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Elon Musk drängt auf deutschen Strommarkt – mit einem Tesla-Produkt

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Mit seinen Elektrofahrzeugen hat Elon Musk die Automobilbranche revolutioniert. Gelingt ihm das nun auch auf dem Strommarkt?

Palo Alto – Ganz offensichtlich hat Tesla-Chef Elon Musk (50) einen besonderen Hang zu Deutschland: Für seine erste europäische Autofabrik wählte er Grünheide bei Berlin als Standort aus. Das Werk steht kurz vor der Fertigstellung, noch in diesem Jahr soll die Produktion anlaufen – das verriet der US-Amerikaner bei einem Tag der offenen Tür der Gigafactory. Die Standortwahl scheint auch eine klare Ansage an die bislang so dominanten deutschen Autobauer zu sein: Jetzt kommt Tesla! Und nun scheint Elon Musk noch in einer anderen Branche in Deutschland kräftig mitmischen zu wollen – und zwar beim Strom. (Tesla zieht nach Texas: Darum flüchtet Elon Musk aus Kalifornien)

Elon Musk drängt auf deutschen Strommarkt – mit einem Tesla-Produkt

Der Tesla-Chef will dem „Spiegel“ zufolge den deutschen Strommarkt mit einem neuartigen Tarif revolutionieren. Dabei arbeitet das Unternehmen dabei mit dem britischen Strom-Start-up Octopus Energy zusammen. Der Tesla-Tarif soll praktisch den Startschuss für ein digitalisiertes Energiesystem markieren. (Tesla-Chef Elon Musk: Daher soll künftig Energie für Elektroautos kommen)

Drei Tesla Powerwalls hängen an einer Wand (Symbolbild)
Nur wer Solaranlage und Tesla Powerwall besitzt, kann den neuen Tarif nutzen. (Symbolbild) © Andrew Francis Wallace/Imago

Elon Musk drängt auf deutschen Strommarkt – doch die Sache hat einen Haken

Die Sache hat aber einen Haken, denn der Tarif ist zunächst nur Eigentümern einer Solaranlage und einem Tesla-Stromspeicher – einer sogenannten Powerwall – zugänglich. Laut Tesla-Website kostet die Installation einer solchen Powerwall mit einer Kapazität von 13,5 kWh mindestens 9.600 Euro. Die „Heim-Batterie“ ist sozusagen der Schlüssel für den neuartigen Tesla-Tarif. Die Speicher der einzelnen Kunden werden dem Bericht zufolge zu sogenannten „virtuellen Kraftwerken“ zusammengeschlossen. Die Kunden müssen Tesla Zugriff auf ihren Stromspeicher gewähren – wird dann am Regelenergiemarkt der Strom knapp, speist Tesla einen Teil des Stroms aus seinem virtuellen Kraftwerk ins öffentliche Netz ein. An den entstehenden Einnahmen werden die Kunden beteiligt. (Tesla per Abschlepp-Aktion laden – YouTuber zeigt, ob das gelingen kann)

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Zudem setzt Tesla laut „Spiegel“ auf ein flexibles Tarifsystem: Die Strompreise können stündlich schwanken. Per künstlicher Intelligenz von Octopus Energy wird überwacht, wie viel Elektrizität aktuell im Markt produziert und verbraucht wird. Zeitweise kann es dann für Kunden billiger sein, den Strom nicht am Markt zu kaufen, sondern aus der eigenen Batterie zu beziehen.

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