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Bugatti Bolide kommt in Kleinserie – zu einem gigantischen Preis

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Von: Sebastian Oppenheimer

Es ist offiziell: Bugatti wird den Extrem-Renner Bolide in Kleinserie bauen. Fahren darf man ihn aber nur auf der Rennstrecke – vorausgesetzt, man kann ihn sich überhaupt leisten.

Molsheim (Frankreich) – Die Frage ist, ob man einen Hypersportwagen wie den Bugatti Chiron noch in irgendeiner Form steigern kann. Die Antwort lautet: ja. Immer wieder quetscht die französische Edelschmiede an irgendeinem Eck noch etwas mehr aus dem Fahrzeug und bringt Sonderserien, die das „normale“ Fahrzeug mit dem spektakulären 16-Zylinder-Motor weiter toppen – den Bugatti Divo etwa oder den Bugatti Chiron Super Sport. Inzwischen ist klar, dass Bugatti in den nächsten Monaten von Volkswagen ins Lager des kroatischen Hypersportwagen-Herstellers Rimac wechseln und das nächste Auto elektrisch fahren wird. Bis aber unter Mithilfe von Porsche der erste Elektrosportler entsteht, können sich die Bugatti-Fans auf einen finalen Höhepunkt für die Rennstrecke freuen – den Bolide. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten die Franzosen das Fahrzeug zum ersten Mal gezeigt. Damals schien es aber eher unwahrscheinlich, dass das Auto je in Serie geht. (Rimac kauft Bugatti: Darum gibt es Superpower künftig nur noch elektrisch)

Ein Bugatti Bolide
1.850 PS aus einem 16-Zylinder-Motor, ein Leergewicht von 1.450 kg – das sind die Leistungsdaten des Bugatti Bolide. © Bugatti

Bugatti Bolide kommt in Kleinserie – zu einem atemberaubenden Preis

„Mit dem Bolide haben wir vergangenes Jahr große Begeisterung ausgelöst. Nach der Präsentation baten uns viele Enthusiasten und Sammler, ein Serienfahrzeug des Experimentalfahrzeugs Bolide zu entwickeln. Die Reaktionen und die Rückmeldung von Kunden aus der ganzen Welt haben mich überwältigt“, erklärt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti, „daher haben wir uns entschlossen, eine Kleinserie des Bolide aufzulegen, um 40 Kunden die Chance zu geben, dieses unglaubliche Fahrzeug erleben zu können. Unser Team entwickelt nun ein Serienmodell, eine ultimative Fahrmaschine für den Track.“ Damit gibt es eine letzte Ausbaustufe des spektakulären 16-Zylinders mit acht Litern Hubraum und Turboaufladung. Der Bolide wird dabei ein deutlich extremerer Hypersportler als die bisherigen Versionen von Veyron und Chiron. (Bugatti Divo im „Marienkäfer“-Look: 1.600 Rauten bringen Designer an Rand der Verzweiflung)

Bugatti Bolide kommt in Kleinserie – nur 40 Exemplare werden gebaut

Gedacht ist der Bugatti Bolide nicht als Hypersportwagen für die Straße, sondern allein für die Rennstrecke. Offiziell präsentiert und nunmehr bestätigt wurde die Kleinserie von 40 Fahrzeugen auf der Nobelveranstaltung „The Quail“, inoffizieller Höhepunkt der Monterey Car Week. Optisch erinnert der Bugatti Bolide eher an einen Le-Mans-Tourenwagen mit Elementen eines Formel-1-Fahrzeugs und taucht damit in die Rennsporthistorie des französischen Autobauers ein, der sich nunmehr aus dem Markenkonglomerat von Volkswagen verabschiedet.

Ein Bugatti Bolide
Vier gewaltige Endrohre in der Mitte des Hecks zeugen von der mächtigen Power des Bugatti Bolide. © Bugatti

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung, dass wir dieses radikale Gedanken-Experiment des Bolide nun als Serie in die Realität umsetzen können, denn es ist mit Abstand das herausforderndste Performance-Projekt meiner 17-jährigen Bugatti-Karriere“, betont Achim Anscheidt, Chefdesigner von Bugatti. Neben dem martialischen Gesicht wird das Design des flachen Bugatti Bolide von dem offenen Heck und einem massigen Flügel dominiert. Der Heckflügel in Kombination mit dem Diffusor sorgt für hohe Abtriebskräfte und entsprechend optimale Traktion. (Bugatti Chiron Super Sport: So schnell ist das schnellste Auto der Welt)

Bugatti Bolide kommt in Kleinserie – W16 leistet dank Rennbenzin 1.850 PS

Angetrieben wird der Bugatti Bolide vom spektakulärsten Verbrennertriebwerk, das es weltweit gibt. Der acht Liter große W16-Zylinder mit 1.600 PS und 1.600 Nm maximalem Drehmoment ab 2.250 U/min, der auch in den Chiron-Modellen steckt, bekommt durch Rennbenzin mit 110 Oktan einen stimmungsvollen Leistungsnachschlag auf 1.850 PS. Mit einem Gewicht von 1.450 Kilogramm hat der Franzose ein Leistungsgewicht von weniger als einem Kilogramm pro PS. Den Antrieb stimmen die Ingenieure für den Rundstreckeneinsatz auf höhere Drehzahlen ab, entdrosseln unter anderem Ansaug- und Abgasanlage, um ein noch schnelleres, spontaneres und extremeres Ansprechverhalten zu erzielen. Ebenso werden das Kühlsystem für Turbolader, Motor, Getriebe und Differenzial für eine optimale Leistungsentfaltung angepasst. (Teurer Valentinstag: Ehemann schenkt seiner Frau Bugatti für über 3 Millionen Euro – in Rosa und Weiß)

Ein Bugatti Chiron steht neben einem Bugatti Bolide.
Direkter Vergleich: Ein Bugatti Chiron (links) neben seinem Rennstrecken-Bruder Bolide © Bugatti

Bugatti Bolide kommt in Kleinserie – das wird der der Hypersportler kosten

Zur Sicherheitsausstattung zählen unter anderem HANS-System-Kompatibilität (Head and Neck Support), eine automatische Feuerlöschanlage, Druckbetankung mit Kraftstoffblase, Zentralverschluss für Räder und eine Sechspunkt-Gurtanlage. In den nächsten drei Jahren wird der neue Hypersportwagen zur Serienreife entwickelt, die ersten Auslieferungen sind für 2024 geplant, zum Stückpreis von vier Millionen Euro netto – das wären in Deutschland dann 4,76 Millionen Euro brutto. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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