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Vanderhall Brawley: Elektro-Geländewagen beherrscht „Panzer-Trick“

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Der Kleinserienhersteller Vanderhall will bald mit dem elektrischen Geländewagen Brawley auf Kundenfang gehen. Das Fahrzeug beherrscht einen „Panzer-Trick“.

Provo (USA) – Bisher hatte sich Kleinserienhersteller Vanderhall mit Sitz in Provo im US-Bundesstaat Utah insbesondere durch seine emotionalen Dreiräder wie Venice und Carmel einen Namen unter Auto- und Motorradfans gemacht. Jetzt legen die Amerikaner nach – mit dem elektrisch angetriebenen Brawley 4x4 Geländewagen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu dem ein oder anderen Jeep-Modell kann der neue Vanderhall Brawley kaum verhehlen und das liegt nicht allein an Rundscheinwerfern und Lamellenkühlergrill. Doch dadurch, dass sich die vier elektrisch angetriebenen Stollenreifen an den Ecken des Klettermaxen befinden und die Schürzen weit nach oben gezogen wurden, sieht der Brawley aus wie eine wuchtig zusammengestauchte Badewanne, wenn er sich durch Gehölz und Steppe presst.

Ein Vanderhall Brawley
Der Elektro-Geländewagen Vanderhall Brawley kann eine gewisse Ähnlichkeit zu einigen Jeep-Modellen kaum verhehlen. © Vanderhall

Vanderhall Brawley: Elektro-Geländewagen beherrscht „Panzer-Trick“

Mit einer Länge von gerade einmal 3,75 Metern bietet der Zweitürer aus den USA im Innern dabei Platz für bis zu vier Insassen. Für den Antrieb sorgen vier einzeln angesteuerte Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse, die zusammen 295 kW / 404 PS und ein maximales Drehmoment von 690 Nm generieren. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen zwei Akkupaketen mit 40 und 60 kWh, die in der Mitte des Fahrzeugs verbaut Reichweiten von bis zu 320 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp ermöglichen sollen. Mit dem optionalen Schnellladesystem erstarkt das große Akkupaket in knapp einer Stunde wieder auf 80 Prozent. (Jeep Grand Cherokee: Erste Fahrt mit dem neuen SUV aus Amerika)

Vanderhall Brawley: Dach lässt sich mit wenigen Handgriffen abnehmen

Für den harten Einsatz im Gelände lässt sich die Kabine komplett gegen Staub und Sand abdichten. Im Innenraum gibt es vier beheizte Einzelsitze, Klimaanlage und ein betont puristisches Cockpit ohne Airbags. Statt der mittlerweile üblichen Großdisplays bietet das Elektromodell zwei große und eine kleine Runduhr hinter dem griffigen Lederlenkrad. Ansonsten blicken die Insassen allein auf eine schmale Schalterbatterie in der Mitte der Armaturentafel sowie Ablage- und Handschuhfach. Der Radstand: 2,86 Meter – beachtlich für einen nur 3,75 Meter langen Offroader. Das Dach lässt sich, wenn gewünscht, mit wenigen Griffen abnehmen. Auf Wunsch ist der Brawley mit Scheibenwischern, Heizung, Klimaanlage oder Soundsystem unterwegs, doch wer will bekommt ein Minimalpaket ohne jeglichen Komfort und puristischen Allradgenuss im Gelände. (Mercedes-Maybach G 650 Landaulet steht zum Verkauf – zu einem atemberaubenden Preis)

Blick in den Innenraum eines Vanderhall Brawley
Im Innenraum des Vanderhall Brawley dürfen die Passagiere auf vier beheizbaren Einzelsitzen Platz nehmen. © Vanderhall

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Vanderhall Brawley: 46 Zentimeter Bodenfreiheit

Gerade abseits befestigter Wege gibt es für den Brawley kein Halten mehr, denn die bis zu 35 Zoll großen Stollenreifen begrenzen das ungewöhnliche Elektromobil nach vorne und hinten in der Länge ohne weiteren Überhang. Sein Federweg ist mit 56 Zentimetern gewaltig, wobei der Pilot am Steuer bis zu einer Geschwindigkeit von 15 km/h je nach Untergrund zwischen den vier Offroadmodi Ecrab, Esteer, Etank und Ecrawl wählen kann. So kann sich der Allradler wie eine Krabbe leicht seitlich bewegen oder im harten Gelände klettern und kompakt kreisen. (Ford Bronco im Test: So fährt sich der Jeep-Wrangler-Herausforderer)

Besonders spektakulär ist jedoch der sogenannte Etank-Modus, bei dem sich die Räder auf der linken und rechten Seite des Fahrzeugs wie bei einem Panzer die Ketten gegenläufig drehen und so nahezu auf der Stelle gedreht werden kann. Hilfreich, wenn Stollenreifen, Bypass-Stoßdämpfer und Bodenfreiheit von 46 Zentimetern einmal nicht ausreichen sollten, um weiterzukommen. In den USA starten die Preise für den Vanderhall Brawley aktuell bei 34.950 US-Dollar. Reservierungen werden bereits ab 100 Dollar angenommen. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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