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Elektroauto-Batterien: Hersteller müssen in der EU künftig CO₂-Fußabdruck offenlegen

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Mithilfe von Kohlestrom hergestellte E-Auto-Batterien schleppen einen großen CO₂-Rucksack mit sich herum. Die EU will künftig mehr Klarheit über die Emissionen in der Produktion.

Batteriebetriebene Elektroautos gelten weithin als besonders umweltfreundlich. Allerdings werden auch die Stromer zunehmend strenger unter die Lupe genommen. Denn durch ihr meist hohes Gewicht und das gewaltige Drehmoment produzieren sie in der Regel auch mehr Reifenabrieb. In der neuen Abgasnorm Euro 7 wird es deshalb auch Grenzwerte für E-Autos geben. Zudem wird oft bemängelt, dass bei der Betrachtung der Umweltbelastung durch E-Autos, die Produktion ihrer Akkus und auch deren Recycling außen vor gelassen wird. Und genau das soll sich jetzt ändern.

Elektroauto-Batterien: Hersteller müssen in der EU künftig CO₂-Fußabdruck offenlegen

Denn Hersteller von Elektroauto-Batterien müssen ab Mitte 2024 den CO₂-Fußabdruck ihrer Akkus offenlegen. Die Daten sollen das komplette Produktleben vom Rohstoffabbau bis zum Recycling abdecken und dabei helfen, ab Mitte 2027 einen entsprechenden Grenzwert einzuführen. Das hat die EU nun als Teil der „Green Deal“-Maßnahmen beschlossen. Ziel ist die Etablierung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bei der Batterieproduktion.

Batterie eines E-Autos auf einem Messestand
Hersteller von E-Auto-Batterien müssen in der EU künftig den CO₂-Fußabdruck ihrer Akkus offenlegen. (Symbolbild) © Manfred Segerer/Imago

Elektroauto-Batterien: EU legt Recycling-Quoten für Rohstoffe fest

Zu den Regelungen zählen unter anderem auch Recycling-Quoten für bestimmte Rohstoffe: Nickel und Kobalt etwa müssen ab 2027 zu 90 Prozent wiederverwertet werden, ab 2031 zu 95 Prozent. Bei Lithium liegen die Mindestwerte bei 50 beziehungsweise 80 Prozent. Darüber hinaus müssen Unternehmen, die in der EU E-Autobatterien verkaufen wollen, weitere Umwelt-, Arbeitsschutz- und Menschenrechtsregeln einhalten.

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Elektroauto-Batterien in der EU: Genauere Ausgestaltung der Regeln steht noch aus

Neben den umweltpolitischen dürften die neuen Regelungen auch wirtschaftspolitische Folgen haben. Unter anderem erschweren sie den Import von Batterien, die etwa mit chinesischem Kohlestrom produziert werden. Eine genaue Ausgestaltung der Regeln und der Überwachungsmaßnahmen steht aber noch aus. (Mit Material von SP-X)

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