben, doch jetzt stehen teils stark gesenkte Preise offiziell im Konfigurator. Das Model 3 ist nun ab 43.990 Euro zu haben, also 6.000 Euro günstiger als noch vor ein paar Tagen. Das Model Y beginnt aktuell bei 44.890 Euro: ein Abschlag von heftigen 9.100 Euro. Bei den Long-Range- und Performance-Varianten fällt das Minus allerdings teils deutlich geringer aus.
Tesla senkt Preise auch in Deutschland – um bis zu 9.100 Euro
Als Gründe für die Senkung nach mehreren Preiserhöhungen nennt Tesla niedrigere Kosten durch Regionalisierung von Produktion und Lieferketten, sowie Optimierung der Konstruktions- und Herstellungsprozesse. Deutsche Hersteller werden nun unter Druck geraten, ihre Hochpreis-Strategie zu überdenken.
Erstmeldung vom 25. Dezember 2022, 12:51 Uhr: Der Umstieg auf Elektromobilität läuft auf vollen Touren. Vor allem jüngere Autofahrer und Käufer teurer Premiummarken treiben den Wechsel voran. Die Antwort auf eine Frage allerdings wird in den kommenden Jahren spannend: Wie gut verkaufen sich Stromer, wenn die Umweltprämie sinkt, oder später ganz ausläuft?

Tesla: Satte Rabatte in den USA – wegen Joe Biden
Während viele Elektro-Fans erklären, sich davon nicht beeinflussen zu lassen, befürchten manche Experten einen Einbruch des deutschen Marktes für Autos mit Akku. Die USA jedenfalls gehen auf Nummer sicher, und zahlen ab nächsten Jahr satte 7.500 Euro aus – statt einer Reduzierung wie hierzulande entspricht das einer Verdoppelung der Prämie.
Ein Detail dabei sorgt allerdings für Ärger mit europäischen Ländern: Die Batterien geförderter Autos müssen aus den USA stammen – weshalb im Tesla-Werk Grünheide nun wohl doch keine Akkuzellen produziert werden. Bis März nächsten Jahres hat die Regierung von Joe Biden diese Regelung aber ausgesetzt.
Tesla: Rabatte auch für einige deutsche Bestandsmodelle
Neidisch blicken deutsche Tesla-Fans nun wohl über den Atlantik: Dort sind die begehrten Stromer nach mehreren Preiserhöhungen ab sofort richtig günstig, das Model 3 ist dort für unter 40.000 Euro netto (ca. 37.500 Euro) zu bekommen. Denn bis im nächsten Jahr die volle Förderung greift, übernimmt Tesla die Preisdifferenz. Auch der Elektroauto-Pionier ist also zu Preisnachlässen bereit, um den Absatz zu stützen. Für deutsche Kunden gibt es aber immerhin 3.000 Euro Rabatt für einige Bestandsfahrzeuge des Model 3 und Model Y.