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Polizei stoppt 300.000-Euro-Ferrari – weil Besitzer Versicherung nicht zahlt

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei einen 300.000-Euro-Ferrari aus dem Verkehr gezogen – der Besitzer hatte die Versicherung nicht bezahlt.

Langenfeld – Ein Ferrari ist für die meisten Autofans nach wie vor etwas ganz Besonderes – leisten können sich so einen Boliden allerdings die wenigsten. Manche bauen sich deshalb einfach eine Replika oder leihen sich ein Fahrzeug der Marke – was für einen 31-jährigen Euskirchener kürzlich allerdings nicht gut ausging. Zum exorbitanten Kaufpreis von Sportwagen in dieser Liga kommen zumeist auch gewaltige Unterhaltskosten, die so mancher vielleicht unterschätzt. In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei nun einen Ferrari aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Die Versicherung des 300.000-Euro-Boliden war nicht bezahlt.

Ein gelber Ferrari F8 Tributo
Dieser Ferrari F8 Tributo wurde von der Polizei gestoppt – die Versicherung war nicht bezahlt. © Polizei Mettmann

Polizei stoppt 300.000-Euro-Ferrari – weil Besitzer Versicherung nicht zahlt

In Langenfeld überprüften die Beamten einen gelben Ferrari F8 Tributo. Der Mittelmotor-Sportler ist der Nachfolger des Ferrari 488 und ging im Jahr 2019 an den Start. Sein V8 leistet 530 kW (720 PS) und beschleunigt den Hecktriebler in 2,9 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 Sachen. Natürlich hat so eine italienische Preziose ihren Preis: Laut Polizei hatte der Ferrari einen Wert von rund 300.000 Euro.

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Polizei stoppt 300.000-Euro-Ferrari – Bolide erstmals im Januar 2022 zugelassen

Wie die Polizei berichtet, hätten die Beamten bei der Kontrolle „erstaunt“ festgestellt, dass der Versicherungsschutz für das Ende Januar 2022 erstmals zugelassene Fahrzeug erloschen war. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte der 32-jährige Besitzer die monatlich fällige Versicherungssumme Ende März nicht bezahlt. Ohne Versicherung zu fahren ist grundsätzlich keine gute Idee, wenn es zu einem Unfall kommen sollte: Erst kürzlich hatte ein Mann seinen Ferrari 488 GTB nur drei Kilometer nach der Abfahrt vom Händler-Hof gecrasht. Und in Japan krachte ein Ferrari F12tdf in eine Mauer.

Polizei stoppt 300.000-Euro-Ferrari – Besitzer lässt ihn nach Hause abschleppen

Mit dieser Erkenntnis war die abendliche Fahrt des gelben Boliden beendet. Die Kennzeichen des Ferraris wurden laut Polizei an Ort und Stelle entstempelt, die Zulassungsbescheinigung sichergestellt. Jedoch war dem 32-jährigen Besitzer der Ort der Polizeikontrolle nicht sicher genug, um dort seinen F8 Tributo stehenzulassen. Er beauftragte einen Abschleppwagen – „auf eigene Kosten“, wie die Polizei betont – der seinen Ferrari zu ihm nach Hause transportierte.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Unter dem Facebook-Post der Polizei ließen Kommentare nicht lange auf sich warten: „Protzkarre fahren, aber keine Kohle für die Versicherung. Prioritäten an der falschen Stelle...“, befindet eine Schreiberin. Ein anderer User meint: „Ferrari und keine Kohle für die Versicherung, wie blöd ist das denn?“

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