Mega-Schwertransport

Krasse Bilder von Tagebau-Bagger: XXL-Braunkohle-Koloss fährt über Bundesstraße

Ein riesiger Schaufelradbagger überquert die gesperrte Bundesstraße B 176 südwestlich von Leipzig.
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XXL-Bagger kreuzt Bundesstraße: Dem gewaltigen Schauspiel an der B 176 wohnten zahlreiche Anwohner und Technik-Fans bei.
  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Anwohnern und Schaulustigen an der B 176 bei Groitzsch bot sich ein äußerst spektakuläres Schauspiel. Ein riesiger Braunkohle-Bagger querte vor ihren Augen die Bundesstraße.

Groitzsch – Ein Erlebnis mit solchen optischen Ausmaßen bekommt man nicht alle Tage geboten. Kein Wunder also, dass zahlreiche Anwohner und extra angereiste Technik-Fans sich an der Bundestraße B 176 zwischen Groitzsch und Neukieritzsch (Kreis Leipzig) versammelten, um dem seltenen Schauspiel beizuwohnen: Ein 345 Tonnen schwerer XXL-Braunkohle-Bagger des Energiekonzerns Mibrag mit Sitz in Zeitz in Sachsen-Anhalt überquerte den Verkehrsweg. Der gesamte Straßenverkehr stand für Stunden still. (Verrückte Bilder von XXL-Transport: So aberwitzig gelangen Windrad-Rotorblätter an ihr Ziel)

Krasse Bilder von Tagebau-Bagger: XXL-Braunkohle-Koloss fährt über Bundesstraße

Der zwölfeinhalb Meter hohe, zwölf Meter breite und 43 Meter lange Tagebau-Koloss wurde durch einen Schwertransport von einem Einsatzort zum nächsten befördert. Statt an seinem vorherigen Einsatzort, dem Abbaufeld Vereinigtes Schleenhain, wird der Monster-Bagger zukünftig im Abbaufeld Peres eingesetzt, so das Unternehmen. Weit mehr als 100 Schaulustige wollten sich den spektakulären Transfer des Braunkohle-Riesen nicht entgehen lassen. (Schnee-Chaos: Audi A4 schleppt Schwertransporter samt Radlader auf Berg)

Kleine Menschen, gigantische Schaufeln – die Überquerung der B 176 bei Groitzsch faszinierte die Schaulustigen.

Ein Hochgeschwindigkeitsrennen war die Passage des riesigen Baggers nicht gerade – es waren eher die gewaltigen Dimensionen, die Groß und Klein beeindruckten. Dem Braunkohle-Unternehmen Mibrag zufolge schafft das schwergewichtige Schaufel-Ungetüm mit seinen Ketten etwa 3 bis 6 Meter pro Minute – je nach Beschaffenheit des Terrains. Für die Überquerung wurde die Bundesstraße B 176 ab 6 Uhr morgens gesperrt. Das war nötig – denn zwischen den Abbaufeldern Schleenhain und Peres liegen immerhin siebeneinhalb Kilometer. (Audi A6 zieht Tanklaster-Koloss den Berg rauf – Audi-Fahrer wird zum Star)

Mega-Bilder von XXL-Braunkohle-Bagger: Gewaltige Tagebau-Kolosse brauchen Erdrampen

Damit der XXL-Braunkohle-Bagger überhaupt eine Chance hatte, die südwestlich von Leipzig gelegene Bundesstraße zu kreuzen, waren aufwendige Vorarbeiten vonnöten. Bauarbeiter schufen eine 20 Meter breite und 80 Zentimeter hohe Erd- und Sandschicht, ohne die der Koloss die Straße buchstäblich zerquetscht hätte. Die Präparation dauerte sogar länger als gedacht: Wie ein Mibrag-Sprecher gegenüber dem MDR erklärte, überfuhr der Riesen-Bagger die Bundesstraße B 176 nicht bereits um 8:30 Uhr – wie es ursprünglich geplant gewesen war –, sondern erst reichlich verspätet um 11 Uhr. Wer ganz früh aufgestanden und rechtzeitig vor Ort war, musste also mehrere Stunden ausharren, wenn er den mit Spannung erwarteten Moment miterleben wollte. (Deutsche Autoindustrie fürchtet Verbrenner-Aus 2025: „Arbeitslosigkeit, wie wir sie noch nie gehabt haben“)

Techniker überprüfen die Ketten des Tagebau-Kolosses. Vor der Überquerung mussten eigens Erdrampen errichtet werden.

Der bestaunte Schaufelradbagger wurde 1987 im Schwermaschinenbau Magdeburg-Buckau montiert. Seither grub er sich durch das Abbaufeld des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain. Bei dem jetzigen Schwertransport handelte es sich nicht um den ersten Transfer schwerer Bergbau-Maschinen ins Abbaufeld Peres. Bereits in den Jahren 2014 und 2019 überquerten mehrere Tagebau-Kolosse die B 176 – und schoben sich an gleicher Stelle an zahlreichen faszinierten Zuschauern vorbei. Auch damals mussten für die Bagger Schutzrampen aus Erdmassen aufgeschüttet werden. (Mit Material der dpa)

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