Ritt auf der Kanonenkugel

Tesla Roadster: Dank Raketenantrieb in unter 1,9 Sekunden von null auf 60 Meilen!

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Der Tesla Roadster ist wohl eine der am heißesten erwarteten Kreationen von Elon Musk. Kein Wunder bei den Ankündigungen zum Auto. Höchstens 2,1 Sekunden soll die SpaceX-Version mit Raketenantrieb brauchen, um Tempo 100 zu erreichen.

  • Der Tesla Roadster war ursprünglich für 2020 angekündigt
  • Tesla will sich aber zunächst auf den Cybertruck konzentrieren
  • Der Roadster soll nun 2022 in zwei Versionen auf den Markt kommen – mit und ohne Raketenantrieb

Palo Alto, Kalifornien (USA) – ja, ganz richtig gelesen: Raketenantrieb. Eines ist sicher: Die Technik und das Know-How hat Tesla, das hat Elon Musks andere Firma, SpaceX bereits bewiesen. Man kann vom exzentrischen Tesla-Besitzer Elon Musk (49) halten, was man will, aber seine Firmen produziert aufregende Produkte und Tesla hat viel Schwung in die Entwicklung der Automobilwelt gebracht. Und der Tesla Roadster ist wohl eine der am heißesten erwarteten Kreationen des amerikanischen Autobauers.

Elon Musk behauptet, dass der neue Roadster binnen 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h (62 Meilen pro Stunde) und in 1,9 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen kann. Damit wäre er schneller als ein ein Bugatti Chiron oder ein McLaren 765LT. Der Tesla Roadster wäre dann auch eine echte Konkurrenz für den Elektro-Supersportwagen Aspark Owl, der derzeit mit genau 1,9 Sekunden auf Tempo 100 (62 Meilen) den Rekord hält.

Tesla
SitzPalo Alto, Kalifornien (USA)
Gründung2003
ChefElon Musk (CEO)
Bekannte ModelleModel S, Model 3, Model X
Verkaufte Fahrzeuge 2019368.000

Elon Musk fügte jedoch schnell hinzu, dass die 2017 angekündigten, verrückten Spezifikationen für das neue Hypercar nur „die Basisspezifikationen“ sind. Er erklärte, Tesla plane ein „SpaceX-Paket“ mit Raketenantrieb für den Roadster. Dem amerikanischen Talkmaster Jay Leno sagte er: „Wir werden komprimierte Luft nutzen – es ist eine Kaltgas-Schubdüse. Die Haupt-Düse wird hinter dem Nummernschild verborgen sein. Zum Beschleunigen senkt sich das Nummernschild ab. Es ist wie bei James Bond!“ Was zunächst wie ein Witz klang, ist aber keiner. Der CEO machte schnell klar, dass Tesla absolut vorhat, das Feature in Produktion zu bringen. (Tesla: Für 1,4 Millionen Euro: Deutscher bestellt aus Versehen 27 Tesla Model 3)

Tesloa Roadster: Düsenantrieb aus der Raumfahrt

Musk twitterte über das Projekt: „Das SpaceX Optionspaket für den neuen Tesla Roadster wird zehn kleine Raketentriebwerke enthalten, die nahtlos um das Auto herum angeordnet sind. Die Raketentriebwerke werden die Beschleunigung, die Höchstgeschwindigkeit, das Bremsen und das Kurvenverhalten drastisch verbessern Vielleicht werden sie einem Tesla sogar ermöglichen, zu fliegen ...“

Wie total verrückt und „sci-fi-mäßig“ das klingt, weiß Elon Musk ganz genau – wie dieser Tweet zeigt: „Der neue Roadster wird tatsächlich etwas in dieser Art machen.“

Tesla Roadster: Wie schnell wird er auf Tempo 100 beschleunigen?

Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, wie viel schneller als 1,9 Sekunden bis 60 Meilen pro Stunde der neue Tesla Roadster mit dem SpaceX-Paket sein könnte, aber die Vermutungen liegen bei unfassbaren 1,1 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde. Wie das aussehen könnte, hat jetzt ein Twitter-User gezeigt.

Das Rendering stammt vom CGI-Künstler Slave Popovsky und sieht schon ganz gut aus. Nur die Düsen würden wohl in der Realität keinen so schönen Schweif hinter sich herziehen. Spekulationen befassen sich auch mit der Idee, ob der Tesla nach oben gerichtete Schubdüsen für mehr Anpressdruck bekommen könnte. Der japanische Elektro-Supersportwagen Aspark Owl macht aber vor, dass es zumindest bei 1,69 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde auch ohne geht:

Was wir bereits wissen: Der Tesla Roadster bekommt drei Elektromotoren, zwei an der Hinter- und einen an der Vorderachse. Allradantrieb ist Standard und die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 400 km/h liegen. Elon Musk wies inzwischen darauf hin, dass sich das neue Roadster-Programm von Tesla verzögert, da man aktuell dem Cybertruck Priorität gibt. Der Tesla Roadster ist demnach wohl für 2022 zu erwarten. Schon die Basisversion soll bei Preisen zwischen 200.000 und 230.000 Euro losgehen. Und High-Tech-Düsen aus der Raumfahrttechnik schreien geradezu nach einem saftigen Aufpreis. Unklar ist, ob der Roadster mit Raketenantrieb in Deutschland eine Straßenzulassung erhält. Gut möglich, dass er zumindest hierzulande nur als reines Rennstrecken-Fahrzeug verwendbar sein wird.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Tesla/Tesla/dpa

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