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Ekel-Attacke auf Münchener E-Ladesäule: Wer hasst eigentlich Elektroautos?

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Von: Jasmin Pospiech

Vandalismus in seiner reinsten Form: Unbekannte haben sich in München an einer Ladesäule für Elektroautos mit einer ziemlich unappetitlichen Aktion zu schaffen gemacht.

München – Muss das sein? Diese Aktion ist einfach nur unter aller Kanone. Elektroautos haben hierzulande zwar einen schweren Stand, der Deutsche kann schwer von seinem Verbrenner lassen. Aber deshalb Ladestationen für Elektroautos zu versauen und sie dadurch lahmzulegen, geht definitiv zu weit.

Ekel-Attacke auf Münchener Ladesäule: Wer hasst eigentlich E-Autos?

Oder handelt es sich hierbei um eine Protestaktion, da einige Autofahrer aktuell noch unzufrieden sind mit der Ladeinfrastruktur deutschlandweit? Doch auch wenn dies der Fall ist, müssen andere jetzt diese Sauerei wieder wegmachen bzw. Elektro-Autofahrer haben eine Ladesäule weniger, an denen sie ihren Stromer wieder aufladen können. In der Not werden da manche Elektroauto-Besitzer sogar erfinderisch und leiten schon mal ihren Strom aus der Wohnung über ein Kabel nach draußen.

Die Steckvorrichtung einer E-Ladesäule ist mit Hackfleisch zugeschmiert worden.
Einfach nur unappetitlich: Die Steckvorrichtung einer E-Ladesäule ist mit Hackfleisch zugeschmiert worden. © Stadtwerke München

Hängen bleibt es wohl an einem Mitarbeiter der Stadtwerke München, der die Ladesäule in der Marklandstraße im Stadtteil Fasangarten gehört. Letztere wird in nächster Zeit nicht mehr einsatzfähig sein, denn Vandalen haben nach Angaben der Stadtwerke mutwillig die Steckvorrichtung der Elektro-Zapfsäule mit Hackfleisch zugeschmiert. (Ladesäulen-Irrsinn: Pärchen im Porsche Taycan braucht neun Stunden für nur 210 Kilometer)

Ekel-Attacke auf Münchener Ladesäule: Stadtwerke verzeichnen immer mehr Angriffe

Das Fleisch soll bis zu den Kontakten der Stecker vorgedrungen sein, weshalb die Ladestation nun für einige Zeit ausfallen wird. Zwar habe bereits nach der Hack-Attacke auf die Schnelle eine Reparatur stattgefunden, allerdings erfolglos. Und das, obwohl laut Stadtwerke Schäden an den Elektrozapfsäulen meist schnell behoben werden können. Wirklich ärgerlich. Das dachte sich auch dieser Tesla-Fahrer, als er kürzlich an eine Ladestation fahren wollte und die minutenlang blockiert worden ist.

Doch das ist kein Einzelfall, wie die Stadtwerke weiter berichten: Immer wieder werden demnach Ladesäulen in München entweder beschädigt oder gar zerstört. Dementsprechend verzeichnet das Versorgungsunternehmen in letzter Zeit sogar mehr solcher Vorfälle. Dabei sollen Störungen an Stationen in 15 Prozent der Fälle auf Vandalismus bzw. Fremdeinwirkung zurückzuführen sein, heißt es weiter. Da stellt sich die Frage: Wer tut so etwas nur? Wer hat ausgerechnet etwas gegen den Ausbau der Elektromobilität?

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