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VW OnePod: Wird das Wolfsburgs erstes autonomes Fahrzeug?

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Von: Marcus Efler

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Autonom, elektrisch, nett zu Passanten: Mit dem OnePod zeigt VW, wie man sich ein Robotaxi vorstellt. Auch an Radfahrer wurde gedacht.

Potsdam – Mit der Studie OnePod, einem selbstfahrendem Elektro-Shuttle, zeigt Volkswagen, wie kommende Robotaxis aussehen könnten. Vor allem der flexibel nutzbare Innenraum weist in die Zukunft: Das vom konzerneigenen Future Center Europe in Potsdam entwickelte Konzept bietet einen Van-artigen Aufbau mit großzügigen Glasflächen. Die Räder sind maximal in die Ecken gerückt, dank flacher Unterflur-Batterie ist die Plattform auf unterschiedlichste Aufbauten anpassbar. Angaben zur Antriebstechnik hat Volkswagen bislang nicht veröffentlicht, aber hier würde bei künftigen Serienmodellen wohl der konzerneigene Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) zum Einsatz kommen. (Robotaxi: Daimler und Bosch beerdigen ihr Projekt – wegen Autopilot?)

VW OnePod: Wird das Wolfsburgs erstes autonomes Fahrzeug?

Der Aufbau des OnePod, der für spätere Modelle exemplarisch sein soll, zeichnet sich unter anderem durch zwei gegenläufig öffnende Schwenktüren aus. Die erlauben einen besonders großzügigen und bequemen Einstieg auch für ältere Fahrgäste. Der Passagier wird bereits vor dem Einsteigen vom Auto erkannt, die Türen öffnen dann automatisch beim Herantreten. Zudem senkt sich beim Halt an einem Bordstein der Innenboden des OnePod auf das Bürgersteig-Niveau ab, was Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern den barrierefreien Zugang ermöglicht: Dieses „Kneeling“ ist schon von Linienbussen bekannt. (Waymo startet Robotaxis in San Francisco – traut aber eigener Technik nicht)

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Prototyp VW OnePod
Autonom und wohnlich: der VW OnePod © Volkswagen

VW OnePod: Lichtstreifen in den Reifen als Signale für andere Verkehrsteilnehmer

Ein Display in der Tür informiert die Benutzer über die wichtigsten Daten der bevorstehenden Tour. Über Steuerungselemente in den Armlehnen der Sitze haben die Fahrgäste zudem alle notwendigen Anwendungen wie ihr Audio-Programm im Blick. Nach außen kommuniziert der VW OnePod mittels Signalen in Lichtstreifen der Reifen – und kann so etwa am Zebrastreifen dort wartenden Fußgängern signalisieren, dass er sie gesehen hat. Für Radler bietet der OnePod am Heck einen klappbaren Fahrradträger, der eine sichere Mitnahme der Bikes erlaubt – schließlich hat sich ja auch VW-Boss Herbert Diess kürzlich als Rad-Fan geoutet. (Waymo Roboter-Taxi rammt Scooter-Fahrer – Schuldfrage liefert Überraschung)

VW OnePod: Technik des autonomen Fahrens wird schwieriger als das Design

Das Styling passt also schon mal. Fehlt nur noch die technische Umsetzung des autonomen Fahrens. Dass die schwieriger wird als das Design, zeigen nicht zuletzt Unfälle wie der eines Toyota-Shuttles bei den Paralympics in Tokio. (Von Mario Hommen/SP-X)

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