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E-Antrieb statt V8: Ford-Oldtimer soll Lust auf Stromer machen

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Der Pick-up Ford F-100 ist als Vorläufer des Bestsellers F-150 in den USA eine wahre Legende. Auf besonderen Wunsch gibt es ihn nun auch mit E-Antrieb.

Dearborn (USA) – Auf den ersten Blick sieht der helle US-Pick-up aus, wie ein ganz normaler Ford F-100 aus dem Jahr 1978. Okay, er ist augenscheinlich nicht mit dem originalen Fahrwerk unterwegs und der Zustand ist trotz der mehr als 40 Jahre auf dem Buckel, der von einem Neuwagen. Dass dieser F-100 keinen Auspuff trägt und am linken vorderen Kotflügel eine Ladeklappe hervorlugt, dürfte kaum jemandem beim Erstkontakt auffallen. Doch gerade deshalb ist dieser Ford F-100 der Custom Baureihe eine echte Schau und natürlich wird er elektrisch angetrieben – mit der Technik des erst jüngst vorgestellten Ford Mustang Mach-E GT Performance. (Ford Mustang Mach-E GT im Test: Trägt er den Namen endlich zu Recht?)

Der Ford F-100 Eluminator
Schwer zu glauben – doch dieser Ford F-100 wird von einem Elektromotor angetrieben. © Ford

E-Antrieb statt V8: Ford-Oldtimer soll Lust auf Stromer machen

Unter der großen Motorhaube gibt es neben einem kleinen Ladeabteil allerhand Kabel und einen der beiden Elektromotoren zu bestaunen – doch keine Spur von einem brummenden V6 oder gar einem bassigen V8-Benziner. Die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse leisten gemeinsam stattliche 356 kW / 480 PS und ein opulentes Drehmoment von bis zu 860 Nm. Normalerweise wurde die von 1973 bis 1980 produzierte 100er-Serie des Ford F von V6- und V8-Triebwerken mit bis zu 7,5 Liter Hubraum angetrieben. (Ford Mustang Mach-E: ADAC deckt eklatanten Sicherheitsmangel auf)

Blick ins Cockpit des Ford F-100 Eluminator
Außen Oldtimer, innen modernes Infotainment: Der Ford F-100 Eluminator verbindet Vergangenheit und Zukunft. © Ford

E-Antrieb statt V8: Ford bietet Zubehör für Elektro-Umbauten an

„Ford-Besitzer haben ihre Fahrzeuge von Anfang an personalisiert, individualisiert und verbessert – von der Veränderung des Aussehens bis hin zur Leistungssteigerung“, sagt Eric Cin, bei Ford verantwortlich für Individualisierung und Zubehör, „unser F-100 Eluminator-Konzept ist ein Vorgeschmack darauf, wie wir unsere Kunden bei der Umstellung auf vollelektrische Antriebe und bei der Einführung von Zero-Tailpipe-Emissionen unterstützen – selbst bei unseren historischen Fahrzeugen.“ Die amerikanischen Ford-Abteilungen Vehicle Personalization und Performance Parts bieten ihren Kunden im Zuge der zunehmenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge mit Modellen wie dem F-100 Eluminator völlig neue Möglichkeiten, das eigene Gefährt – egal ob Klassiker oder aktuelles Auto – zu individualisieren. Der Autogigant aus Dearborn will daraus zunehmend ein Geschäft machen und Tuningteile auch für seine zukünftigen Elektrofahrzeuge anbieten, um die Fans der Marke bei Laune zu halten. Kein Wunder, denn weltweit erwirtschaftet die Branche für Tuningteile und -zubehör jährlich etwa 50 Milliarden US-Dollar. (101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – und heute im elektrischen Mustang Mach-E)

E-Antrieb statt V8: Vollelektrischer Ford F-100 Eluminator ist ein Einzelstück

Entwickelt wurde das vollelektrische F-100-Eluminator-Einzelstück von der Abteilung Ford Performance, die sich nicht zuletzt der Experten von MLe Racecars und dem Roadster Shop bedienten. Lackiert wurde der Elektro-Pick-Up in hellem Grau mit dezenten Kupferelementen, während im Innern Aluminum und avocado-gegerbtes Echtleder den Ton angeben. Bedienelemente und Armaturen stammen ebenfalls aus dem Ford Mustang Mach-E. Dazu rollt der Power-Pick-Up auf dreiteiligen 19x10-Zoll-Alufelgen mit Hochgeschwindigkeitsreifen im Format 275/45 R 19. Bei dem Einzelstück des Ford F-100 Eluminator wird es jedoch nicht bleiben. (Ford-Fahrer randaliert mit Wohnwagen an Drive-in – „kompletter Vollidiot“)

Der Ford F-100 Eluminator
Der im Ford F-100 Eluminator verbaute E-Crate-Motor ist bei autorisierten Ford-Händlern für 3.900 US-Dollar erhältlich. © Ford

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E-Antrieb statt V8: Ford bietet Elektromotor für Umbauten an – das soll er kosten

Der in ihm verbaute E-Crate-Motor mit der Teilenummer M-9000-MACH-E ist ab sofort bei autorisierten Ford-Händlern oder online bei Ford Performance Parts erhältlich. Mit einem Verkaufspreis von 3.900 US-Dollar (umgerechnet rund 3.450 Euro) richtet er sich an Bastler, die einen quer eingebauten Antriebsstrang suchen, um eine Reihe von Fahrzeugen zu elektrifizieren, von modernen Fahrzeugen bis hin zu Oldtimern, Lastwagen und SUV. Jeder Eluminator E-Crate Motor leistet 281 PS und ein Drehmoment von 425 Nm und ist zumindest in allen 50 US-Bundesstaaten straßenzugelassen. Es wird nicht lange dauern, ehe diese ersten Fahrzeuge auch nach Europa kommen. Fans amerikanischer Pick-ups gibt es hier zuhauf – und die können jetzt auch auf Elektroantriebe umsteigen. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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