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Tesla: Elon Musk will Roboter bauen – welche Arbeiten er erledigen soll

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Von: Sebastian Oppenheimer

Nach Autos und Raketen will Elon Musk auch bald einen humanoiden Roboter bauen – welche Arbeiten er erledigen soll.

Palo Alto – Man kann gegen Elon Musk (50) sagen, was man will – aber eines wird es mit ihm nie: langweilig. Mal kifft der Tesla-Boss vor laufender Kamera, mal entert er in Zimmermanns-Kluft die Bühne. Und in regelmäßigen Abständen haut er eine Ankündigung raus, mit der er alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Kritiker werfen ihm vor, das mache er in erster Linie, um von aktuellen Problemen abzulenken – und von denen hat der Autobauer mit seinem Autopilot-System im Moment nicht zu knapp. Nun jedenfalls war es wieder mal so weit: Auf dem sogenannten „AI Day“ von Tesla kündigte Elon Musk die Entwicklung eines humanoiden Roboters an.

Tesla: Elon Musk will Roboter bauen – welche Arbeiten er erledigen soll

Was genau den Tesla-Chef zu der Roboter-Entwicklung motiviert hat, ist nicht klar. Für ihn ist dieser Schritt quasi eine Erweiterung der Arbeit an autonomen Fahrsystemen. Bei der Präsentation wirkte Elon Musk jedenfalls irgendwie verunsichert, die Informationen zu dem Projekt waren insgesamt eher vage. Einen funktionierenden Prototyp konnte Elon Musk ebenfalls nicht zeigen – diesen will er „irgendwann im nächsten Jahr“ präsentieren. (Tesla-Unfälle: Fünf Crashs auf einer Straße – ist der Autopilot schuld?)

Tesla Chef Elon Musk, dazu eine Animation des „Tesla Bot“
Tesla-Chef Elon Musk will einen humanoiden Roboter entwickeln, der den Menschen langweilige Arbeiten abnimmt. © Christophe Gateau/dpa, Tesla/dpa

Tesla: Elon Musk will Roboter bauen – viele Fragen bleiben offen

Stattdessen gab es die Vorführung einer Computer-Animation des „Tesla Bot“ samt einiger Eckdaten. Der Roboter soll etwa 1,76 Meter groß sein und rund 57 Kilo wiegen. Dazu soll er bis zu 68 Kilo anheben und etwa 20 Kilo tragen können. Aus welchem Material der Roboter genau bestehen soll, verriet Musk nicht – nur so viel: Es soll „leicht“ sein. Auch über die Frage, ob der Roboter überhaupt verkauft werden soll, hüllte sich der Tesla-Chef in Schweigen, genauso wie über einen möglichen Preis.

Den Aufgabenbereich für den Roboter umriss der Tesla-Chef nur grob: Er solle „gefährliche, immer wiederkehrende und langweilige Arbeiten“ übernehmen. Und: Er solle auf jeden Fall „freundlich“ sein. So ganz scheint der Tesla-Chef der künstlichen Intelligenz offenbar nicht zu trauen, denn wie er betont, werde man vor dem Tesla-Roboter auf jeden Fall davonlaufen können. Maximal 5 mph (etwa 8 km/h) soll der „Tesla Bot“ schnell sein. Und auch „überwältigen“ solle ein Mensch den „Tesla Bot“ können. (Tesla Model X: Mit offener Flügeltür gegen Doppeldeckerbus – „das wird teuer“)

Ein Tesla steht vor einem Händler (Symbolbild)
Die Technik aus den Tesla-Fahrzeugen soll im Prinzip auch dem humanoiden Roboter Leben einhauchen. (Symbolbild) © Robin Rayne/Imago

Tesla: Elon Musk will Roboter bauen – mit Technik aus Tesla-Fahrzeugen

In dem Roboter steckt im Prinzip dieselbe Technik wie in Tesla-Fahrzeugen: Für die Rechenpower sorgt der Full-Self-Driving-Computer, als Augen dienen dem Roboter die Autopilot-Kameras. Dort, wo ein Mensch das Gesicht hat, soll bei dem Roboter ein Bildschirm „nützliche“ Informationen anzeigen.

Wie Elon Musk erklärte, werde körperliche Arbeit seiner Meinung nach in Zukunft nur noch eine Option sein: Das könne man machen, müsse man aber nicht. „Auf lange Sicht brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen“, so der Tesla-Chef. „Allerdings noch nicht jetzt, weil der Roboter noch nicht funktioniert.“ So ein Kalauer ist natürlich witzig, dient aber auch dazu, die Peinlichkeit zu überspielen, dass man eben noch nicht mal einen rudimentären Prototyp zeigen kann. Bleibt abzuwarten, wann der vorgestellte Roboter tatsächlich marktreif ist – oder ob er sich wie so viele andere Projekte des Autobauers am Ende verzögert.

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