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Aston Martin baut Luxus-Rennsimulator: Neues Gaming-Cockpit kostet Fabel-Preis

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Gaming kann ein exklusives Vergnügen sein. Erst recht mit teurem Equipment von Aston Martin: Die Briten bieten einen Luxus-Rennsimulator an – zu einem sagenhaften Preis.

Gaydon – Es mag ja Menschen geben, denen sind schon eine PlayStation oder eine Xbox zu teuer. Doch es gibt auch völlig entgegengesetzte Charaktere: leidenschaftliche Zocker von Autorennspielen wie beispielsweise „Gran Turismo“, „Forza Horizon“, „F1“ oder „Project Cars“. Und die investieren zum Teil noch zusätzlich – kaufen sich etwa nicht nur eine teure Konsole oder einen hochpreisigen PC, sondern obendrein noch ein richtig gutes Gaming-Lenkrad und entsprechendes Renngestühl. Da können – je nach Qualität – schon mal mehrere Hundert Euro oder sogar vierstellige Summen zusammenkommen. Doch egal wie gut das Daddel-Setup ist – zumindest preislich dürfte es noch immer weit entfernt von dem sein, was Aston Martin nun anbietet. Die britische Nobelautomarke hat sich nämlich mit der auf Rennsimulatoren spezialisierten Firma Curv zusammengetan und einen Rennsimulator der Superlative entwickelt. Sein Name: Aston Martin AMR-C01. Sein Preis: exorbitant. (GM zeigt Zukunfts-Cockpit mit Spielekonsole – übersieht aber etwas Wichtiges)

Der Aston-Martin-Rennsimulator ist in verschiedenen Lackierungen erhältlich – unter anderem in „Aston Martin Racing Green“.

Aston Martin baut Luxus-Rennsimulator: Neues Gaming-Cockpit kostet Fabel-Preis

Während der ein oder andere Hobby-Gamer sein selbst zusammengebasteltes Setup lieber im Keller oder auf dem Dachboden versteckt, ist das Modell von Aston Martin problemlos auch in einem Luxus-Loft aufstellbar. Der elegant designte Rennsimulator AMR-C01 hat die Form eines Ein-Mann-Raumschiffes, das Monocoque besteht komplett aus Carbon. Die Sitzposition gleicht laut Aston Martin der des Valkyrie – was dem Nutzer „Hypersportwagen“-Feeling vermitteln soll. Über dem Lenkrad, das dem von Formel-1-Fahrzeugen nachempfunden ist, sitzt ein riesiger QHD-Bildschirm im 32:9-Format.

Ähnlich wie bei einem echten Auto, ist der Aston-Martin-Rennsimulator in Farbe und „Innenausstattung“ konfigurierbar. So können Kunden ihr Modell beispielsweise in „Aston Martin Racing Green“, „Morning Frost White“ oder „Cinnabar Orange“ lackieren lassen. Für das Gestühl besteht die Wahl zwischen Inlays aus Leder oder Alcantara –wahlweise auch mit Kontrastnähten. (Tuning-Ikone JP Kraemer will diesen „Gran Turismo“-Boliden im echten Leben bauen)

Das Lenkrad des Aston Martin AMR-C01 ähnelt dem realer Formel-1-Rennwagen.

Aston Martin designt Luxus-Rennsimulator: Lenkrad verfügt über 12 Knöpfe und 9 Drehrädchen

Das Lenkrad des Aston Martin AMR-C01 verfügt über 12 Knöpfe und 9 Drehrädchen, mit denen der Fahrer im Cockpit so ziemlich jedes Detail seines virtuellen Rennboliden justieren kann. Für den Sound gibt es zwei Optionen: Entweder man lauscht dem Motorengebrüll über die eingebauten Lautsprecher oder aber über das mitgelieferte Sennheiser-Headset. Auch die Hardware ist vom Feinsten: Laut Aston Martin ist ein „PC der Spitzenklasse“ an Bord, in dem unter anderem ein Intel-i7-Prozessor verbaut ist und eine Nvidia-RTX-3070-Grafikkarte werkelt. Wie Aston Martin erklärt, sei der AMR-C01 „die perfekte Wahl für alle, die in der virtuellen Welt des wettbewerbsorientierten E-Sports“ unterwegs seien, „aber auch für engagierte Rennfahrer, die vor ihrem nächsten Rennen an ihren Fähigkeiten feilen wollen.“ (Sebastian Vettel verkauft Ferrari-Sammlung: Rechnet der Formel-1-Pilot mit Maranello ab?)

Der Aston Martin AMR-C01 ist ein Rennsimulator der Superlative – und auf 150 Exemplare limitiert.

Aston Martin designt Luxus-Rennsimulator – für den Preis gibt es auch einen Audi RS Q3

Allerdings muss man sich die Zocking-Station-Deluxe erst mal leisten können. Der Basispreis (!) liegt bei heftigen 57.500 britischen Pfund (umgerechnet rund 67.000 Euro). Dafür kann man sich auch locker ein reales Fahrzeug gönnen, und zwar mit mächtig Dampf unter der Haube – etwa einen Audi RS Q3 oder ein Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ Coupé. Wer bei diesem Preis jetzt noch nicht vom Stuhl gekippt ist und ernsthaftes Interesse hat, sollte sich beeilen: Der Aston-Martin-Fahrsimulator ist auf 150 Exemplare limitiert.

Wer aber tatsächlich so eine Unsumme für den Luxus-Rennsimulator ausgibt, darf sich dann auch einiger Vorteile des Aston Martins fürs Wohnzimmer erfreuen: Er braucht keine teure Wartung und frisst keine Unmengen Sprit. Und das Beste: Man kann ihn nicht bei einem Unfall auf der Rennstrecke schrotten.

Rubriklistenbild: © Aston Martin

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