8000 Stunden Handarbeit

Eagle Lightweight GT: Dieser Nachbau ist teurer als zwei Lamborghini Aventador

Ein blauer Eagle Leightweight GT.
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Im Eagle Lightweight GT stecken angeblich rund 8.000 Stunden Handarbeit.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Die auf Restaurationen spezialisierte Firma Eagle bietet einen Restomod-Nachbau des seltenen Jaguar-Rennwagens E-Type Leightweight an. Der Preis ist nichts für Normalverdiener.

  • Der Eagle Leightweight GT ist der Nachbau des Jaguar-Rennwagens E-Type Leightweight
  • Vom Original aus dem Jahr 1963 wurden nur zwölf Exemplare produziert
  • Das Fahrzeug wird in 8000 Stunden Handarbeit gefertigt – und ist dementsprechend teuer

London – Der auf Jaguar E-Type-Umbauten spezialisierte Restaurator Eagle aus England hat mit dem Lightweight GT ein neues Umbauprojekt vorgestellt. Vorbild für das Restomod-Modell ist der im Jahr 1963 von Jaguar nur zwölf Mal produzierte Rennwagen E-Type Lightweight. Der Nachbau von Eagle ist aber nur noch im Kern ein echter E-Type, der radikal umgebaut und verfeinert wurde.

Eagle Leightweight GT: Das historische Blechkleid wird durch eine Aluhaut ersetzt

Basis für den Eagle Lightweight GT sind Jaguar E-Types der ersten Serie. Allerdings hat Eagle mit Hauptsitz in East Sussex (die genaue Adresse wird nur potentiellen Kunden verraten) das historische Blechkleid entfernt und durch eine neue, in Handarbeit gefertigte Aluhaut ersetzt. Es kommt optisch dem Original von Jaguar (Jaguar I-Pace: Das Facelift macht ihn schneller – aber nicht auf der Straße) sehr nah, ist aber kein identisches Abbild. In einigen Details entschied man sich für Anpassungen wie etwa für ein größeres Heckfenster. Zudem steht das Fahrzeug auf größeren Räder mit 16 Zoll Durchmesser und breiteren Reifen.

Das Leergewicht des Eagle Leightweight GT beträgt nur knapp über eine Tonne.

Eagle Leightweight GT: Teile aus Magnesium und Titan sollen das Gewicht drücken

Darüber hinaus verwendet Eagle an mehreren Stellen Magnesium und Titanium, um das Gewicht zu drücken. Trotz Klimaanlage, isoliertem Innenraum und Sitzverstellungen beträgt das Gesamtgewicht nur knapp über eine Tonne.

Auch beim Motor wurde Hand angelegt. Unter anderem sorgen eine Hubraumerweiterung des Reihensechszylinders auf 4,7 Liter und neue Vergaser für eine Leistungssteigerung auf 279 kW (380 PS) und 508 Newtonmeter. Ein neues Getriebe mit fünf statt vormals vier Stufen leitet die Kraft an die mit Sperrdifferenzial bewaffnete Hinterachse. Der Standardsprint auf 100 km/h soll in gut 5 Sekunden gelingen, maximal sind rund 275 km/h möglich. Der Ur-Lighweight schaffte nur 259 km/h.

Der Eagle Leightweight GT bietet im Innenraum deutlich mehr Komfort als das historische Original.

Eagle Leightweight GT: Der genaue Preis ist ein Geheimnis

Darüber hinaus hat Eagle das Fahrwerk umfangreich modernisiert. So wurde eine neue Radaufhängung mit Dreieckslenkern in Kombination mit einstellbaren Öhlins-Dämpfern montiert, mit denen der GT ein sportliches und zugleich komfortables Fahren ermöglichen soll. Obwohl es sich beim Vorbild von Jaguar (Gepanzerter Jaguar mit Spezialausstattung: So sicher ist das Auto von Boris Johnson) um ein Rennfahrzeug handelt, soll die straßenzugelassene Neuinterpretation auch als Alltagsauto einsetzbar sein.

Preise für den auch im Innenraum aufwendig renovierten Lightweight GT nennt Eagle nicht. Vergangene Umbauprojekte der E-Type-Spezialisten bewegten sich stets in hohen sechsstelligen Regionen. Entsprechend dürfte der Eagle Lightweight GT, in dem 8.000 Stunden Handarbeit stecken sollen, ein sogar siebenstelliges Preisschild bekommen (Mario Hommen / SP-X).

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