Futuristischer Stromer

MG Cyberster Concept: Ausdauernder Elektro-Roadster –Studie will Mega-Reichweite schaffen

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Wer neu ist auf dem europäischen Automarkt – der sollte besser selbstbewusst auftreten. Helfen können dabei Konzeptautos wie der Cyberster von MG – mit beeindruckender Reichweite.

Shanghai – Eine etwas in Vergessenheit geratene Marke wieder aufzupolieren, ist nicht ganz einfach – doch genau vor dieser Herausforderung steht MG. Die glanzvollen Jahre der Marke, die einst vor allem für ihre Roadster bekannt war, liegen schon einige Jahrzehnte zurück. Seit 2005 ist sie in chinesischer Hand und wird inzwischen vom SAIC-Konzern geführt. Schon länger hat man von MG kaum noch etwas gehört – die neueren Modelle, die unter chinesischer Aufsicht entstanden, wurden vor allem in Großbritannien vertrieben. Doch der Hersteller will auch in Deutschland Marktanteile gewinnen: Auf der Internetseite ist bereits das SUV MG ZS EV ab 22.420 Euro im Angebot. Und demnächst will MG mit dem Marvel R ein weiteres SUV ins Verkaufsprogramm nehmen und hat außerdem unter der Bezeichnung MG5 den ersten elektrischen Kombi angekündigt. Doch diese Fahrzeuge sind optisch eher Alltagskost – deshalb hat MG nun die Studie eines dynamischen E-Roadsters präsentiert.

Am der E-Roadster-Studie MG Cyberster stechen vor allem die extrem kurzen Karosserieüberhänge ins Auge.

MG Cyberster Concept: Ausdauernder Elektro-Roadster –Studie will Mega-Reichweite schaffen

Mit der knackig proportionierten E-Roadster-Studie Cyberster will die Marke ihr Image auf ein neues Level heben und zudem ihre ambitionierten Expansionspläne für Festlandeuropa unterstreichen. Optisch ist das Fahrzeug jedenfalls ein echter Hingucker, ins Auge stechen vor allem die extrem kurzen Karosserieüberhänge. Die Studie soll an den klassischen MGB-Roadster erinnern, der ab 1962 gebaut wurde – und sozusagen dessen Essenz in die Moderne übertragen. Die Front sowie die Seiten des Cyberster ziert ein weißes LED-Band, auch das MG-Logo ist beleuchtet. Statt normaler Türen hat das Konzeptfahrzeug Scherentüren verbaut. (Ford Mustang Mach-E steht still: Software-Fehler macht E-Auto unbrauchbar)

Die Heckleuchten des MG Cyberster Concept sollen an das britische Erbe der Marke erinnern.

MG Cyberster Concept: Das eckige Lenkrad erinnert an das von Formel-1-Fahrzeugen

Die Heckleuchten des rein elektrisch angetriebenen Sportwagens sollen mit einem stilisierten Union Jack an das britische Erbe der Marke MG erinnern – in einem Video des Herstellers wirkt es jedoch vielmehr so, als würde jeweils ein Pfeil nach links und einer nach rechts zeigen und so auf die Breite des Autos hinweisen. Analoge Instrumente gibt es in dem futuristischen gestalteten Auto nicht mehr, der Fahrer blickt auf ein gebogenes Display. Das eckige Lenkrad erinnert an das von Formel-1-Fahrzeugen. (Tesla Roadster: Elon Musk will E-Auto schweben lassen – mit Raketen-Power von SpaceX)

Der MG Cyberster Concept ist ein Zweisitzer. Die Sitzpolsterung sieht von oben aus wie das Symbol eines E-Mail-Programms.

MG Cyberster Concept: Von 0 auf Tempo 100 in unter drei Sekunden

Details zum rein batterieelektrischen Antrieb wurden bislang nicht genannt, doch soll der Zweisitzer weniger als drei Sekunden für den Tempo-100-Sprint brauchen und mit einer Akkuladung rund 800 Kilometer weit kommen. Darüber, ob es der MG Cyberster tatsächlich in die Serienproduktion schaffen wird, gibt es bislang noch keine Informationen – dementsprechend wurde auch noch kein möglicher Preis genannt. Auch sonst gibt es noch wenig Details, außer, dass das Auto dank 5G-Anbindung viele interaktive Hightech-Features enthalten soll.

Rubriklistenbild: © MG

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