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BMW-Chef: Zipse warnt vor E-Auto-Fokus – „Müssen vorsichtig sein“

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Von: Simon Mones

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Oliver Zipse ist ein Verfechter des Verbrenners. Einen kompletten Umstieg auf Elektroautos lehnt der BMW-Chef ab und warnt vor den Folgen.

München – Für die allermeisten Hersteller scheint längst klar: Die Zukunft ist elektrisch! Zahlreich Hersteller hab längst konkrete Daten genannt, wann die letzten Verbrenner vom Band rollen sollen, dazu zählt auch Audi. Im einige Kilometer entfernten München ist man sich in der BMW-Konzernzentrale noch unsicher, ob das der richtige Schritt ist.

BMW-Chef Oliver Zipse (58) hat sich wiederholt gegen ein Verbrennerverbot ausgesprochen, wie es die EU fordert und dabei auch Unterstützung von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (51, FDP) erhalten. Im Rahmen der New York Auto Show machte Zipse seine Abneigung gegen einen kompletten Umstieg auf Elektroautos nochmals deutlich und warnte zugleich vor den Folgen, wie das Portal „Car and Bike“ berichtet.

Oliver Zipse hält eine Rede. (Symbolbild)
Oliver Zipse warnt davor, komplett auf Elektroautos umzustellen. (Symbolbild) © Sepp Spiegl/Imago

BMW: Zipse warnt vor E-Auto-Fokus – „Müssen vorsichtig sein“

„Wenn man sich die Technologie ansieht, die auf den Markt kommt, müssen wir vorsichtig sein, denn gleichzeitig erhöht sich die Abhängigkeit von nur wenigen Ländern. Wenn jemand aus irgendeinem Grund kein Elektroauto kaufen kann, aber dennoch ein Auto braucht, würden Sie dann vorschlagen, dass er sein altes Auto für immer weiterfährt? Wenn Sie keine Verbrennungsmotoren mehr verkaufen, wird es jemand anderes tun“, sagte der BMW-Chef.

Damit spielt Zipse auch darauf an, dass ein Großteil der Elektroautos derzeit aus China stammt. Der 58-Jährige betont jedoch auch, dass Fahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor effizienter werden müsste – sowohl aus Kostengründen als auch um die Umwelt zu schützen.

BMW: Zipse glaubt an sinkende Spritpreise und Verbrenner-Elektro-Mix

Bei BMW werden somit auch weiterhin Verbrenner gebaut werden, zumal Zipse nicht glaubt, dass die in Folge des Ukraine-Kriegs stark gestiegen Spritpreise lange anhalten werden. „Wir haben jetzt einen Höchststand erreicht, der vielleicht nicht bestehen bleibt, aber die Preise werden nicht mehr auf das frühere Niveau zurückgehen. Die Frage, wie viel Energie man braucht und verbraucht, ist wichtig - aus ökologischen Gründen, aber noch mehr aus wirtschaftlichen Gründen“, erklärt der 58-Jährige.

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Dem Trend hin zum Elektroauto verschließt sich BMW aber auch nicht, immerhin zählte man mit dem inzwischen eingestellten i3 einst zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Und das Angebot an Stromern wächst mit Fahrzeugen wie dem i4 und dem iX immer weiter.

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