1. 24auto
  2. News

Elektroauto: BMW kündigt Leistungsexplosion bei Batterien an

Erstellt:

Von: Sebastian Oppenheimer

Kommentare

Größere Reichweite, schnelleres Ladetempo: Der Münchner Autohersteller setzt ab 2025 auf eine deutlich leistungsfähigere Batterie-Technik.

Wenn es um das Thema Elektromobilität geht, dann tauchen immer wieder die gleichen Kritikpunkte auf: Moniert wird neben einem zu langsamen Ausbau der Lade-Infrastruktur meist eine zu geringe Reichweite der Elektroautos sowie zu lange Ladezeiten. Genau hier will der Münchner Autobauer BMW nun mit einer neuen Technik ansetzen: Ab dem Jahr 2025 sollen Fahrzeuge der „Neuen Klasse“ mit Rundzellen ausgestattet werden, die nicht nur mehr leisten – sondern dem Autobauer zufolge auch noch deutlich günstiger herzustellen sind als bisher eingesetzte Batterien.

Elektroauto: BMW kündigt Leistungsexplosion bei Batterien an

Bisher werden in den Stromern der Münchner sogenannte prismatische Zellen verbaut – diese sollen dann ab 2025 durch Rundzellen ersetzt werden. Laut dem Autobauer soll die Energiedichte der Stromspeicher dadurch um 20 Prozent steigen, die Ladegeschwindigkeit dank 800-Volt-Technik gar um bis zu 30 Prozent. Und auch in Sachen Reichweite kündigt BMW eine ordentliche Verbesserung an: Bis zu 30 Prozent sollen die neuen Modelle weiter kommen. Ob es dann für solche Reichweiten wie bei diesem beindruckenden Diesel-Test eines YouTubers mit einem 730d reicht, bleibt abzuwarten. Vor nicht allzu langer Zeit hatten die Münchner einen Super-Akku aus den USA getestet, der eine Reichweite von bis zu 1.200 Kilometern ermöglichen soll.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Elektroauto: Mit neuen Rundzellen will BMW auch Produktionskosten sparen

Auch umwelttechnisch will sich BMW im Zuge der Einführung der neuen Batteriezellen deutlich verbessern: Um bis zu 60 Prozent sollen die CO₂-Emissionen in der Produktion nach unten gehen. Obendrein spart der Münchner Autobauer auch noch eine Menge Geld: Dem Hersteller zufolge sollen die Produktionskosten im Vergleich zur aktuellen Akku-Generation um bis zu 50 Prozent sinken. Ziel von BMW ist, die Herstellungskosten von Elektroautos auf das Niveau von modernen Verbrennern zu drücken.

Batteriefertigung für „Neue Klasse“: BMW investiert zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag

Produziert werden sollen die Batteriezellen für die neue Klasse von CATL und EVE Energy: Beide Hersteller werden in China und Europa jeweils zwei Gigafactories errichten. Dafür hat die BMW Group einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag an die beiden Unternehmen vergeben. Zudem sind zwei weitere Batteriezellfabriken in der Region der nordamerikanischen Freihandelszone USMCA geplant – dort müssen aber noch entsprechende Partner gefunden werden.

Verbaut werden sollen die neuen Batterien dann ab 2025 in den Elektrofahrzeugen der sogenannten „Neuen Klasse“. Als erste Fahrzeuge mit den Rundzellen dürften eine elektrische Mittelklasselimousine und ein davon abgeleitetes SUV unterwegs sein. Ganz neu ist die Rundzellen-Technik übrigens nicht: Tesla verbaut diese Art von Batterien schon seit vielen Jahren in seinen Modellen.

Auch interessant

Kommentare