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Fliegendes E-Auto besteht Testflug – „Volar“ soll 2028 erhältlich sein

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Von: Bjarne Kommnick

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Das fliegende E-Auto „Volar“ geht auf Testflug. Bis zu 135 km/h schnell soll es bald schon sein – und Straßen in Zukunft überflüssig machen.

London – Nachdem bereits mit dem AirCar der ersteAuto-Flugzeug-Hybrid der Welt für den Luftverkehr zugelassen wurde, hat nun das britische Unternehmen Bellwether Industries ein Video von einem gelungenen Testflug des fliegenden Autos „Volar“ geteilt. Dabei handelt es sich um ein „Electric Vertical Take-Off and Landing Aircraft“, also ein elektrisches, vertikales Start- und Landefahrzeug (kurz: eVTOL). Das Unternehmen plant, mit dem neuen Fahrzeug den Straßenverkehr zu revolutionieren, die fliegenden E-Autos sollen die Patentlösung für Verkehrsüberlastung und Umweltverschmutzungen in den Städten sein. Das berichtet kreiszeitung.de.

Hauptstadt des Vereinigten Königreichs:London
Bevölkerung:8,982 Millionen
Fläche:1.572 km²
Höhe:11 m

Fliegendes E-Auto „Volar“ hebt ab – und absolviert erfolgreichen Testflug

Noch nicht einmal Landebahnen benötigt das „Volar“, denn die fliegenden Autos sollen problemlos von Dächern, Parkhäusern und aus Einfahrten heraus gestartet werden können. Das Ziel sei es, die Fahrzeuge auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen zu ermöglichen, denn laut Bellwether Industries können fliegende Autos die rollenden Pkws schon in wenigen Jahren ersetzen – und zwar nicht nur Verbrenner, sondern auch das E-Auto. Denn das fliegende Fahrzeug der Zukunft ist angetrieben von Elektroenergie.

Fliegendes Auto von Bellwether Industries auf Testflug.
Das britische Unternehmen Bellwether Industries teilt Bilder von Testflügen seines fliegenden Autos „Volar“. © Bellwether Industries

E-Auto geht steil: Das fliegende Fahrzeug soll den Verkehrskollaps verhindern

Bereits jetzt, so das Unternehmen, sei der Verkehr in vielen Städten völlig überlastet. Expertinnen und Experten rechneten damit, dass bereits 2050 ganze 70 Prozent aller Menschen weltweit in Städten leben werden. Bereits heute sind es nach Angeben der UN bereits 57 Prozent. Vielen Städten droht damit der Verkehrskollaps. Die Luft hingegen bietet hingegen noch echte Platzreserven. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen auch an der Entwicklung von fliegenden Autos arbeiten. Viele Unternehmen forschen auch an Wasserstoff-Motoren*, die das Ende des Verbrenners noch verhindern sollen.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Bellwether Industries: Fliegendes E-Auto bis 2028 markttauglich

Bei dem Testflug der „Volar“ handelt es sich noch um einen Prototyp des Fahrzeuges mit dem Namen „Antilope“. Bisher beschränke sich die Flughöhe deshalb nur auf etwa vier Meter, seine Höchstgeschwindigkeit soll zunächst höchstens 40 km/h betragen.

Wenn das Auto jedoch bis 2028 auf dem Markt erhältlich sein wird, wie es sich Bellwether Industries nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt hat, dann sollen die Leistungsdaten erheblich ausgeweitet sein. Demnach wird die „Volar“ wie ein gewöhnliches Auto Platz für vier bis fünf Personen bieten. Zudem soll die Flughöhe um ein vielfaches höher sein, das Unternehmen spricht von bis zu 1000 Metern. Seine Höchstgeschwindigkeit soll dann 135 km/h betragen, so Bellwether Industries.

Fliegende Autos: Noch keine Gesetze zur Regelung der „Flugerlaubnis“ für Himmelskreuzer

Einziger Haken: Selbst wenn das ausgereifte Modell der „Volar“ so hoch und so schnell fliegt, wie es das Unternehmen plant, werden eVTOLs womöglich noch nicht so bald am Stadthimmel zu sehen sein. Denn es steht die Frage im Raum, wie der Luftraum überhaupt gesetzlich geregelt werden könnte. Wie wird etwa die „Flugerlaubnis“ aussehen – und wie schwer wäre sie über eine entsprechende Flugprüfung zu erlangen? Und auch mit Verkehrsschildern dürfte es schwierig werden, dort gibt es bereits auf den Straßen große Probleme: Bundesverkehrsminister Volker Wissing erklärte, ein Tempolimit sei allein wegen Schildermangel in Deutschland nicht umzusetzen.

Entsprechende Gesetze für den alltäglichen Flugverkehr scheinen also noch in ferner Zukunft zu liegen. Selbst wenn fliegende Autos technisch schon in den nächsten Jahren markttauglich sein könnten, scheint das Thema noch nicht zur Politik durchgedrungen zu sein. Und die Kostenfrage für Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt auch beim fliegenden E-Auto weiter bestehen, denn immerhin ist Strom für Elektromobilität fast genauso teuer wie Diesel und Benzin. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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