„Ich liebe Geschwindigkeit“

US-Präsident Joe Biden und seine Autos: Ausgerechnet mit einem Mercedes 190 SL hatte er Pech

  • Sebastian Oppenheimer
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Die Autos, die US-Präsident Joe Biden (78) in seinem Leben besaß, waren natürlich allesamt US-Fabrikate – bis auf eines: Doch ausgerechnet sein Mercedes machte Probleme.

Washington – Dass der 46. US-Präsident Joe Biden ein echter Autonarr ist, zeigt ein Interview mit US-Talkmaster Jay Leno (70) für dessen Sendung „Jay Leno’s Garage“ aus dem Jahr 2016: „Ich habe es immer geliebt, Auto zu fahren“, sagt der damalige Vize-Präsident darin. „Ich liebe Geschwindigkeit!“ Einem ganz besonderen Auto hält der 78-Jährige bis heute die Treue: einer Chevrolet Corvette Stingray. Das elegant-muskulöse Cabrio der Generation C2 in Goodwood-Grün stammt aus dem Jahr 1967. Der klassische US-Sportwagen mit dem 350 PS starken 5,4-Liter-V8-Motor und Viergang-Handschaltung war ein Geschenk seines Vaters zu seiner Hochzeit. Allerdings ist Joe Biden jemand, der Autos nicht nur stehenderweise in der Garage sammelt, wie das sehenswerte Video mit Jay Leno zeigt – mit seiner 1967er-Corvette brettert er nämlich mit quietschenden Reifen los. Als US-Präsident darf Joe Biden allerdings nicht mehr hinter das Steuer seiner Corvette – er hat ein Fahrverbot.

US-Präsident Joe Biden und seine Autos: Ausgerechnet mit einem Mercedes hatte er Pech

Seine Liebe zu Autos kommt nicht von ungefähr: Der Vater von Joe Biden arbeitete nämlich als Verkäufer bei verschiedenen Autohändlern: Zumeist bei General-Motors-Niederlassungen, aber auch ein Chrysler- und ein Ford-Händler waren dabei. Wie der heutige US-Präsident vor vielen Jahren einmal in einem Interview mit dem Magazin „Car and Driver“ verriet, habe er deshalb zu seinem Abschlussball mit einem Chrysler 300D fahren können. Selbst gekauft habe er sich unter anderem einen 1951er Studebaker. Später habe er sich einen ein knallrotes 1952er Plymouth-Cabriolet mit einer geteilten Windschutzscheibe gekauft, „wahrscheinlich mein Lieblingsauto“. Auch einen 1956er Chevrolet Bel Air hatte Joe Biden schon mal in seinem Besitz. („The Beast“ befördert jetzt Joe Biden: „Cadillac One“ des US-Präsidenten ist eine rollende Festung)

US-Präsident Joe Biden besaß mal einen Mercedes 190 SL – zufrieden war er damit offenbar nicht. (Symbolbild)

US-Präsident Joe Biden und seine Autos: In seiner College-Zeit kaufte er einen Mercedes 190 SL

In jenem Interview verrät Joe Biden aber nicht nur, dass er Cabrios liebt, sondern auch, dass er sich mal ein deutsches Fabrikat gönnte: einen gebrauchten Mercedes 190 SL. Der Mercedes-Benz mit der internen Bezeichnung W 121 B II wurde von 1955 bis 1963 gebaut, der heutige US-Präsident kaufte sich das Fahrzeug in seiner College-Zeit. Allerdings ist das Baujahr des Mercedes unbekannt und auch die Frage, wie lange er das Auto in seinem Besitz hatte – oder ob es möglicherweise immer noch in seiner Garage steht. Offenbar scheint er mit seinem Mercedes 190 SL jedoch nicht wirklich zufrieden gewesen zu sein: Wie er bemängelt, hätten die Solex-Vergaser des Sportwagens nie funktioniert. Allerdings hatte der Mercedes 190 SL auch schon satte 100.000 Meilen (umgerechnet rund 160.000 Kilometer) auf dem Buckel, als er ihn kaufte. (Joe Biden zeigt seine 67er Corvette Stingray – hat er Insiderwissen über eine E-Corvette?)

Dass Joe Biden „Benzin im Blut“ hat, ist nur im übertragenen Sinne korrekt. Denn der US-Präsident gilt als Treiber der Elektromobilität. So hat er unter anderem beschlossen, die gesamte US-Bundesflotte durch Elektroautos zu ersetzen. Laut dem Flottenreport der US-Regierung waren das im Jahr 2019 rund 645.000 Fahrzeuge. Bis wann diese Umstellung gelingen soll, ist noch unklar. VW-Chef Herbert Diess (62) hat dies in einem Tweet begrüßt, der hier zu finden ist: „Gute Entscheidung und gutes Timing“, schreibt der VW-Boss. Volkswagen sei bereit zu liefern. Man starte eine E-Offensive in den USA. Die Frage ist aber, ob der US-Präsident bei seiner Strategie nicht lieber auf heimische Marken setzt – so wie bei seinem privaten Fuhrpark.

Rubriklistenbild: © Daimler AG / dpa/AP/Evan Vucci

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