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Elch neben Straße bei Magdeburg gesichtet – Autofahrer müssen jetzt vorsichtig sein

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Von: Jasmin Pospiech

An einer Straße in Sachsen-Anhalt trabt ein Elch entlang – das kennt man eigentlich nur aus Schweden. Und das kann den legendären „Elchtest“ für viele zum realen Erlebnis werden lassen.

Magdeburg (Sachsen-Anhalt) – Der ein oder andere mag sich noch erinnern: Es war im Jahr 1997, als Daimler mit viel Häme und Spott zu kämpfen hatte. Damals war die Mercedes-Benz A-Klasse bei einem Test für ein schwedisches Fachmagazin umgekippt. Jenes Ausweich-Fahrmanöver, das zu dem Debakel geführt hatte, wurde plötzlich berühmt: der inzwischen legendäre „Elchtest“.

Elch neben Straße bei Magdeburg gesichtet – droht Autofahrern nun Gefahr?

In Schweden leben Elche nicht nur in Scharen, sondern können sich in der Wildnis und auch auf Landstraßen frei bewegen. Zwar soll an jenem Tag, als die A-Klasse beim Test umkippte, kein Elch zugegen gewesen sein – dennoch etablierte sich der Begriff in den Medien und auch in der Autobranche schnell. Daimler stoppte damals die Auslieferungen – doch trotz des Marketing-Fiaskos wurde der Wagen in den darauffolgenden Jahren ein Erfolg. Nicht zuletzt, weil Daimler sich entschied, das damals noch relativ neue Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) serienmäßig zu verbauen. (Süßer Stau: Mama Bär will mit ihren Babys über die Straße – hier wartet jeder gern)

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Nun müssen Einwohner aus Sachsen-Anhalt aber möglicherweise bald in der Praxis die Fahrstabilität ihrer Autos erproben. Denn in der Nähe von der Magdeburg – im Naturschutzgebiet Kreuzhorst – soll angeblich ein Elch neben einer Straße gesichtet worden sein! (Irres Video aus Kanada: Elche lecken an Autos – jetzt gibt’s sogar Warnschilder)

Ein ausgewachsener Elch läuft an einer Straße entlang. (Symbolbild)
Elch trifft auf Verkehr: Das kann zu einer erheblichen Gefahr für Autofahrer werden. (Symbolbild) © Nova_Scotia_Tourism, Culture_and_Heritage/dpa

Elch neben Straße bei Magdeburg gesichtet – Tier angeblich aus Polen zugewandert

„Ich habe erstmal völlig ungläubig geschaut und mir gedacht: Das kann nicht sein!“, erinnert sich Förster Gerd Petzold gegenüber dem „Stern“ an den Moment, als er zum ersten Mal von der Sichtung des Elchs in Sachsen-Anhalt erfuhr. Er sei „sehr überrascht und sehr erfreut“ gewesen, sagt Petzold. „Von mir aus kann er bleiben.“ Doch nicht nur diese Hirsch-Art, auch Wölfe werden in Deutschland wieder häufiger gesichtet.

Allerdings kann solch ein ausgewachsenes Tier – Elche können über zwei Meter groß werden und die Bullen verfügen oftmals über ein mächtiges Geweih – auch eine mögliche Gefahr für Autofahrer darstellen. Denn angeblich soll der gesichtete Elch aus Polen zugewandert sein. Förster Petzold vermutet, dass der Elch jetzt in der Brunftzeit entlang der Elbe auf Damensuche gehen wird. Und in Zukunft könnte es sein, dass noch mehr dieser Tiere dazukommen, da sich die Population im östlichen Nachbarland allmählich wieder erholt. Und das bedeutet auch, dass schon bald der Begriff „Elchtest“ wieder öfter zu hören sein könnte.

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