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Morgan Plus Four CX-T fürs Gelände – funktioniert das?

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Von: Marcus Efler

Die britische Roadster-Manufaktur Morgan bringt tatsächlich einen Offroader. Doch das ist gar nicht so verrückt, wie es auf Anhieb klingt.

Malvern (Großbritannien) – Lamborghini hat es getan, Porsche und Maserati sowieso und selbst Ferrari steht kurz davor: Alle Sportwagen-Marken nehmen SUV in ihre Modellprogramme auf. Nicht mal die Engländer, das Volk der Racer, bleiben standhaft, denn McLaren plant einen Offroader. Und jetzt sogar Morgan. Richtig: Diese kleine Roadster-Manufaktur, die in Handarbeit jene archaischen, offenen Sportwagen fertigt, die wie geschaffen dafür sind, eine Handbreit überm Asphalt über die kurvigen Landstraßen der englischen Midlands zu kacheln. Und eigentlich auch nur dafür. Oder geht vielleicht doch mehr? (McLaren Elva im Test: Der Bolide hat weder Dach noch Windschutzscheibe – aber 815 PS)

Morgan Plus Four CX-T fürs Gelände – funktioniert das?

So ganz neu ist die Idee eines Morgan, der auch abseits befestigter Straßen flott vorankommt, keineswegs: Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden diese Autos auch immer wieder bei harten Trail-Fahrten und Rennen quer durchs Land gescheucht. Schlamm, Wasserdurchfahrten und Bergpisten gehörten zum Standardprogramm. Wiederbeleben soll dieses historische Erbe nun der Morgan Plus Four CX-T. Hilfestellung kommt dabei von Rally Raid UK, die sich seit Jahren einen Namen mit der Entwicklung und Umsetzung von Offroadern für die Rallye Dakar einen Namen gemacht haben und auch die Aufrüstung des normalen Morgan Plus Four übernehmen. (Acht Autos mit Verbrenner haben das Zeug zum Klassiker – zwei Risiken bleiben)

Morgan Plus Four CX-T von seitlich hinten
Auffällig: die beiden Reservereifen im Heck des Morgan Plus Four CX-T © Morgan

Morgan Plus Four CX-T fürs Gelände – Offroader hat sogar Bodenfreiheit

Im Unterschied zu diesem bekam der Plus Four CX-T umfangreiche Karosserieversteifungen nebst Gitterrohrrahmen, eine rustikale Feder-Dämpfer-Kombination sowie einen mehrteiligen Unterfahrschutz, um das Fahrzeug gegen Beschädigungen durch Steine und Felsen zu schützen. Eine Bodenfreiheit von 23 Zentimetern garantiert, dass der Doppelsitzer über die meisten Gegenstände hinwegkrabbelt. Für den rechten Vortrieb im Gelände sorgt dazu ein Sperrdifferential aus BMW-Modellen. Die drei verschiedenen Fahrprogramme regeln dabei den Kraftfluss zu den beiden Hinterrädern mit einer Sperrwirkung von null bis zu 100 Prozent mit gleichmäßiger Verteilung der Antriebskräfte. Der Motor, ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbo von BMW mit 255 PS, wurde dagegen nicht verändert. Die Fahrleistungen des nur 1.009 Kilo leichten Basismodells dürften also bleiben: In weniger als fünf Sekunden beschleunigt es auf Tempo 100 und erreicht 240 km/h Spitzentempo. Wahlweise gibt es eine Fünfgang-Handschaltung oder eine Achtgang-Automatik von ZF, die den Normverbrauch auf 7,0 Liter auf 100 Kilometern reduziert. (Ford Bronco im Test: So fährt sich der würdige Gegner des Jeep Wrangler)

 Morgan Plus Four CX-T, fahrend
Robuster Brite: Der Morgan Plus Four CX-T. © Morgan

Morgan Plus Four CX-T fürs Gelände – Interessenten müssen sich beeilen

Darüber hinaus bekommt der Morgan Plus Four CX-T dank zusätzlicher Aluminium-Boxen, zwei Ersatzrädern im Heck und verschiedener Halterungen rundum auch optisch einen völlig anderen Charakter. Am Schutzrahmen können zudem Freizeit- und Ausrüstungsgegenstände befestigt werden. Auch im Innern gibt es zahlreiche Ablage- und Befestigungsmöglichkeiten für Kameras, Smartphones, GPS-Navigation oder andere Gegenstände, die sich in einem knapp geschnittenen Morgan sonst nur schwer unterbringen lassen. Wer sich für den ungewöhnlichen Spaßmacher interessiert, muss allerdings schnell sein: Morgan legt vom Plus Four CX-T für 170.000 Britische Pfund (ca. 200.000 Euro) vorerst nur eine Kleinserie von acht Fahrzeugen auf. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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