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Brabus 900 Rocket: Diese getunte Mercedes G-Klasse hebt regelrecht ab

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Von: Marcus Efler

Der Name ist Programm: 900 PS leistet die kantige Mercedes G-Klasse, wenn Tuner Brabus mit ihr fertig ist. Ob das Spaß macht? Und wie! Diese G-Klasse hebt regelrecht ab.

Bottrop – Kraftvolle Brabus-Versionen der Mercedes G-Klasse sind seit Jahrzehnten üblich. Offene Ladefläche, Panzerversionen und Dreiachser: Aus Bottrop kam bislang so ziemlich alles. Und es gab auch schon mal eine Mercedes G-Klasse mit 900 PS, die Brabus auf der IAA 2019 mit einem aufgestachelten V12 vorstellte. Jetzt hat der Fahrzeugveredler aus dem Ruhrgebiet den Brabus 900 Rocket in einer limitierten Stückzahl von 25 Fahrzeugen aufgelegt. (Brabus 800 Mercedes-AMG GLS 63 im Test: Extremes SUV imponiert durch Wucht und Tempo)

Brabus 900 Rocket, fahrend
Da geht was: der Brabus 900 Rocket auf Runway-Testfahrt © Brabus

Brabus 900 Rocket: Diese Mercedes G-Klasse hebt fast ab

Weil der normale Vierliter-Achtzylinder mit 585 PS sein Leistungslimit erreicht hatte, brachten die Entwickler den Hubraum auf 4,5 Liter. Dafür wurden die Zylinderbohrungen auf 84 Millimeter vergrößert und entsprechend dimensionierte Schmiedekolben installiert. Eine aus dem Vollen gefräste Spezialkurbelwelle verlängert zusammen mit ebenfalls geschmiedeten Hochleistungspleuel den Hub auf 100 Millimeter. Voilà: 900 PS und ein beinahe unglaubliches Drehmoment von 1.250 Newtonmetern. Wie gewaltig das ist, spürt man nur, wenn man sich in die schicken Lederstühle setzt, den Startknopf drückt und den Achtzylinder einmal durchschnaufen lässt, während man den eigenen Puls selbst runterdrückt. Das Triebwerk ist bereits erwärmt und so kann man die Rakete auf einem namenlosen Flughafen im verregneten Sauerland zünden. Natürlich standesgemäß mit Launch Control: Linker Fuß auf die Bremse, Schaltstufe eingelegt und mit dem rechten Fuß Vollgas. Fuß von der Bremse – und der mehr als 2,5 Tonnen schwere Allradler stürmt dank 1,4 bar Ladedruck los, als würde es tatsächlich in Richtung Orbit gehen. (Brabus-Invicto „Mission“: Warum diese gepanzerte G-Klasse eine Drohne an Bord hat)

Brabus 900 Rocket, fahrend, von seitlich hinten
So einen Dachkantenspoiler traut sich nur Brabus. © Brabus

Brabus 900 Rocket: In 3,7 Sekunden auf Tempo 100

Aber noch haben wir Bodenhaftung. Die nasse Piste geht leicht nach oben. Hände fest am Steuer und den Blick auf die Runway. Im Augenwinkel fliegen die digitalen Ziffern der Tachoanzeige vorbei wie in einem Daumenkino. Unter idealen Bedingungen schafft der Koloss aus Graz und Bottrop den Imagespurt auf Tempo 100 in 3,7 Sekunden – dank der fetten Sportreifen und dem Allradantrieb fast sogar heute. Beim Versuch in der Gegenrichtung, also leicht bergab, geht’s noch besser. Man mag nicht glauben, dass der Brabus 900 Rocket mächtige 2.560 Kilogramm auf die Waage bringt – der V8-Doppelturbo unter der kantigen Haube scheint mit dem Offroader auf seinen gigantischen 24-Zöllern zu spielen wie mit einer Flipperkugel. Die Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h – elektronisch abgeregelt. Das Tempo können die Fondinsassen auf ihren belederten Einzelsesseln mit einem Blick auf Zusatzinstrumente im Dach verfolgen.

Technische Daten Brabus 900 Rocket Edition
Motor/Getriebe/AntriebV8-Biturbo / 9-Gang-Automatik / Allrad
Leistung/Drehmoment662 kW (900 PS) / 1.250 Nm bei 2.900 U/min
Länge/Breite/Höhe4,61/1,98/1.97 m
Kofferraumvolumen667 – 1.941 l
Vmax/0–100 km/h280 km/h / 3,7 s
Normverbrauch14,4 l/100 km
Preis571.270 Euro

Der Auftritt des Brabus 900 Rocket Edition ist trotz fetter Walzen, Spoiler, Schweller und allerhand Zierrat auf Hauben und Karosserieelementen dabei immer noch recht unauffällig. Auch fährt sich die 900er G-Klasse im Alltag beinahe wie eine ganz normale AMG-Variante mit gutem Restfederungskomfort und allen erdenklichen Extras, die das Leben auf langen Reisen angenehmer machen. Doch die Reisezeit ist auf Wunsch des Fahrers eben etwas kürzer, denn beim Tritt aufs Gaspedal spurtet der 4,62 Meter lange Brabus aus jedem Tempo und jeder Drehzahl los, als gäbe es kein Morgen. Klar, dass das seinen Preis hat, an der Zapfsäule nach 100 Kilometern mit offiziell 14,4 Litern (in der Realität deutlich mehr) ebenso wie beim Kauf. Die 25 gebauten Fahrzeug für deutlich mehr als eine halbe Million Euro werden trotzdem schnell ihre Abnehmer finden. Denn auch wenn viele Kunden bereits eine Brabus G-Klasse mit 700 oder 800 PS fahren – ab sofort gibt es für den Bottroper Bestseller eben ein neues Must-have-Topmodell. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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