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Tesla: Elon Musk findet aktuelles Full-Self-Driving „nicht so toll“

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Von: Sebastian Oppenheimer

Normalerweise spart Tesla-Chef Elon Musk nicht mit Lob an den eigenen Produkten – doch jetzt hat er sich zum „Autopilot“-System überraschend kritisch geäußert.

Palo Alto – Mit seiner umstrittenen „Autopilot“-Technik gerät Tesla immer wieder in die Negativ-Schlagzeilen. Erst kürzlich verkündete die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration), das System nach einer Reihe von Unfällen zum wiederholten Male untersuchen zu wollen. Auch die Top-Variante des „Autopilot“ namens Full-Self-Driving (FSD) offenbart immer wieder Schwächen, wie in diesem Fall, als die Software den Mond mit einer Ampel verwechselte. Nun hat sogar Tesla-Chef Elon Musk (50) höchstpersönlich gestanden, dass die aktuelle Beta-Software der FSD-Technik offensichtlich nicht besonders gut funktioniert.

Elon Musk hält Teslas neue Full-Self-Driving-Version für „nicht so toll“

Auf seinem Lieblings-Kanal Twitter schrieb Elon Musk: „FSD Beta 9.2 ist nicht so toll.“ Eine Aussage, die dem ein oder anderen Tesla-Fahrer durchaus Sorgen bereiten sollte, denn in den USA wird die Software im Beta-Stadium auf öffentlichen Straßen getestet – ein Vorgehen, das von Verbraucherschützern scharf kritisiert wird. „Aber das Autopilot/AI-Team arbeitet daran, es so schnell wie möglich zu verbessern“, so der Tesla-Chef weiter. Künftig solle eine einzige Software das Fahren auf Autobahnen und im Stadtverkehr ermöglichen – aber das sei nur durch extremes Umlernen der neuronalen Netze realisierbar. (Tesla mit Warnung vor eigenem Autopilot: „Könnte das Falsche tun“)

Tesla-Chef Elon Musk macht eine kritische Geste mit den Daumen (Symbolbild)
Im Bezug auf die „Autopilot“-Technik hat sich Tesla-Chef Elon Musk überraschend kritisch geäußert. (Symbolbild) © Hannibal Hanschke/dpa

Der Tweet von Elon Musk, der hier zu finden ist, war eine Antwort auf ein Video des Autoexperten Sandy Munro, der zuletzt in einem Video den VW ID.4 kritisiert hatte. Im aktuellen Clip hatte Munro ein wenig schmeichelhaftes Fazit für das BlueCruise-System von Ford geäußert, nachdem er dieses in einem Mustang Mach-E getestet hatte. In dem Video hatte Sandy Munro einem Ford-Ingenieur erklärt, er sei etwas „verwöhnt“, seit er gesehen habe, was Tesla mit seinem Full-Self-Driving-System in der Beta-Version leisten könne. (Tesla: Elon Musk will Roboter bauen – welche Arbeiten er erledigen soll)

Elon Musk testet „FSD Beta 9.3“ – „Viel besser!“

Einen Tag später meldete sich der Tesla-Chef dann erneut zu Wort. Er sei nun mit der „FSD Beta 9.3“ von Pasadena zum Flughafen Los Angeles gefahren – sein Fazit: „Viel besser!“ Überprüfen lässt sich das natürlich nicht. Allerdings ändert seine neue Aussage nichts daran, dass sowohl „Autopilot“ als auch das FSD-System bislang nicht mehr als Fahrerassistenzsysteme sind. Es liegt wohl vor allem an den Bezeichnungen, dass viele Tesla-Kunden der Technik ihrer Fahrzeuge teils zu viel zutrauen – was schnell zu Unfällen führt. Denn von tatsächlich autonom fahrenden Autos ist Tesla aktuell noch weit entfernt.

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