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Elektroauto: Unterhalt günstiger als beim Verbrenner

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Von: Simon Mones

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Elektroautos sind im Unterhalt günstiger, das hat eine Untersuchung des ADAC ergeben. Die größten Kosten verursacht jedoch der Wertverlust.

München – An der Elektromobilität scheiden sich die Geister. Für die einen sind die Stromer nur fahrender Elektroschrott, für die anderen die Mobilitätsform der Zukunft. In Anbetracht des drohenden E-Fuel-Verbots durch die EU dürfte dem Siegeszug der Elektroautos nichts mehr im Wege stehen. Zumal diese schon jetzt im Unterhalt günstiger sind als Verbrenner.

So hatte das Vergleichsportal Verivox berechnet, dass 100 Kilometer mit dem Elektroauto deutlich günstiger sind als mit einem Diesel oder Benziner. Und auch der aktuelle Autokostenvergleich des ADAC sieht die Stromer vorne. Dazu wurden die Volkswagen-Modelle ID.3 und der Golf 1.5 eTSI miteinander verglichen.

Elektroautos wie der ID.3 sind laut dem ADAC im Unterhalt günstiger als Diesel oder Benziner.
Elektroautos wie der ID.3 sind laut dem ADAC im Unterhalt günstiger als Verbrenner. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Elektroauto: Unterhalt günstiger als beim Verbrenner

„Die höheren Anschaffungskosten der E-Version (36.960 Euro, Benziner: 32.460 Euro) werden überkompensiert durch andere Kostenfaktoren wie Versicherung, Kfz-Steuer, Ausgaben für Wartung und Reparaturen, Reifenverschleiß, Kraftstoff- bzw. Stromkosten und eine Pauschale für die Wagenwäsche und -pflege“, betont der ADAC.

Auch die vergleichsweise geringeren Wartungs- und Betriebskosten der Elektroautos seien in der Gesamtbilanz spürbar. Der ID.3 kostet demnach 47,2 Cent pro Kilometer, beim Golf sind es fast zehn Cent mehr (56,9 Cent). „Selbst wenn man einen Preisnachlass von 15 Prozent auf den Benziner-Golf einrechnet, kommt der elektrische ID.3 am Ende günstiger weg“, schreibt der ADAC.

Elektroauto: Wertverlust geringer als beim Verbrenner

Berücksichtigt man noch die 9.000 Euro Umweltprämie – die in den kommenden Jahren sinken soll – ist das Elektroauto auch in der Anschaffung rund 5.000 Euro billiger als der Benziner. Das wirkt sich auch auf den Wertverlust aus, der entsprechend geringer ausfällt und laut dem ADAC der größte Kostenfaktor ist.

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Allerdings kritisiert der ADAC auch, dass die Elektroautos noch immer zu teuer sind. Diese müssten jedoch so weite sinken, dass sie nur noch geringfügig über den Verbrennern liegen. Dann fällt die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch ohne Subventionen noch besser aus.

Grundlage für die Berechnungen des ADAC ist eine durchschnittliche Haltedauer von fünf Jahren mit einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. Da die Kraftstoffpreise aktuell stark schwanken, wurde zur Berechnung der Durchschnitt der vergangenen drei Monate herangezogen.

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