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Elektroauto: Netzagentur fordert Einschränkung – Angst vor Stromausfällen

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Von: Simon Mones

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Elektroautos boomen. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, warnt vor Stromausfällen und fordert Lade-Einschränkungen.

Geht es nach den Herstellern und der Bundesregierung, ist das Elektroauto die Zukunft der Mobilität. Bis 2030 sollen 15 Millionen Stromer über Deutschlands Straßen rollen. Eine gigantische Zahl, die das Stromnetz an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringen könnte. Auch, weil immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen setzen. Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, möchte daher das Laden von Elektroautos einschränken.

Der Grund: Durch die grünen Technologien kann es zu Stromausfällen kommen. „Wenn weiter so viele neue Wärmepumpen und Ladestationen installiert werden, dann sind lokale Strom-Ausfälle im Verteilnetz zu befürchten, falls wir nicht handeln“, sagte Müller der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Ein Elektroauto lädt an einer Wallbox auf.
Um eine Überlastung des Stromnetzes zu verhindern, soll das Laden von Elektroautos ab 2024 eingeschränkt werden. © Robert Poorten/Imago

Elektroauto: Netzagentur fordert Einschränkung – Angst vor Stromausfällen

Entsprechend habe Wirtschaftsminister Robert Habeck (53, Grüne) den Chef der Bundesnetzagentur mit dem Stromnetz-Problem beauftragt. Eine Möglichkeit, dieses zu lösen, sieht Müller darin, die Stromversorgung für die Nutzer von Ladestationen zeitweise einzuschränken.

„Es wird definitiv keine Komplettabregelung geben. Wir wollen eine Mindestversorgung jederzeit garantieren“, betont der Chef der Bundesnetzagentur. Die Ladesäulen würden also weiterhin mit Strom versorgt. Die Zufuhr würde aber gedrosselt, um das Netz nicht zu überlasten. Die Kapazität werde aber reichen, damit ein Elektroauto innerhalb von drei Stunden genug Strom für eine Reichweite von 50 Kilometer laden kann. Auch ein störungsfreier Weiterbetrieb einer Vielzahl von Wärmepumpen soll möglich blieben.

Elektroauto: Lade-Einschränkung könnte schon 2024 kommen – VDA übt Kritik

Die Reglung könnte schon zum 1. Januar 2024 in Kraft treten, wie die Bild unter Berufung auf ein Entwurfspapier berichtet. Die Auto-Industrie übt heftige Kritik an dem Plan von Müller. „Wenn das Laden zu Hause nur eingeschränkt möglich wäre, würden erhebliche Komforteinbußen drohen“, erklärte Hildegard Müller (55), Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie der FAS. Zudem sind kurze Ladezeiten ein wichtiges Ziel in der Entwicklung und ausschlaggebend für den Erfolg der Elektroautos. Die Drosslung mache es schwerer, die Menschen von einem Umstieg zu überzeugen, betonte die VDA-Chefin.

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Während in Deutschland noch über eine Drosslung zur Vermeidung von Stromausfällen diskutiert wird, ist man in Großbritannien bereits einen Schritt weiter. Dort kann der Strom-Zugang für Elektroautos bereits reglementiert und eingeschränkt werden. Ein Fahrverbot, wie es in der Schweiz diskutiert wurde, soll in Deutschland aber nicht drohen.

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