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Autopapst Dudenhöffer will Verbrenner-Aus – so soll es gelingen

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Von: Simon Mones

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Die Kaufprämie für Elektroautos könnte bis Mitte des Jahrzehnts wegfallen. Ferdinand Dudenhöffer hat eine klare Vorstellung, wie es danach weitergehen soll.

Duisburg – Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für ein Elektroauto. Und auch die Hersteller haben sich längst entschieden, dem Verbrennungsmotor den Rücken zu kehren. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass sich viele Kunden auch wegen der hohen Kaufprämie von bis zu 9.000 Euro für ein Elektroauto entscheiden.

Diese wurde von der Ampel-Regierung zunächst bis Ende 2022 verlängert. Danach soll sie schrittweise gesenkt werden und könnte bis Mitte des Jahrzehnts Geschichte sein. Dabei ist die Kaufprämie für E-Autos so beliebt wie noch nie. Geht es nach dem als „Autopapst“ bekannten Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer (68), soll es auch danach einen Kaufanreiz geben. Dieser soll jedoch anders ausfallen als der Umweltbonus. Auch zum Thema Chipmangel gibt der Autoexperte eine Prognose.

Autopapst Dudenhöffer will Verbrenner-Aus – so soll es gelingen

Wie der „Spiegel“ berichtet, fordert der Direktor des CAR-Center Automotive Research stattdessen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für Benzin- und Dieselautos von 19 auf 26 Prozent. Die Zusatzsteuer würde laut Dudenhöffer durchschnittlich bei 2.500 Euro pro Auto mit Benzin- oder Dieselmotor liegen.

Ferdinand Dudenhöffer
Ferdinand Dudenhöffer fordert eine höhere Mehrwertsteuer für Verbrenner. (Symbolbild) © Bernd Thissen/dpa/Archivbild

So könnte der Wegfall der Kaufprämie für Elektroautos, der bei den Autobauern und Ladenetzbetreiber für ein „gesteigertes Investitionsrisiko“ sorgt, zumindest teilweise kompensiert werden. Hinzu kommt, dass die Stromer durch Fortschritte in der Akku-Technologie sowie das Verbrenner-Aus bei einigen Herstellern ohnehin billiger werden. Außerdem dürften Autos mit Diesel- oder Benzinmotor wegen der CO2-Steuer im Preis steigen.

Höhere Mehrwertsteuer für Verbrenner

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Benzin- und Dieselautos hätte zudem den Vorteil, dass diese nur für den Kauf neuer Verbrenner gelten würde. Wer also bereits einen Diesel oder Benziner fährt, bliebe von der Mehrwertsteuererhöhung unbetroffen.

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In anderen Ländern gibt es solche Ansätze bereits, so zahlen Käufer von Autos mit Verbrennungsmotor in Schweden seit 2018 in den ersten drei Jahren eine erhöhte jährliche Kfz-Steuer. In Deutschland ist eine solche Maßnahme jedoch nicht geplant, wie der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung zeigt.

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