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Elektroauto-Boom: Stromer-Anteil bis 2035 bei 80 Prozent

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Von: Simon Mones

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Ab 2035 will die EU den Verkauf von neuen Verbrennern verbieten. Dann könnte der Anteil der Elektroautos bereits bei 80 Prozent liegen.

Das Ende des Verbrennungsmotors rückt immer näher, auch wenn es so mancher Autoliebhaber noch immer nicht wahrhaben will. Ab 2035 greift ein Verbot von Neuwagen, deren Motoren klimaschädliches Kohlendioxid emittieren. Eine Ausnahme könnte es für E-Fuels geben. Dennoch geht der Trend hin zu den Elektroautos, deren Anteil in den kommenden Jahren rasant steigen könnte.

Ein Grund dafür ist, dass viele Hersteller bereits ihren Ausstieg vom Verbrennungsmotor verkündet haben. Bei Audi soll der letzte Verbrenner beispielsweise 2033 vom Band rollen. Der Marktanalyst Dataforce hat anhand der geplanten Verbrenner-Ausstiege der Automobilhersteller den Anteil der Elektroautos hochgerechnet. Grundlage dafür sind die Marktanteile der Autobauer, zudem wurden nur die Hersteller berücksichtigt, die sich gänzlich auf die batteriebetriebenen Fahrzeuge festgelegt haben.

Piktogramm mit Elektroauto-Symbol auf blauem Untergrund für Ladestation an einer Schnellladestation.
Bis 2035 könnte der Anteil der Elektroautos bereits auf 80 Prozent ansteigen. (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago

Elektroauto-Boom: Stromer-Anteil bis 2035 bei 80 Prozent

Die Hochrechnung zeigt dabei, dass sich besonders viele Hersteller auf drei Daten für ihren Verbrenner-Ausstieg festgelegt haben: 2027, 2030 und eben 2035. Für 2027 hat Dataforce einen Elektroanteil von 21 Prozent hochgerechnet, drei Jahre später sind es dann bereits 56 Prozent. 2035 soll der Anteil laut der Hochrechnung dann bei bereits 80 Prozent liegen. Sollten sich noch weitere Hersteller für einen kompletten Umstieg entscheiden, könnte der Elektroauto-Boom auch schneller voranschreiten.

„Allerdings muss im Hinterkopf behalten werden, dass geopolitische Einflüsse die Entwicklung verzögern können, falls etwa die verfügbaren Mengen für Lithium, Kobalt und Nickel fehlen, welche für den Bau von Batterien benötigt werden. Ebenfalls muss eine ausreichende Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen“, betonen die Analysten.

Elektroauto-Boom: Kunden wollen wechseln

Bei den Kunden scheint der Umschwung ebenfalls auf Gegenliebe zustoßen. So können sich laut der Studie in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien bereits 84 Prozent der privaten Käufer einen Umstieg vorstellen. 25 Prozent der Befragten sind sich dabei sicher, weitere 34 Prozent sagten, ein Umstieg sei wahrscheinlich. Bei den deutschen Premium-Kunden wollen sogar 80 Prozent in den kommenden fünf Jahren wechseln, wie eine andere Studie ergab.

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Zudem gehen die Experten von Dataforce davon aus, dass in den kommenden Jahren weitere Elektro-Marken hinzukommen werden. „Der prominenteste Fall ist mit Tesla wohl auch der erfolgreichste. Allerdings konnten auch Polestar und MG erfolgreich Marktanteile gewinnen. In der Zukunft erwarten wir noch spannende Entwicklungen von Marken wie NIO, Lucid, Xpeng oder Rivian. Allgemein gilt, dass ebenfalls noch einige asiatische Hersteller auf den europäischen Markt kommen wollen“, betonten die Analysten. Eine entsprechende Entwicklung lässt sich bereits in Norwegen beobachten, dort liegt der Marktanteil der Neulinge bereits bei 18,7 Prozent. Auch der Trend zu Auto-Abos werde den Elektroauto-Boom weiter befeuern. So könnten Kunden die flexiblen Mietangebote nutzen, um die Elektroautos im Alltag auszuprobieren.

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