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Gepanzerte Limousinen: So geschützt fahren Trump, Putin, Merkel & Co. in ihren Autos

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Von: Jan Schmidt

Donald Trump grüßt vom Rücksitz seiner Staats-Limousine
Donald Trump hinter dem dicken Panzerglas seines Cadillac One. © Ramiro Agustin Vargas Tabares/dpa

Donald Trump fuhr Cadillac DTS, Wladimir Putin hat extra den Aurus Senat entwickeln lassen. Boris Johnson steht ein Spezial-Jaguar zur Verfügung und Angela Merkel lässt sich im Audi A8 chauffieren.

München – Staatskarossen müssen nicht nur repräsentativ sein, sie müssen vor allem die Insassen vor möglichen Angriffen schützen. Daher sind die Limousinen der mächtigsten Menschen dieser Welt stark gepanzert.

Staatskarossen: Der Cadillac One von Donald Trump zählt zu den sichersten Autos

Der US-Präsident bei einem Besuch in Großbritannien
Der US-Präsident fährt seit 2018 ein neues Modell des Cadillac One. © Gareth Fuller/dpa

Allen voran der Cadillac One („The Beast“) von US-Präsident Donald Trump – er wird von General Motors gebaut. Das 6,8 Tonnen schwere Gefährt soll sogar dem Angriff einer Panzerfaust standhalten. So ist die Karosserie mit einer militärischen Panzerung ausgestattet, die mindestens 12,7 Zentimeter dick ist. Die Türen haben sogar eine Panzerung von mehr als 20 Zentimetern. Für den Schutz der Fahrgastzelle wird eine Kombination aus doppelt gehärtetem Stahl, Aluminium, Titan und Keramik eingesetzt. Die Scheiben sind aus fünf Schichten Glas und Polycarbonat gefertigt. Das einzige Fenster, das zu öffnen ist, befindet sich in der Fahrertür – allerdings fährt es auch nur knapp acht Zentimeter runter. („The Beast“ gehört jetzt Joe Biden: So schützt der „Cadillac One“ den US-Präsidenten im Notfall)

Der komplette Fahrzeugboden von „The Beast“ ist durch dicke Stahlplatten vor Sprengsätzen etwa aus Gullydeckeln geschützt. Für Notfälle sollen sich sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten an Bord befinden. Gegen Angriffe mit Giftgas schützt eine autarke Sauerstoffversorgung. Im Kofferraum ist ein Feuerlöschsystem untergebracht. Der Benzintank ist ebenfalls gepanzert und mit feuerfestem Schaumstoff gefüllt. Zur Gegenwehr bei Angriffen soll der Cadillac One auch mit Schusswaffen und einem Tränengas-Werfer ausgerüstet sein. (Fahrverbot für Joe Biden: Neuer US-Präsident muss auf seine Corvette Stingray verzichten)

Staatskarossen: Wladimir Putin hat mit dem Aurus Senat ein eigenes Modell

Wladimir Putin im Aurus Senat bei einer Fahrt durch Moskau
Der russische Präsident Wladimir Putin lässt sich im Aurus Senat fahren. © Seppo Samuli/dpa

Über die Staats-Limousine von Wladimir Putin ist am wenigsten bekannt. Der Aurus Senat wird von einem 4,4-Liter-V8 mit 440 kW/598 PS angetrieben, der in Zusammenarbeit mit Porsche und Bosch entstand. Zusätzlich gibt es einen 46 kW/63 PS starken Elektromotor. Die großzügig verlängerte Limousine (6,62 Meter) hatte 2018 ihren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit. Die Panzerung hält dem Beschuss von Kalaschnikow Sturm- und Maschinengewehren stand. (Rolls-Royce Ghost gegen Bentley Flying Spur: Der „Billigere“ zieht davon)

Staatskarossen: Der Premierminister setzt auf einen Jaguar XJ

Ein Jaguar XJ verlässt 10 Downing Street
Hinter den abgedunkelten Scheiben des Jaguar XJ sitzt Boris Johnson. © Aaron Chown/dpa

Der britische Premierminister Boris Johnson wird in einem Jaguar XJ Sentinel der Baureihe X351 mit langem Radstand chauffiert. Angetrieben wird der Jaguar von einem 5,0-Liter-V8, der dank Kompressoraufladung 375 kW/510 PS leistet. Der Unterboden ist mit einer 13 Millimeter dicken Stahlplatte gegen Explosionen geschützt. Die Fahrgastzelle ist mit Verstärkungen aus Titan und Kevlar gepanzert – die Widerstandsklasse VR9 („Vehicle Resistance“) soll damit erreicht sein. Es kommen kugelsichere Scheiben zum Einsatz. Wie alle anderen Staatslimousinen hat auch der Jaguar des Premierministers Reifen, die auch nach einem Beschuss noch eine Notlauf-Funktion bieten. Außerdem soll der Jaguar zum Schutz vor chemischen oder biologischen Angriffen mit einer Sauerstoffversorgung ausgestattet sein. (Boris Johnson im gepanzerten Jaguar: Diese Spezialausstattung soll den Premier schützen)

Staatskarossen: Angela Merkel sieht man meistens im Audi A8

Der Audi A8 L Security der Kanzlerin vor dem Kanzleramt
Während der Bundespräsident mit dem Kennzeichen 0 – 1 gefahren wird, hat das Auto der Bundeskanzlerin das Kennzeichen 0 – 2. © Paul Zinken/dpa

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich vorzugsweise in einem Audi A8 L Security fahren. Dank widerstandsfähiger Materialien wie Panzerstahl, Aramidgewebe, Keramik, speziell legiertem Aluminium und mehrfach laminiertem Glas ist die Passagierzelle vor Angriffen mit Schusswaffen geschützt. Ebenso wie der Jaguar des britischen Premierministers Boris Johnson ist der Audi A8 L Security der Kanzlerin in der Widerstandsklasse VR9 eingestuft. Damit hält die Karosserie selbst Angriffen mit Sturmgewehren stand. Neben den Audi-Modellen stehen im Fuhrpark des Kanzleramts auch Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz S 600 Guard und BMW 760 Li High Security. (Audi A8 L Security – warum die Bundeskanzlerin in ihrer gepanzerten Limousine sicher ist)

Neben ihrer umfangreichen Panzerung haben die Staats-Limousinen noch weitere Extras an Bord:

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