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Elon Musk ein „großartiger Anführer“? Knallharte Anweisungen für Mitarbeiter

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Von: Jasmin Pospiech

Tesla-CEO Elon Musk gilt als Visionär, der seiner Zeit voraus ist. Allerdings ist er auch umstritten, vor allem unter seinen Mitarbeitern. Doch die dürfen nur in den höchsten Tönen von ihm schwärmen.

Las Vegas (USA) – Exzentrisch, geltungssüchtig, aufbrausend: Tesla-Chef Elon Musk (50) wird immer wieder als schwieriger Zeitgenosse beschrieben. Gleichzeitig feiern ihn seine Fans für seine innovativen Visionen, die die Mobilität der Zukunft grundlegend revolutionieren sollen. Das sieht Elon Musk selbst wohl auch so und liebt es, bei Auftritten in der Menge zu baden. Widerspruch oder Kritik? Unerwünscht!

Elon Musk ein „großartiger Anführer“? Knallharte Anweisungen für Mitarbeiter

Das hat sich zuletzt wieder gezeigt, als er den Bau der Tesla Gigafactory in Grünheide (Brandenburg) begutachten wollte. Neben Umweltschützern hat ihn auch ein Beitrag des ZDF-Magazins „Frontal 21“ in schlechtem Licht dastehen lassen. Denn es hat u. a. den immensen Trinkwasserverbrauch für Teslas erstes europäisches Werk vor den Toren der Hauptstadt Berlin kritisiert. Damals konterte Elon Musk erzürnt via Twitter: „Schande über ZDF Info!“

Elon Musk bei der Präsentation des „The Boring Company“-Testtunnels (Symbolbild)
Kontrollfreak? Elon Musk gibt vor, was seine Mitarbeiter sagen dürfen und was nicht. (Symbolbild) © Robyn Beck/dpa

Dass auch sonst nicht mit dem Chef des US-Elektroautoherstellers zu spaßen ist, sollen nun weitere interne Dokumente beweisen, wie das US-Tech-Portal „Techcrunch“ berichtet. Aus diesen soll hervorgehen, dass Mitarbeiter seiner Firma „The Boring Company“ strikte Regeln und Anweisungen erhalten haben, was sie nach außen kommunizieren dürfen und was nicht. Die Firma hatte im Juni 2021 ein Tunnel-Transportsystem unter dem Messegelände von Las Vegas errichtet. Infolgedessen fahren dort regelmäßig 60 Tesla-Autos zwischen drei unterirdischen Haltestellen hin und her. („Kracher“-Gehälter bei Tesla: Das zahlt Elon Musk sogar ungelernten Kräften)

Elon Musk ein „großartiger Anführer“? Handlungsprotokoll gibt Antworten vor

Und weil die Fahrer oftmals mit neugierigen Fragen der Passagiere bombardiert würden, sei ein Handlungsprotokoll erdacht worden, dass die Mitarbeiter lernen müssten, um nicht das Falsche zu sagen. In dem Dokument heiße es etwa vonseiten der Firma dazu: „Diese Art von Fragen ist sehr häufig und sehr heikel. Die öffentliche Faszination für unseren Gründer ist unvermeidlich und kann das Gespräch dominieren. Fassen Sie sich so kurz wie möglich und tun Sie Ihr Bestes, um solche Gespräche zu unterbinden. Wenn die Passagiere das Thema weiter forcieren, sagen Sie höflich: ‚Es tut mir leid, aber ich kann mich wirklich nicht dazu äußern‘ und wechseln Sie das Thema.“ („Autopilot“ weiterhin nicht vollautonom: Tesla-Mitarbeiter kassiert Aussagen von Elon Musk)

Generell sollten die Fahrer der Firma zuliebe eher wortkarg und vage in ihren Aussagen bleiben. Schließlich sei es ihre Aufgabe, „eine sichere Fahrt für die Passagiere zu gewährleisten und nicht, sie zu unterhalten“, heiße es weiter.

Elon Musk ein „großartiger Anführer“? Autopilot-Antwort ist geschwärzt

Ließen sich die Passagiere allerdings verbal nicht abschütteln und würden fragen, ob die Fahrer gern für Elon Musk arbeiteten, sollten diese laut Protokoll Folgendes antworten: „Ja, er ist ein großartiger Anführer! Er motiviert uns, großartige Arbeit zu leisten.“

Besonders interessant: Wenn Kunden fragen würden, ob die Elektroautos den eingebauten Tesla-Autopilot nutzten, sollten Fahrer auch eine spezielle Antwort darauf geben. Aber: Was sie dann genau zu sagen haben, bleibt geheim. Die Passage ist in den Dokumenten geschwärzt und als „vertraulich im Zusammenhang mit der öffentlichen Sicherheit“ markiert – genau wie technische Details zu den Fahrzeugen.

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