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Audi Skysphere Concept: Sieht so die Zukunft des Autos aus?

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Von: Marcus Efler

Cabrio oder Reiselimousine: Mit dem Skysphere Concept versucht Audi sich an der fahrenden Wollmilchsau. Das sieht nett aus, aber geht es jemals in Serie?

Pebble Beach (Kalifornien) – Audis neueste Designstudie entstand als erstes von insgesamt drei Konzeptfahrzeugen der Sphere-Serie im Audi Designstudio von Malibu, einen strammen Steinwurf von Strand und dem legendären Pacific Coast Highway entfernt – und debütiert standesgemäß auf der „Monterey Car Week“ in Kalifornien. Der Roadster mit den vier Ringen soll dabei weniger auf ein neues Serienmodell hindeuten, sondern einen Designausblick auf die zukünftige Formensprache der Ingolstädter geben. Dabei präsentieren sich Front und Heck mit markigen Leuchteinheiten und kurzen Überhängen ebenso selbstbewusst wie eindrucksvoll. Die eigentliche Show aber ist der variabel veränderbare Radstand: Bei normaler Fahrt ist der Audi Skysphere mit stattlichen 4,94 Metern bereits so lang wie ein aktuelles Modell des RS 5 Sportback. Fährt sich der Radstand elektrisch aus, verlängert sich das kalifornische Elektromodell auf stattliche 5,19 Meter und somit auf die Maße eines aktuellen A8 in Langversion. (Audi RS Q e-tron für Rallye Dakar: Elektro-Koloss mit 300-Liter-Tank)

Audi Skysphere Concept, stehend
Mega-Cabrio: der Audi Skysphere Concept © Audi

Audi Skysphere Concept: Sieht so die Zukunft des Autos aus?

Es ist nicht anzunehmen, dass die Technik des variablen Radstands irgendwann in einem Serienmodell auftaucht. Vielmehr dient der stimmungsvolle Ziehharmonika-Effekt dazu, neben der neuen Audi-Designsprache zukünftiger Modelle die beiden Fahrmodi in Szene zu setzen. Mit kurzem Radstand gibt sich der Elektro-Roadster betont fahraktiv, während der Pilot selbst zum Steuer greift. Entsprechend verlängert, lassen sich die Insassen offen oder unter dem geschlossenen Hartschalendach chauffieren. (Audi quattro kommt als E-Auto wieder – allerdings nicht von Audi)

Audi Skysphere Concept, stehend
Mit kurzem Radstand wird der Audi Skysphere zum Roadster. © Audi

Audi Skysphere Concept: Ohne Lenkrad auf die Langstrecke

Im Autonom-Modus verlängert sich der Radstand um stattliche 25 Zentimeter, dazu erhöht der 1,8 Tonnen schwere Skysphere mittels variabler Luftfederung auch seine Bodenfreiheit für mehr Reisekomfort um einen Zentimeter. Lenkrad und Pedale verschwinden dann unter dem Armaturenbrett, das mit seinem durchgehenden, 1,41 Meter breiten Display diese herkömmliche Bezeichnung kaum noch verdient. Im autonomen Touring-Modus lassen sich Filme schauen oder mit geöffnetem Dach die Umgebung genießen. (Audi rüffelt YouTuber – weil er mit teurem Testwagen nach Jahrhundertflut hilft)

Interieur des Audi Skysphere Concept
Display über die ganze Breite, versenkbares Lenkrad: das Interieur des Audi Skysphere Concept © Audi

Audi Skysphere Concept: Der Platz für die Akkupakete ist ungewöhnlich

Für entsprechende Agilität sollen neben dem niedrigen Schwerpunkt auch die Hinterradlenkung und eine Gewichtsverteilung von 40:60 zugunsten der Hinterachse sorgen. Für eine betont flache Sitzposition befinden sich die Akkupakete, anders als bei den meisten Serienmodellen, nicht etwa im Unterboden, sondern hinter den beiden Insassen sowie im Mitteltunnel. Angetrieben wird das real gewordene Gedankenspiel von einem Elektromotor an der Hinterachse, der 631 PS und 750 Newtonmeter entwickelt. Damit geht es aus dem Stand in vier Sekunden auf Tempo 100. Das Akkupaket mit einer Kapazität von 80 kWh würde Reichweiten von 500 Kilometern ermöglichen – wenn es denn irgendeine Chance auf Serienfertigung gäbe. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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