Kugelsicher und repräsentativ

Gepanzerte Autos: So sicher sind Trump, Putin, Merkel & Co. in ihren Limousinen

Donald Trump grüßt vom Rücksitz seiner Staats-Limousine
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Donald Trump hinter dem dicken Panzerglas seines Cadillac One.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Der amerikanische Präsident Donald Trump fährt Cadillac, Wladimir Putin hat den Aurus Senat entwickeln lassen. Für den britischen Premierminister Boris Johnson steht ein Spezial-Jaguar zur Verfügung und Angela Merkel lässt sich im Audi A8 chauffieren.

  • Der US-Präsident wird im Cadillac One zu allen offiziellen Terminen gefahren
  • Der Aurus Senat wurde im September 2018 in Moskau vorgestellt
  • Das genaue Ausmaß der Panzerungen ist bei allen Autos streng geheim

München – Staatskarossen müssen nicht nur repräsentativ sein, sie müssen vor allem die Insassen vor möglichen Angriffen schützen. Daher sind die Limousinen der mächtigsten Menschen dieser Welt stark gepanzert.

Staatskarossen: Der Cadillac One von Donald Trump zählt zu den sichersten Autos

Der US-Präsident fährt seit 2018 ein neues Modell des Cadillac One.

Allen voran der Cadillac One („The Beast“) von US-Präsident Donald Trump – er wird von General Motors gebaut. Das neun Tonnen schwere Gefährt soll sogar dem Angriff einer Panzerfaust standhalten. So ist die Karosserie mit einer militärischen Panzerung ausgestattet, die mindestens 12,7 Zentimeter dick ist. Die Türen haben sogar eine Panzerung von mehr als 20 Zentimetern. Für den Schutz der Fahrgastzelle wird eine Kombination aus doppelt gehärtetem Stahl, Aluminium, Titan und Keramik eingesetzt. Die Scheiben sind aus fünf Schichten Glas und Polycarbonat gefertigt. Das einzige Fenster, das zu öffnen ist, befindet sich in der Fahrertür – allerdings fährt es auch nur knapp acht Zentimeter runter.

Der komplette Fahrzeugboden von „The Beast“ ist durch dicke Stahlplatten vor Sprengsätzen etwa aus Gullydeckeln geschützt. Für Notfälle sollen sich sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten an Bord befinden. Gegen Angriffe mit Giftgas schützt eine autarke Sauerstoffversorgung. Im Kofferraum ist ein Feuerlöschsystem untergebracht. Der Benzintank ist ebenfalls gepanzert und mit feuerfestem Schaumstoff gefüllt. Zur Gegenwehr bei Angriffen soll der Cadillac One auch mit Schusswaffen und einem Tränengas-Werfer ausgerüstet sein. (Maybach: Darum gibt’s die Nobelmarke nur noch als bessere Mercedes S-Klasse)

Staatskarossen: Wladimir Putin hat mit dem Aurus Senat ein eigenes Modell

Der russische Präsident Wladimir Putin lässt sich im Aurus Senat fahren.

Über die Staats-Limousine von Wladimir Putin ist am wenigsten bekannt. Der Aurus Senat wird von einem 4,4-Liter-V8 mit 440 kW/598 PS angetrieben, der in Zusammenarbeit mit Porsche und Bosch entstand. Zusätzlich gibt es einen 46 kW/63 PS starken Elektromotor. Die großzügig verlängerte Limousine (6,62 Meter) hatte 2018 ihren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit. Die Panzerung hält dem Beschuss von Kalaschnikow Sturm- und Maschinengewehren stand. (Rolls-Royce Ghost gegen Bentley Flying Spur: Der „Billigere“ zieht davon)

Staatskarossen: Der Premierminister setzt auf einen Jaguar XJ

Hinter den abgedunkelten Scheiben des Jaguar XJ sitzt Boris Johnson.

Der britische Premierminister Boris Johnson wird in einem Jaguar XJ Sentinel der Baureihe X351 mit langem Radstand chauffiert. Angetrieben wird der Jaguar von einem 5,0-Liter-V8, der dank Kompressoraufladung 375 kW/510 PS leistet. Der Unterboden ist mit einer 13 Millimeter dicken Stahlplatte gegen Explosionen geschützt. Die Fahrgastzelle ist mit Verstärkungen aus Titan und Kevlar gepanzert – die Widerstandsklasse VR9 („Vehicle Resistance“) soll damit erreicht sein. Es kommen kugelsichere Scheiben zum Einsatz. Wie alle anderen Staatslimousinen hat auch der Jaguar des Premierministers Reifen, die auch nach einem Beschuss noch eine Notlauf-Funktion bieten. Außerdem soll der Jaguar zum Schutz vor chemischen oder biologischen Angriffen mit einer Sauerstoffversorgung ausgestattet sein. (Boris Johnson im gepanzerten Jaguar: Diese Spezialausstattung soll den Premier schützen)

Staatskarossen: Angela Merkel sieht man meistens im Audi A8

Während der Bundespräsident mit dem Kennzeichen 0 – 1 gefahren wird, hat das Auto der Bundeskanzlerin das Kennzeichen 0 – 2.

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich vorzugsweise in einem Audi A8 L Security fahren. Dank widerstandsfähiger Materialien wie Panzerstahl, Aramidgewebe, Keramik, speziell legiertem Aluminium und mehrfach laminiertem Glas ist die Passagierzelle vor Angriffen mit Schusswaffen geschützt. Ebenso wie der Jaguar des britischen Premierministers Boris Johnson ist der Audi A8 L Security der Kanzlerin in der Widerstandsklasse VR9 eingestuft. Damit hält die Karosserie selbst Angriffen mit Sturmgewehren stand. Neben den Audi-Modellen stehen im Fuhrpark des Kanzleramts auch Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz S 600 Guard und BMW 760 Li High Security. (Audi A8 L Security – warum die Bundeskanzlerin in ihrer gepanzerten Limousine sicher ist)

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Neben ihrer umfangreichen Panzerung haben die Staats-Limousinen noch weitere Extras an Bord:

  • Signalleuchten und Sirenen
  • Interne Feuerlöschanlage
  • Satellitentelefon im Kofferraum mit Zusatzbatterie
  • Gegensprechanlage nach außen
  • Notausstiegssystem mit pyrotechnischen Bruchbolzen in den Türscharnieren
  • Reifen mit Notlaufeigenschaften
  • GPS-Ortungssystem
  • Explosionssicherer Tank
  • Außenluft-Filteranlage gegen Gasangriffe
  • Rauchabzug für den Innenraum

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