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101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – und heute im elektrischen Mustang Mach-E

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Von: Marcus Efler

Vor 91 Jahren steuerte ein Engländer seinen ersten Ford Model T. Jetzt ermöglichte ihm der Autohersteller eine Vergleichsfahrt der besonderen Art.

Dunton (Großbritannien) – Harold Baggott kann man wohl mit gutem Gewissen als Frühstarter bezeichnen: Als er das erste Mal hinterm Lenkrad eines Autos saß, war er gerade zehn Jahre alt. Das war anno 1930, und der Milch-Transporter, den er über eine Farm in Hampshire steuerte, ein Ford Model T – also die „Tin Lizzy“ („Blech-Liesl“), das heute legendäre, erste Großserienmodell der Autohistorie. „Kann man in jeder Farbe bekommen“, hatte Henry Ford, Erfinder des Fließbandes, beim Produktionsstart 1908 erklärt, „solange sie schwarz ist.“ (Ford Bronco im Test: So fährt sich der Jeep-Wrangler-Herausforderer)

101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – und macht Vergleichsfahrt im Mustang Mach-E

Der Wagen geriet zur ungeahnten Erfolgsstory: Bis 1927 wurden 15 Millionen Model T produziert. Den Titel des meistverkauften Autos der Welt nahm ihm erst 1972 der VW Käfer ab. Im Laufe der Jahre gab es dann auch andere Farben, wie das Bordeauxrot des Modells von 1915 aus Fords Klassiksammlung beweist. Das hatte der britische Ableger des Autokonzerns Mister Baggott und zwei seiner Ururenkel für eine emotionale Runde in die Vergangenheit zur Verfügung gestellt. (Ford bleibt im Sand am Strand stecken – Flut erledigt den Rest)

Harold Baggott zwischen einem Ford Mustang Mach-E und einem Model T
Zeitreise: Harold Baggott (101) zwischen einem Ford Mustang Mach-E und einem Model T © Matt Alexander/Ford

101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – einer der ersten Briten mit Führerschein

Der heute 101-Jährige, der 1936 als einer der ersten Briten überhaupt seinen Führerschein machte, entwickelte sich nämlich über all die Jahre zu einem überaus geschätzten Stammkunden des Herstellers. Er und seine Familie besaßen bislang privat 20 Ford-Modelle, ihr Transport-Unternehmen 140 Fahrzeuge auf Basis eines Ford-Chassis. Kein Wunder also, dass der Autobauer nach der Tour mit dem Oldtimer noch eine besondere Überraschung parat hatte. (Ford Mustang Mach-E mit Rekord-Reichweite: Weiter als viele Diesel)

101-Jähriger fuhr schon Ford Model T – so gefällt ihm der Mustang Mach-E

Nämlich einen Zeitsprung von über 100 Jahren vom Model T in die elektrische Autozukunft, die gerade begonnen hat: Ford stellte dem betagten, aber rüstigen Mann einen Mustang Mach-E für eine Probefahrt zur Verfügung. Und Harold Baggott zeigte sich aufgeschlossener für die Mobilität ohne Verbrennungsmotor als manch junger Autofan: „Seit meinem zehnten Lebensjahr interessiere ich mich für Autos“, erklärte er, „und heute finde ich den Wechsel zur Elektrifizierung interessant.“ Die lautlose Art des Akku-Autos habe ihn überwältigt: „Das war sehr aufregend, am Steuer eines Autos zu sitzen, wie es meine Ururenkel wohl mal fahren werden“.

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