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Ferraro oder Camari? So viel Geld brachte eine schräge Replika auf eBay

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Wie könnte eine Mischung aus einem Chevrolet Camaro und einem Ferrari heißen? Ferraro? Camari? Wie so ein Auto aussieht, hat nun eine eBay-Versteigerung gezeigt.

Richmond (USA) – Fast jeder Autofan träumt wohl von einem ganz speziellen Modell, das er einmal gerne in seiner Garage hätte. In vielen Fällen handelt es sich dabei um einen Supersportwagen aus der Liga von McLaren, Lamborghini oder Ferrari. Zumeist bleibt es aber leider beim Traum – schließlich ist nicht nur der Kaufpreis unerschwinglich hoch, sondern auch die exorbitanten Unterhaltskosten, die so mancher Über-Bolide verschlingt. Die Lösung: Den Traumwagen mieten. Oder: ihn nachbauen. In Richmond im US-Bundesstaat Texas ist nun eine ziemlich kuriose Replika versteigert worden. Aus einem Chevrolet Camaro wurde ein Ferrari – fragt sich nur: welcher? (Honda Civic als Lamborghini Aventador SVJ – dank indischem Umbau)

Ein Chevrolet Camaro mit einem Ferrari-Bodykit
Dieser kuriose Replika-Mix aus einem Ferrari und einem Chevrolet Camaro wurde nun bei eBay verkauft. © eBay (dominic355)

Ferraro oder Camari? So viel Geld brachte eine schräge Replika auf eBay

Laut der Beschreibung des eBay-Angebots (hier zu finden) handelt es sich um ein Bodykit namens K1 Evoluzione, das hier verbaut wurde. Dieses lehnt sich demnach nur an italienische Designideen an, basiert aber auf keinem konkreten Modell. Unter der Ferrari-roten Außenhaut steckt ein Chevrolet Camaro, Baujahr 1985. Gefühlt steckt aber mindestens noch ein Auto mit drin, zumindest scheint es so beim Anblick des Hecks: Denn dieses ähnelt weder einem Ferrari noch einem 1985er-Camaro, sondern einer Corvette C5 – bis auf das silberfarbene Ferrari-Logo mit dem sich aufbäumenden Pferd, versteht sich. (Mann baut Porsche Boxster zu 911 GT3 RS um – doch das Netz hat vor allem eine Frage)

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Ein Chevrolet Camaro mit einem Ferrari-Bodykit
Das Heck der Replika sieht – mal abgesehen vom Emblem – eher nach Corvette als nach Ferrari aus. © eBay (dominic355)

Die Front der Replika ist – mit etwas gutem Willen – eine Mischung aus Ferrari F40 und F50. Aber letztendlich erinnert sie wohl doch eher an das Fiat Coupé (gebaut von 1994 bis 2000). Zumindest bei den Felgen gibt es keine Zweifel: Die sind mehr oder weniger 1:1-Kopien von denen des Ferrari F40. (Ferrari 488 GTB Marke Eigenbau: Kopie fährt tatsächlich, obwohl sie ...)

Ferraro oder Camari? Sitze stammen aus einem Pontiac Firebird

Auch wenn kein konkretes Modell erkennbar ist – dass es sich um einen Ferrari handeln soll, macht der Umbau mehr als deutlich: An Ferrari-Emblemen wurde nicht gespart. Während diese an der Außenhaut noch einigermaßen „original“ wirken, sind die Logos im Innenraum ziemlich deplatziert: Vor allem das überdimensionale Emblem auf dem Lenkrad wirkt unfreiwillig komisch. Die Ledersitze stammen übrigens wieder aus einem anderen Fahrzeug: Hier diente ein 2000er Pontiac Firebird als Spender. Unter der Haube werkelt laut Beschreibung ein 5,7-Liter-V8-Motor – gekoppelt an ein Automatikgetriebe. (Ferrari Marke Eigenbau: Pärchen modelliert LaFerrari im Maßstab 1:1 aus Schnee)

Ein Blick ins Cockpit der Ferrari-Camaro-Replika
Im Innenraum der Replika sticht als Erstes das überdimensionierte Ferrari-Emblem auf dem Lenkrad ins Auge. © eBay (dominic355)

„Real Attention Getter“ („ein echter Hingucker“) steht in der Beschreibung des Autos im eBay-Angebot. Das ist mit Sicherheit nicht gelogen. Und tatsächlich hat das Fahrzeug am Ende jemand ersteigert – für immerhin 10.000 US-Dollar (rund 8.600 Euro). Ein echtes Schnäppchen also für einen Ferrari – oder zumindest so was Ähnliches.

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