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Rimac Nevera vorgestellt: Elektro-Bolide überzeugt mit gigantischer PS-Power

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Von: Christian Schulz

Der Rimac Nevera mit geöffneten Scherentüren von rechts vorne

Was für ein Geschoss: Der Rimac Nevera beeindruckt auf ganzer Linie – nicht nur aufgrund seiner Scherentüren. © Rimac Nevera

Drei Jahre nach dem Concept_Two oder auch C_Two stellt Mate Rimac die Serienversion seines neuen Elektro-Supersportlers vor: Der Rimac Nevera beeindruckt durch gigantische PS-Power und Geschwindigkeit.

Zagreb (Kroatien) – Der kroatische Elektro-Tüftler Mate Rimac und sein Sportwagenhersteller und Porsche-Entwicklungspartner Rimac Automobili mit Sitz in Sveta Nedelja bei Zagreb haben die Serienversion des 2018 vorgestellten Concept_Two (oder kurz: C_Two) enthüllt. Der Rimac Nevera unterscheidet sich nur in Details von der Studie. Vor allem an der Aerodynamik wurde gefeilt, was für mehr Effizienz sowie noch größeren Abtrieb sorgt. (Mate Rimac: Darum gilt der 33-jährige Kroate als europäischer Elon Musk)

Rimac Nevera vorgestellt: Balkan-Bolide überzeugt mit fulminanter PS-Power

Wie bereits das Konzept-Fahrzeug wird auch der Nevera von vier E-Motoren mit 1.914 PS (1.408 kW) und 2.360 (!) Newtonmeter Drehmoment angetrieben. Der Sprint auf 100 km/h dauert lediglich 1,85 Sekunden, Tempo 300 fällt schon nach 9,3 Sekunden – und maximal werden irre 412 km/h erreicht. (Fast 2.000 PS starker Rimac C_Two: Elektro-Hypersportwagen schafft irres Tempo)

Der Rimac Nevera von rechts hinten

Die vier E-Motoren des Rimac Nevera katapultieren den elektrischen Supersportler in 1,85 Sekunden von 0 auf 100 km/h. © Rimac

Die H-förmig im Carbon-Chassis integrierte 120-kWh-Batterie dient als struktureller Bestandteil des Supersportwagens. Der Akku des Rimac Nivera soll bis zu 550 Kilometer Reichweite erlauben. Als maximale Ladeleistung geben die Kroaten 500 kW an. (Rimac C_Two: Prototyp im Duell mit Porsche Taycan S – das Ergebnis überrascht)

Rimac Nevera vorgestellt: Verschiedene Fahrprogramme und individuelles Interieur

Pro Rad kommt ein eigener Motor zum Einsatz, was ein dynamisches Torque Vectoring (dt.: Drehmomentverteilung) erlauben soll. Antriebseinflüsse auf die Lenkung bleiben auch dank Steer-by-Wire-System aus. Für bessere Kontrolle sorgen außerdem elektrisch verstellbare Dämpfer und großdimensionierte Karbon-Keramik-Bremsen. Der Fahrer kann zwischen verschiedenen Fahrprogrammen wie Sport, Track, Drift oder Comfort wählen. Der Rimac Nevera soll damit sowohl im Rennstreckeneinsatz als auch als komfortables Elektroauto für die Langstrecke nutzbar sein. (Pininfarina Battista: So lief unsere Mitfahrt im „schnellsten italienischen Auto“)

Der Innenraum des Rimac Nevera

Sportlich und wohnlich zugleich: der elegante Innenraum des Rimac Nevera mit individuellem Interieur. © Rimac

Grundsätzlich bietet Rimac die drei Interieurs Timeless, Signature und GT an. Bilder vom Innenraum zeigen ein großflächig beledertes sowie stark digitalisiertes Innenleben, das sowohl betont sportlich wie auch wohnlich-komfortabel eingerichtet ist. Rimac will seinen Kunden viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des rund 2 Millionen Euro teuren Superportwagens geben. Entsprechend dürfte jedes der lediglich 150 geplanten Exemplare ein Unikat werden. (Ferrari 812 Competizione begeistert: Supersportwagen megaschnell auf Tempo 200)

Rimac Nevera vorgestellt: Der stürmische Name des Supersportlers ist Programm

Nevera, auch Neverin, ist eine kroatische Bezeichnung für äußerst schwere Stürme aus westlicher Richtung, von denen die Nordostküste der Adria heimgesucht wird. Eine Nevera ist ein schlagartig einsetzender thermischer Gewitter-Wirbelsturm mit Windböen bis Orkanstärke. Sie kommt immer aus Richtung des offenen Meeres, ist nicht vorhersagbar und dauert stets nur etwa 15 bis 45 Minuten – hat aber eine ungewöhnlich große Kraft und Wucht. So gesehen ist der Name der Serienversion von Mate Rimacs Hochleistungs-E-Boliden auf jeden Fall Programm. (Lamborghini noch mal mit V12-Motor – doch dessen Tage sind gezählt) (Mit Material von SP-X)

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