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Mercedes zeigt spektakuläres Maybach-Showcar – mit einem Haken

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Was für ein Concept-Car! Mercedes hat die Studie eines zweisitzigen Elektro-Offroad-Coupés präsentiert. Doch beim Project Maybach gibt es einen Haken.

Miami/Stuttgart – Der frühe Tod von Virgil Abloh († 41) versetzte die Modewelt in Trauer – nun hat Mercedes eines der letzten Projekte enthüllt, an dem der Louis-Vuitton-Designer mitgearbeitet hat: ein spektakuläres Showcar namens Project Maybach. Nicht nur die Gestaltung des Äußeren, sondern speziell auch das Design des Innenraums lässt den Betrachter dieses fast sechs Meter langen Gefährts – das eigentlich mehr Kunstwerk als Auto ist – staunen. Einen Haken hat das irre Concept-Car allerdings. (Mercedes-Maybach G 650 Landaulet steht zum Verkauf – zu einem atemberaubenden Preis)

Das Concept-Car Project Maybach
Beim Concept-Car Project Maybach arbeitete Mercedes mit dem jüngst verstorbenen Louis-Vuitton-Designer Virgil Abloh zusammen. © Mercedes-Benz

Mercedes zeigt spektakuläres Maybach-Showcar – mit einem Haken

Der Name „Maybach“ ruft bei Mercedes nicht nur gute Erinnerungen hervor. Der Versuch, Anfang der 2000er-Jahre die Marke mit einem eigenständigen Modell wieder auferstehen zu lassen, endete als Flop: 2012 wurde die Fertigung der Modelle Maybach 57 und 62 ohne Nachfolger eingestellt. Inzwischen ist der Name Maybach eine Art Top-Ausstattungsvariante von Mercedes – unter anderem für die S-Klasse. Auch das SUV GLS ist mittlerweile als Maybach-Version erhältlich.

Mercedes zeigt spektakuläres Maybach-Showcar – Rallye-Scheinwerfer auf dem Dach

Doch so unkonventionell wie das nun in Miami präsentierte Showcar kam wohl noch kein Maybach daher. Gestaltet wurde das Fahrzeug in Zusammenarbeit von Daimler-Chefdesigner Gorden Wagener (53) und Virgil Abloh. Schon das Basis-Konzept ist dabei ziemlich ungewöhnlich: ein zweisitziges Elektro-Offroad-Coupé. Besonders untypisch für ein Luxus-Coupé: Scheinwerfer oberhalb der Frontscheibe, die man eher von Rallye-Fahrzeugen kennt. Kurios wirkt an dem edlen Gefährt auch der rustikale Kuhfänger, an dem ebenfalls ein Scheinwerfer-Quartett platziert wurde. (Maybach-Kit für Mercedes E-Klasse: Kurioser Netzfund aus China)

Das Concept-Car Project Maybach
Die Studie Project Maybach trägt genietete Radläufe – so etwas kennt man eigentlich eher von Tuning-Fahrzeugen. © Mercedes-Benz

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Mercedes zeigt spektakuläres Maybach-Showcar – mit genieteten Kotflügelverbreiterungen

Während mit einer Zweifarb-Lackierung bei Fahrzeugen zumeist ein oberer Teil von einem unteren abgesetzt wird, verhält es sich beim Project Maybach etwas anders: Front, Haube sowie das Heck sind in Schwarz gehalten, während die Seiten des Coupés in Beige lackiert wurden. Die genieteten Kotflügelverbreiterungen kennt man eigentlich eher von Tunern, wie beispielsweise Liberty Walk.

Blick in den Innenraum der Studie Project Maybach
Mysteriös: Neben dem Fahrersitz hat die Project-Maybach-Studie ein hinter Glas liegendes Beil verbaut. © Mercedes-Benz

Mercedes zeigt spektakuläres Maybach-Showcar – Designer-Sessel als Fahrersitz

Mehr Wohnzimmer als Auto ist der Innenraum. Der Fahrersitz unter dem Glaskuppel-Dach gleicht eher einem Designer-Ohrensessel als bekanntem Fahrzeug-Gestühl. Kurios: Mehr oder weniger im Türrahmen befindet sich hinter Glas eine Art Maybach-Beil. „Nur im Notfall benutzen“, ist darauf zu lesen. Ob das Werkzeug möglicherweise dafür gedacht ist, schlecht designte Gegenstände zu zertrümmern, ist allerdings nicht bekannt.

Untypisch für ein Auto: Statt eines üblichen Drei-Punkt-Sicherheitsgurts, gibt es im Project Maybach lediglich einen Beckengurt – und hinter dem Lenkrad sind keinerlei Instrumente zu erkennen. Dies sind nur zwei Hinweise, die auf den Haken bei der Studie hindeuten: Sie hat keinerlei Serienchancen. Auf Wunsch der Familie von Virgil Abloh wird das Concept Car nun im Rubell Museum in Miami ausgestellt.

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