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Elektroauto: FDP-Minister Wissing dementiert Pläne für Mega-Prämie

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Von: Marcus Efler

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Will Verkehrsminister Volker Wissing die Elektroauto-Prämie stark erhöhen? Auf Twitter dementierte der FDP-Politiker jetzt entsprechende Meldungen.

Update vom 10. Mai 2022, 11:45 Uhr: Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat seine angeblichen Pläne, die Umweltprämie für Elektroautos deutlich zu erhöhen und mit einer Abwrackprämie zu kombinieren, dementiert. „Weder will ich eine Abwrackprämie noch eine höhere Kaufprämie für Elektrofahrzeuge“, twitterte der FDP-Politiker: „Der Umstieg auf eine klimaneutrale Mobilität muss über marktwirtschaftliche Anreize gelingen“.

Erstmeldung vom 9. Mai 2022, 13:56 Uhr: Berlin – Autofahrern, die mit dem Gedanken an einen elektrischen Neuwagen spielen, dürfte gerade der Kopf rauchen: Was ist denn da in Berlin bloß los? Gerade hatten sich viele von ihnen damit abgefunden, dass der Umweltbonus für Stromer ab 2023 wohl deutlich reduziert wird (und für Plug-in-Hybride ganz abgeschafft). So plant es jedenfalls Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne).

Die teure Konsequenz für Käufer: Wessen Akku-Auto aufgrund der absurd langen Lieferzeiten nicht mehr in diesem Jahr zugelassen werden kann (einige Hersteller garantieren das allerdings) erhält nach diesem Stand 2.000 Euro weniger vom Staat als bislang – also wohl nur noch bis zu 4.000 statt 6.000 Euro (zusätzlich zu 3.570 Euro brutto Hersteller-Rabatt). Viele Interessenten zögern deshalb mit dem Kauf, oder sind schon wieder abgesprungen.

Elektroauto: FDP-Minister Wissing will Mega-Prämie – und brüskiert Grünen Habeck

Doch nun grätscht Verkehrsminister Volker Wissing (52, FDP) seinem Kabinettskollegen in das Abschmelzen des Zuschusses. Denn den will er angeblich nämlich nicht nur in bisheriger Höhe bis 2027 weiterführen, sondern gleich deutlich aufstocken, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Dies sieht angeblich der Entwurf für ein Klimaschutzsofortprogramm vor (was ja eigentlich ebenfalls Habecks Revier wäre).

Demnach sollen Käufer aller rein elektrisch betriebenen Autos bis zu einem Preis von 40.000 Euro, egal ob mit Akkus oder Brennstoffwelle, vom Staat 10.800 Euro bekommen – ab Mitte 2023 sollen darin 1.500 Euro Abwrackprämie für mindestens elf Jahre alte Verbrenner enthalten sein. Zusammen mit dem Hersteller-Anteil der Prämie wäre das also ein Abzug vom Kaufpreis in Höhe von 14.370 Euro. Für teurere Stromer bis 60.000 Euro soll es immerhin noch 8.400 Euro geben, insgesamt also 11.970 Euro.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing will Elektroautos mehr fördern. (Symbolbild) © Christophe Gateau/dpa

Elektroauto: FDP-Minister Wissing will Mega-Prämie – Dacia Spring für 6.570 Euro?

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Für einen Dacia Spring (Listenpreis ab 20.940 Euro) müsste man dann nur 6.570 Euro ausgeben, also weniger als für manchen (benzingetriebenen) Motorroller. Ein BMW i4 (eigentlich ab 59.200 Euro) wäre schon ab 47.230 Euro zu haben.

Ob die Mega-Prämie wirklich Gesetz wird, oder ob Habeck sich doch noch durchsetzen kann, gilt derzeit als völlig offen. Für Kauf-Interessenten, die eventuell auf Elektro umsteigen wollen, heißt das wohl: Abwarten – und vorerst weiter Verbrenner fahren.

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