1. 24auto
  2. News

E-Auto im Stau: So lange hält der Akku die Passagiere warm

Erstellt:

Von: Sebastian Oppenheimer

Kommentare

Wie lange kann ein Elektroauto in einem Stau bei Kälte die Passagiere warmhalten? Ein US-Automagazin hat einen spannenden Test gemacht.

Ann Arbor (USA) – Noch immer beschäftigen potenzielle E-Autofahrer vor dem Kauf eines Stromers viele Fragen. Neben der Reichweite ist es zumeist das Thema Laden beziehungsweise die Frage nach den Ladezeiten.* Noch fehlen in Deutschland viele Ladesäulen,* gerade fernab der Autobahnen. Speziell in der kalten Jahreszeit fragen sich auch viele: Was passiert, wenn ich meinem Elektroauto in einen Stau gerate – und stundenlang festsitze? Hält ein E-Auto seine Passagiere über lange Zeit warm? Ein US-Automagazin hat es ausprobiert.

E-Auto im Stau: So lange hält der Akku die Passagiere warm

Die Tester von „Car and Driver“ wählten als E-Auto ein Tesla Model 3 (2019) – zum Vergleich trat auf Verbrennerseite ein Hyundai* Sonata N-Line (2022) an. Die Durchschnitts-Außentemperatur während des Versuchs lag bei rund -9,5 Grad Celsius. Die Innentemperatur der Fahrzeuge wurde jeweils auf rund 18 Grad Celsius eingestellt. Keines der Autos war während des Tests mit einer menschlichen Person besetzt – deren Körper ja auch Wärme erzeugen würde.

Schnee auf einem Tesla-Logo (Symboldbild)
Wie lange hält ein Tesla bei Kälte die Passagiere warm? Ein US-Magazin hat es ausprobiert. (Symbolbild) © MiS/Imago

E-Auto im Stau: Test-Tesla startet ohne vorkonditionierte Batterie

Der 80,5-kWh-Akku des eingesetzten Model 3 hatte laut einer Drittanbieter-Software nach gut 64.000 Kilometern rund acht Prozent seiner Kapazität verloren. Der Tesla* startete mit einem Ladezustand von 98 Prozent – ohne eine vorkonditionierte Batterie. Wie die Tester erklären, hätte man auch eine höhere Innenraumtemperatur – etwa 21 Grad – wählen können, man sei jedoch davon ausgegangenen, dass im Stau festsitzende Autofahrer sofort versuchen würden, Energie zu sparen.

Das Ergebnis: Den Hyundai stoppten die Car-and-Driver-Tester nach rund 24 Stunden: Zu diesem Zeitpunkt war etwas mehr als die Hälfte der Tankfüllung verbraucht. Der durchschnittliche Leerlaufverbrauch lag bei etwa 1,1 Liter Benzin pro Stunde. Basierend auf dem 60-Liter-Tank wären demnach etwas mehr als zwei Tage (51,8 Stunden) im Leerlaufbetrieb möglich gewesen.

E-Auto im Stau: Tesla Model 3 schlägt sich im Test wacker

Den Tesla – erst kürzlich hatte sich der texanische E-Autobauer wegen einer kuriosen Funktion einen Rückruf eingehandelt* –steckten die Tester des Magazins nach knapp 37 Stunden an eine Ladestation. Noch immer zeigte das Fahrzeug 17 Prozent Batteriekapazität – und eine Restreichweite von 80 Kilometern an. Der Akku entleerte sich im Schnitt mit einer Rate von 2,2 Prozent pro Stunde – damit würde der Tesla theoretisch knapp zwei Tage (45,1 Stunden) durchhalten. Fazit: Steckt man mit dem Tesla Model 3 in einem Schneesturm fest, ist man also nicht wirklich viel schlechter dran, als in einem Verbrenner. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare