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Autopilot ist „Mist“: Tesla-Gründer keilt gegen Elon Musk

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Von: Marcus Efler

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Der angebliche „Autopilot“ in Tesla-Modellen sorgt immer wieder für Ärger. Jetzt hat sich Martin Eberhard, Mitgründer des Elektroauto-Pioniers, wenig schmeichelnd zu Wort gemeldet.

Die Geschichte des Automobils ist voller Irrtümer. So behauptete der frühere US-Präsident Barack Obama einst, das Auto sei in Amerika erfunden worden – tatsächlich geschah dies 1886 in Deutschland durch die Firma Benz & Cie., heute bekannt als Mercedes-Benz. Eine andere weit verbreitete Meinung: Der erste erfolgreiche Hersteller von Elektroautos sei von dem gebürtigen Südafrikaner Elon Musk gegründet worden.

Autopilot ist „Mist“: Tesla-Gründer keilt gegen Elon Musk

Elon Musk bei der Eroeffnung der Tesla-Gigafactory in Gruenheide.
Kritik vom Gründer: Tesla-CEO Elon Musk © Political-Moments/IMAGO

Tatsächlich aber riefen die US-Amerikaner Martin Eberhard und Marc Tarpenning 2003 Tesla ins Leben. Der heutige CEO Elon Musk kaufte sich erst ein Jahr später ein, und drängte die Gründer 2007 aus dem schnell wachsenden Unternehmen. Besonders oft melden sich die beiden seitdem nicht zu Wort – anders als beispielsweise der ausgeschiedene Apple-Mitgründer Stephen „The Woz“ Wozniak, der immer mal wieder öffentlich erklärt, wie ihm iPhone und andere Entwicklungen so gefallen.

Tesla-Gründer Eberhard: „Angestellte mit Respekt behandeln“

Nun aber hat sich Martin Eberhard dazu geäußert, was er als Tesla-Chef anders machen würde als Elon Musk. „Ich glaube daran, Angestellte mit Respekt zu behandeln“, sagte er dem US-Wirtschaftsportal Business Insider in Anspielung auf die rüden Chef-Manieren Musks, und: „Ich bin nicht für zufälliges Feuern und solche Sachen. Wahrscheinlich wäre die Firmenkultur etwas netter.“

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Autopilot hätte es bei Eberhard nicht gegeben

Auch gegen den Fahrassistenten FSD („Full Self Driving“) teile Eberhard aus, und nannte ihn „Autopilot-Crap“ – also „Mist“, den es mit ihm nicht gegeben hätte. „Ich glaube, es ist ein Fehler, ein Auto als Software-Plattform zu betrachten“, sagte der 62-jährige: „Wie ein iPhone oder so etwas. Es ist nicht dasselbe“.

Elon Musk dagegen hält die Software für den zentralen Bestandteil von Elektroautos, und viele Branchenexperten geben ihm recht – und sehen hier einen beträchtlichen Vorsprung vor der Konkurrenz. Gerade für den „Autopiloten“ gilt das aber nicht. Hier hat Mercedes die Amerikaner mittlerweile abgehängt, während es beim Tesla-System immer wieder zu Unfällen kommt.

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