1. 24auto
  2. News

Elektroautos: Fraunhofer-Studie bestätigt Klimavorteil

Erstellt:

Von: Simon Mones

Kommentare

Elektroautos stoßen weniger Treibhausgase aus, das hat eine Berechnung des Fraunhofer-Instituts ergeben. Zudem sind die Stromer wirtschaftlicher.

Karlsruhe – Die Elektromobilität setzt sich in Deutschland immer weiter durch, einer Studie zufolge überlegt jeder zehnte Haushalt sich einen Stromer anzuschaffen. Dennoch haften den Elektroautos viele Vorurteile an, die längst ins Reich der Fabeln gehören. So wird oft behauptet, dass diese gar nicht so viel klimafreundlicher sein sollen als Verbrenner.

Ein Vorurteil, das die Forscher der Bundeswehr München (UniBw M) unlängst in einer Studie widerlegt hatten. Und auch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hat im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) Verbrenner und Elektroautos im Hinblick auf die neuen deutschen Klimaschutzziele untersucht.

Elektroautos: Fraunhofer-Studie bestätigt Klimavorteil

Den Berechnungen zufolge weisen reine Elektroautos schon heute die geringsten Treibhausgasemissionen aus – auch unter Berücksichtigung des aktuellen Strommixes. „Bei einem 2020 erworbenen Stromer halbieren sich die THG-Emissionen gegenüber einem Benziner. Mit einem steigenden Anteil Erneuerbarer Energien im Strommix wird dieser Vorteil 2030 sogar fast 60 Prozent betragen“, so das Fazit der Karlsruher Forscher.

Ein Piktorgramm einer Elektrotankstelle. (Symbolbild)
Laut dem Fraunhofer-Institut sind Elektroautos schon jetzt besser fürs Klima. (Symbolbild) © Manuel Geisser/Imago

Die Ökobilanz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden falle laut der Studie im Vergleich zu Diesel und Benzinern sogar dann besser aus, wenn die Ziele im Stromsektor nur teilweise erreicht werden sollten. Für die Plug-in-Hybride gelte dies allerdings nur dann, „wenn sie einen nennenswerten Teil ihrer Fahrten elektrisch zurücklegen (mindestens 40 Prozent).“

Elektroautos: Wirtschaftlicher als andere alternative Antriebe

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssten diese jedoch mittel- und langfristig mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden. Aus diesem Grund bewerten die Forscher des Fraunhofer-Instituts die Plug-in-Hybride „eher als Brückentechnologie“. Zudem gebe es auch bei anderen alternative Antriebstechnologien, wie beispielsweise Wasserstoff-Brennstoffzellen oder Biokraftstoffen, Potenziale zur Einsparung von Treibhausgasen.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Doch die Elektroautos glänzen nicht nur mit ihrer Ökobilanz, auch wirtschaftlich sieht das Fraunhofer-Institut die Stromer „mittel und langfristig als günstigste nachhaltige Option“. Im Vergleich mit anderen alternativen Antrieben sind diese auch dann wirtschaftlich vorteilhaft, wenn man davon ausgeht, dass die Batterie nach der Hälfte der Lebenszeit ausgetauscht werden muss. Die synthetischen Kraftstoffe – sogenannte E-Fuels – seien den Berechnungen zufolge wegen der hohen Kraftstoffkosten weder heute noch in absehbarer Zukunft wirtschaftlich, zudem fehlen sie im Markt vollständig. 

Auch interessant

Kommentare