Elegant und teuer

Ferrari Roma: Der jüngste Spross aus Maranello ist mehr Gran Turismo als Supersportler

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Befeuert von einem V8-Turbomotor soll der Ferrari Roma potenzielle Kunden unterhalb der Top-Modelle bedienen. Er ist das Brudermodell des Ferrari Portofino.

  • Der Ferrari Roma ist ein 2+2-Sitzer und wird von einem V8-Turbo befeuert
  • Neue Assistenzsysteme sollen die Sicherheit für die Passagiere erhöhen
  • Käufer des Ferrari Roma sollten mindestens 200.000 Euro auf dem Konto haben

Der neue Ferrari Roma steht vor der Tür – im Sommer geht es los. Wie wichtig er für die Norditaliener ist, sieht man daran, dass er den Namen von Roma Capitale trägt. Eine Bezeichnung die den Italienern wichtiger ist als anderen Nationen ihre Hauptstadt. Dabei ist der neue Roma keinesfalls das Aushängeschild der Marke. Das ist ganz nach Gusto mit Modellen wie dem Ferrari SF90 Stradale oder dem Ferrari 812 Superfast belegt.

Die Rundungen des Ferrari Roma sollen an die 1950er- und 1960er-Jahre erinnern.

Der schon aufgrund seines Achtzylinders deutlich darunter positionierte Ferrari Roma lässt es in Sachen Design und Antrieb zahmer angehen. Nach Vorstellungen von Ferrari soll der sehenswerte Sportwagen mit seinen schmalen LED-Augen vorn wie hinten und gefälligen Rundungen an das Dolce Vita der 1950er- und 1960er-Jahre in Bella Italia erinnern. Konkurrenten für den Ferrari Roma kommen von Herstellern wie Aston Martin, McLaren, Porsche und Lamborghini.

Der Ferrari Roma wird von einem 3,9-Liter-V8-Turbo befeuert.

So verwundert es nicht, dass der Neuling aus Maranello (Ferrari F40 geschrottet: Hier liegt mindestens 1.000.000 Euro im Graben) zumindest ganz entfernt an historische Traumwagen wie den Ferrari 250 GT Berlinetta Lusso oder einen Ferrari 250 GT 2+2 erinnert. Ganz so viel Platz bietet der 4,66 Meter lange Bruder des Ferrari Portofino jedoch nicht, denn speziell auf den beiden Notsitzen in der hinteren Reihe können allenfalls Katzenliebhaber ihre Haustiere schmoren lassen. Weder Erwachsenen noch Kindern ist ein Aufenthalt zuzumuten und so eignen sich die Rücksitze am besten für den Gepäcktransport. Dabei ist der Ferrari Roma auch in der ersten Reihe ungewöhnlich eng geschnitten.

Ferrari Roma: die Fahrprogramme wählt der Fahrer über einen Drehschalter am Lenkrad

Die Lebensräume von Fahrer und Beifahrer sind im Ferrari Roma durch die Mittelkonsole, die sich aus der Armaturentafel weit ins Innere der Fahrgastzelle zieht, weitgehend getrennt. Nicht nur der Pilot blickt auf komplett animierte Instrumente in einem 16-Zoll-Display; auch der Beifahrer hat zwischen den beiden Lüftungsdüsen einen 8,8 Zoll großen Touchscreen für Anzeige- und Bedienfunktionen. Zentrale Einstellungen werden über das gerade einmal 8,4 Zoll große Hochkantdisplay in der Mittelkonsole gesteuert. Dis fünf Fahrprogramme Wet, Comfort, Sport, Race und ESC-Off schaltet der Fahrer wie üblich bei Ferrari über einen kleinen Drehschalter am Lenkrad. Das Kofferraumvolumen liegt zwischen 272 und 345 Litern – je nachdem, ob die Rücksitze umgelegt sind oder nicht.

Blick ins Cockpit: Auch beim Ferrari Roma werden die Fahrmodi per Drehschalter am Lenkrad ausgewählt.

Angetrieben wird der 1,6 Tonnen schwere Ferrari Roma vom bekannten 3,9 Liter großen V8-Turbo, der auch den Ferrari Portofino lautstark befeuert. Im italienischen Hauptstadtmodell leistet das weit nach hinten positionierte Triebwerk 456 kW (620 PS) und ein maximales Drehmoment von 760 Nm, das zwischen 3.000 und 5.750 U/min anliegt und imposante Spurts garantiert. Für eine saubere Verbrennung sorgt derweil weitgehend unbeachtet ein Partikelfilter. Die Maximaldrehzahl trotz Turbotriebwerk: 7.500 Touren.

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Ferrari Roma: so viel kostet der Sportwagen aus Maranello

Die Kraftübertragung erfolgt über ein achtstufiges Doppelkupplungsgetriebe, das bei maximalen Leistungsabfragen 0 auf Tempo 100 in 3,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h ermöglicht. Vorgestellt wurde es erstmals im Ferrari SF 90 Stradale, der jedoch rückwärts rein elektrisch rollt. Im Vergleich zum Vorgängergetriebe mit sieben Schaltstufen gibt es kürzere Schaltzeiten, einen geringeren Spritverbrauch und sechs Kilo Mindergewicht. Auf üppiges Spoilerwerk verzichtet der Ferrari Roma, stattdessen reckt sich bei hohem Tempo unterhalb der Heckscheibe ein kleiner Bürzel gen Himmel, um für den rechten Anpressdruck zu sorgen. So gibt es bei 250 km/h zum Beispiel 95 Kilogramm mehr Kompression als beim Ferrari Portofino.

Im Stand kaum zu erkennen: der ausfahrbare Spoiler des Ferrari Roma.

Während andere Hersteller in den nächsten Monaten mit Verzögerungen die Fahrerassistenzstufe drei einführen, ist Ferrari mit seinem mindestens 200.000 Euro teuren Roma deutlich bodenständiger unterwegs. Doch immerhin gibt es im Ferrari Roma eine Vernetzung von Assistenzsystemen wie Abstandstempomat, Notbremsassistent, Spurverlassens- und Totwinkelwarnung sowie Verkehrszeichenerkennung. Das Dolce Vita ist somit auch ein Stück sicherer geworden.

Von Stefan Grundhoff (press-inform)

Rubriklistenbild: © Ferrari

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